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2,5 Jahre nach Deutschland-Start: Refinery29 baut Personal ab und fährt zukünftig “globale Content-Strategie”

Philippe von Borries ist Co-Gründer von Refinery29 und brachte es 2016 unter redaktioneller Leitung von Cloudy Zakrocki nach Deutschland
Philippe von Borries ist Co-Gründer von Refinery29 und brachte es 2016 unter redaktioneller Leitung von Cloudy Zakrocki nach Deutschland

Mit Refinery29 zog ein Team um den deutschen Unternehmer Philippe von Borries von New York aus ein beachtliches News-Startup auf. Vor etwa zweieinhalb Jahren expandierte Refinery29 mit einem eigenen Team auch nach Deutschland – doch das Wachstum scheint unbefriedigend. In der Redaktion in Berlin werden Stellen abgebaut. Zukünftig will das Unternehmen eine "globale Content-Strategie" fahren.

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Für das seit 2016 in Berlin bestehende Büro bedeutet das erst einmal einen Stellenabbau. Dieser fällt zwar gering aus, wird im kleinen Team von Refinery29 dennoch zu spüren sein. Von drei Stellen ist im insgesamt 14-köpfigen Team die Rede. Sieben Stellen entfallen dabei auf die Redaktion – Chefredakteurin Claudia Zakrocki nicht eingerechnet.

Die Gründungschefredakteurin wird weiterhin an Bord bleiben, wie es heißt, zukünftig aber keine eigenen Stücke mehr verantworten, sondern Übersetzungen managen. Gegenüber MEEDIA teilt Refinery29 zur Strategie mit: “Um unsere Expansion und das Wachstum weiter voranzutreiben, werden wir mithilfe von Transcreation redaktionell wieder eine globale Content-Strategie verfolgen. Die globalen Inhalte werden wir weiterhin in deutsche Sprache und unter Leitung von Cloudy Zakrocki veröffentlichen.” Transcreation bedeutet die Übersetzung fremdsprachlicher Inhalte unter Beachtung beispielsweise kultureller Unterschiede.

Die Führung um den deutschen Co-Gründer Philippe von Borries betont in ihrem Statement auch noch einmal die Bedeutung des Standortes in Deutschland. Für 2019 sei geplant, das Büro personell auszubauen. Es solle zum “Hub” für die Expansion in weitere Märkte werden. Außerdem wolle man den Ausbau auf kommerzieller Seite ausbauen.

Wahr ist aber auch: Die Geschäftsentwicklung von Refinery29 liegt unter Plan. Trotz Bemühungen, Erlösströme zu diversifizieren liegt die Performance des Unternehmens aktuell fünf Prozent unter den Erwartungen, berichtete kürzlich das US-Portal Adweek, das gleichzeitig einen Personalabbau von rund zehn Prozent (40 Stellen weltweit) publik machte.Dabei handelt es sich um den zweiten Stellenabbau binnen eines Jahres. Im Dezember 2017 verkündete Refinery29 bereits die Reduzierung um 34 Stellen, womit das Unternehmen im Markt der digitalen Medienunternehmen nicht alleine war.

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Refinery29 startete im Juni 2016 in Deutschland, Berlin ist neben London der einzige Standort außerhalb Nordamerikas, den das gefeierte Millennial-Portal mit Ausrichtung auf Frauen betreibt. Das 2005 von Borries, Piera Gelardi, und Christene Barberich gegründete Mode- und Frauenportal erlebte die vergangenen Jahre immer wieder Höhenflüge. 2016 lag die Bewertung bei über einer Milliarde US-Dollar. Weltweit will Refinery crossmedial mehr als 500 Millionen Menschen erreichen.

 

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