Partner von:
Anzeige

Bericht über iPhone XR-Produktionskürzung: Apple verliert Billionen-Dollar-Bewertung

Das iPhone XR: Vom Hoffnungsträger zum Sorgenkind
Das iPhone XR: Vom Hoffnungsträger zum Sorgenkind © Apple

Es geht jetzt schnell: Nach den enttäuschenden Quartalszahlen Ende vergangener Woche kommt Apple auch im heutigen Handelsverlauf unter Druck. Die Billionen-Dollar-Bewertungsmarke ist gefallen, nach Kursverlusten von mehr als vier Prozent hat der iPhone-Hersteller auch die Kursschwelle von 200 Dollar wieder nach unten durchbrochen. Neuster Auslöser sind erneute Analystenherabstufungen und neue Hiobsbotschaften zum gerade gelaunchten iPhone XR.

Anzeige

100 Milliarden Dollar: einfach weg. Das ist die bittere Bilanz, die der immer noch wertvollste Konzern der Welt in den vergangenen zwei Tagen an der Wall Street verkraften muss.

Der Auslöser für den Kurssturz von in der Spitze über 10 Prozent ist schnell gefunden: Die jüngste Geschäftsbilanz für das abgelaufene September-Quartal – und vor allem die neue Bilanzierungsmethodik, bei der die Stückzahlenverkäufe von iPhone & Co nicht mehr  ausgewiesen werden.

Hiobsbotschaft aus Fernost: Zulieferer kürzen iPhone XR-Produktion

Die Wall Street hat schnell entschieden, welche Botschaft sie aus der neuen Verschwiegenheit liest: Apple hat etwas zu verbergen – nämlich mutmaßlich den Eintritt in ein Zeitalter der rückläufigen Geräteverkäufe. Als reiche das noch nicht, folgten heute aus Fernost neue Hiobsbotschaften zum gerade gelaunchten iPhone XR.

Wie die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei Asian Review berichtet, seien die Produktionskapazitäten von Apples  Auftragsfertigern Foxconn und Pegatron aktuell nicht komplett ausgelastet. So seien bei Foxconn etwa 60 Produktionslinien für das iPhone XR eingerichtet worden, von denen aktuell aber nur rund 45 in Betrieb seien.

iPhone XR-Produktion bei Foxconn 20 bis 25 Prozent unter Plan
Anzeige

Wie Nikkei weiter berichtet, würde Foxconn aktuell 100.000 Einheiten des iPhone XR pro Tag produzieren, damit aber bereits 20 bis 25 Prozent unter dem “ursprünglich optimistischen Ausblick” liegen.

Eine schnelle Produktionsreduzierung gerade einmal zehn Tage nach dem Verkaufsstart lässt nichts Gutes für das Absatzpotenzial des mutmaßlich meistverkauften der neuen iPhones erahnen.

Rosenblatt stuft Apple herab

Entsprechend zog Vermögensverwalter Rosenblatt Securities, der als einer der ersten auf eine verhaltene Nachfrage nach dem iPhone XR hingewiesen hatte, aus der erwarteten Schwächeperiode Konsequenzen. Analyst Jun Zhang stufte den iKonzern in einer Kurzstudie, die CNBC vorliegt, von “Kaufen” auf “Neutral” zurück und reduzierte das Kursziel auf 200 Dollar.

Genau auf diese Marke stürzte die Apple-Aktie im heutigen Handelsverlauf nach Abschlägen von weiteren 4 Prozent dann auch und hat damit die Bewertungsmarke von einer Billion Dollar deutlich nach unten durchbrochen. Mit einer Marktkapitalisierung von 970 Milliarden Dollar ist Apple aber weiter vor Microsoft der wertvollste Konzern der Welt. Der Vorsprung von 150 Milliarden Dollar ist weiter signifikant.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
Meedia

Meedia