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Spotify-Bilanz: Der schwedische Musik-Streaming-Pionier gewinnt im dritten Quartal nur noch 4 Millionen zahlende Neukunden

Spotify-CEO Daniel Ek: Die Auseinandersetzung mit Apple wird rauer
Spotify-CEO Daniel Ek: Die Auseinandersetzung mit Apple wird rauer

Apples Marketingmacht hinterlässt Spuren. Im September-Quartal, dem zweiten Bilanzzeitraum seit dem Börsengang, konnte der schwedische Streaming-Pionier Spotify zwar weiter zweistelliges Umsatzwachstum ausweisen – die Erlöse kletterten sogar um 31 Prozent. Das Nutzerwachstum lässt jedoch merklich nach: Die Schweden konnten im dritten Quartal nur noch vier Millionen neue zahlende Mitglieder verbuchen – die immer größere Konkurrenz von Apple Music zeigt Wirkung.

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Spotify-Aktionäre haben wie andere Besitzer von Tech- und Internetaktien schwere Wochen hinter sich. Als der schwedische Streaming-Pionier Anfang April an der New Yorker Traditionsbörse NYSE per Direktlisting debütierte, landete
CEO Daniel Ek noch einen schnellen Hit.

Die Spotify-Aktie zog am ersten Handelstag gleich um 17 Prozent auf 149 Dollar ab und konnte in den folgenden Monaten weitere 33 Prozent an Wert zulegen, als die Anteilsscheine bei 199 Dollar fast an der 200-Dollar-Marke kratzten und Spotify als Unternehmen bereits mit über 35 Milliarden bewertet wurde – und damit das am höchsten bewertete Internet-Unternehmen Europas war.

Der Umsatz wächst weiter dynamisch…

Seitdem kennt die Aktie jedoch nur noch eine Richtung: Steil nach unten in Richtung der Erstnotiz von 149 Dollar, auf der die Anteilsscheine gestern wieder notierten. Dabei konnte CEO Daniel Ek die lange Zeit anhaltende Ungewissheit über die Bewertung und die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells heute mit Vorlage der neusten Geschäftsbilanz für das abgelaufene dritte Quartal endlich zerstreuen. 

Im Dreimonatszeitraum von Anfang Juli bis Ende September  konnte Spotify die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um respektable 31 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro steigern und damit die Analystenschätzungen schlagen, die noch bei 1,33 Milliarden Euro gelegen hatten.

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Zudem macht der schwedische Musik-Streaming-Pionier einen großen Schritt in Richtung Profitabilität, indem er den Nettoverlust von 90 Millionen Euro im Vorquartal auf nunmehr nur noch 6 Millionen Euro reduzierte.

…Premium-Nutzerzuwachs enttäuschend

Enttäuschend verlief dagegen die Nutzentwicklung. So konnte das 12 Jahre alte schwedische Internet-Unternehmen im Vergleich zum Juni-Quartal zwar weitere 11 Millionen neue Nutzer anlocken, die mindestens einmal im Monat bei Spotify Musik streamen.

Die Gewinnung neuer zahlender Kunden fällt Spotify angesichts der vor allem in den USA starken Präsenz von Apple Music jedoch immer schwerer. Nachdem die Schweden im Vorquartal noch 8 Millionen neue Premium-Kunden anlocken konnten, waren es zwischen Juli und September nur noch vier Millionen Neukunden auf nunmehr insgesamt 87 Millionen zahlende Mitglieder. Die Wall Street reagierte enttäuscht und schickte die Spotify-Aktie im vorbörslichen Handel um weitere 5 Dollar auf nur noch 144 Dollar nach unten.

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