Partner von:
Anzeige

iPhone XR: Analyst sieht bereits “nachlassende Nachfrage” – Produktion dürfte schon im November heruntergefahren werden

Apples mutmaßlich nächster Megaseller: das iPhone XR
Apples mutmaßlich nächster Megaseller: das iPhone XR Foto: © Apple

Seit Freitag ist Apples neustes Smartphone auf dem Markt. Allein: Das Interesse am iPhone XR scheint sich in Grenzen zu halten. Der Launch des neuen LCD-iPhones mit Randlos-Display geriet zum totalen Non-Event: Die Vorbestellungen fielen offenkundig verhalten aus, Schlangen vor den Apple Stores blieben am ersten Verkaufstag zudem aus. Techanalyst Jun Zhang vom Brokerhaus Rosenblatt Securities zieht nun die Konsequenzen und passt die Verkaufsschätzungen für das iPhone XR an – nach unten.

Anzeige

Wie viel Faszination strahlt ein neues Smartphone aus, das in der Marketingstrategie nur dritte Wahl ist? Als “brillant, innen und außen” bewirbt Apple sein drittes neues Smartphone der Saison, das iPhone XR, das seit vergangenem Freitag für 749 Dollar bzw. 849 Euro im Handel zu haben ist.

Allein: Besonders eilig scheint es niemand mit einem Kauf zu haben, wenn man den Eindrücken rund um den Erdball glauben darf, die in den sozialen Medien kursieren. So standen von San Francisco über Toronto bis nach Mailand nur einige Versprengte vor den Apple Stores, als der Kultkonzern aus Cupertino am vergangenen Freitag seine Pforten öffnete, um das iPhone XR anzubieten.

Das fehlende Kaufinteresse hat seine Wirkung bei einem der genauesten Branchenbeobachter nicht verfehlt. Rosenblatt Securities-Analyst Jun Zhang äußerte sich bereits nach dem Beginn der Vorbestellungsphase skeptisch zur Nachfrage nach dem iPhone XR. So seien die Bestellungen schwächer als erwartet ausgefallen und würden bis zur Auslieferung bei maximal 12 Millionen Einheiten liegen. “Das ist kein berauschendes Ergebnis”, stellte Zhang fest.

Anzeige

Apple dürfte iPhone XR-Produktion bereits im November herunterfahren

Eine Woche später folgt die große Ernüchterung in Zhangs nächster Erhebung. So taxiert der Rosenblatt-Analyst die tatsächlichen Verkäufe am ersten Wochenende in einer neuen Kurzstudie, die dem Blog AppleInsider vorliegt, auf lediglich neun Millionen Einheiten – und damit 25 Prozent weniger als erwartet.

Mehr noch: Die “schwachen Vorbestellungen” würden bereits jetzt auf eine “nachlassende Nachfrage” hindeuten wegen der Apple schon in den nächsten Wochen handeln und die Produktion im ganz frühen Stadium herunterfahren dürfte. Auch von den neuen Flaggschiff-Smartphone-Modellen, dem iPhone XS und iPhone XS Max, dürfte Apple bereits weniger Modelle als erwartet bestellen.

Die Folge: Zhang reduzierte seine Absatzschätzungen der neuen iPhone-Modelle bis zum Jahresende auf 76 bis 77 Millionen Einheiten. An der Wall Street wurde die neue iPhone-Skepsis nicht gut aufgenommen. Die Apple-Aktie verlor zusammen mit Tech- und Internetaktien, die erneut einen schwarzen Tag erlebten, 2,5 Prozent an Wert und schloss bei 211 Dollar auf dem tiefsten Stand seit zweieinhalb Monaten, als der iKonzern die Billionen-Dollar-Bewertungsmarke durchbrochen hatte.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
Meedia

Meedia