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Amazon-Absturz: Schon 200 Milliarden Dollar Börsenwert vernichtet und im Börsenranking von Microsoft überholt

Amazon-Chef Jeff Bezos: Ärger im Warenlager?
Amazon-Chef Jeff Bezos: Ärger im Warenlager?

Auch Jeff Bezos muss mal einen Dämpfer verkraften. Aber gleich so einen? Um enorme 66 Milliarden Dollar wurde Amazons Börsenbewertung am Freitag rasiert – Bezos' Nettovermögen reduzierte sich mal eben um 14 Milliarden Dollar an nur einem Handelstag. Der Grund: Die Wall Street reagierte höchst verstimmt auf das neue Zahlenwerk des E-Commerce-Giganten, das ein Ende des beschleunigten Wachstums andeutet.

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Geht die meistbewunderte Wachstumsstory der Wall Street zu Ende? Das ist die Frage, die Amazon-Aktionäre seit Ende vergangener Woche umtreibt. Am Donnerstag hatte der 24 Jahre alte Internet-Pionier sein neuestes Zahlenwerk für das abgelaufene September-Quartal vorgelegt und sich dabei den Luxus erlaubt, die Analystenerwartungen gleich mehrfach zu unterbieten.

Die Umsätze legten im Dreimonatszeitraum von Anfang Juli bis Ende September zwar um 29 Prozent zu, konnten mit Erlösen von 56,6 Milliarden Dollar allerdings wie gewohnt die Erwartungen der Wall Street übertreffen, die noch bei 57,1 Milliarden Dollar gelegen hatten.

Nur noch 10 Prozent Umsatzwachstum?

Schlimmer aber noch: Der von Jeff Bezos für das laufende vierte Quartal prognostizierte  Umsatzausblick lag mit einer Spanne von 66,5 und 72,5 Milliarden Dollar deutlich unter den Konsensschätzungen der Wall Street von 73,8 Milliarden Dollar. Am unteren Ende der eigenen Schätzungen suggeriert Konzernchef Bezos damit einen Rückgang des Umsatzwachstums von 38 Prozent im Vorjahreszeitraum auf nur noch 10 Prozent im laufenden Quartal.

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Für die Wall Street waren die Aussichten ein absolutes No-Go: Amazons Börsenerfolg beruht schließlich zum Großteil auf der anhaltenden Wachstumsdynamik für die Jeff Bezos lange Zeit den Profit geopfert hatte. Entsprechend gnadenlos wurde die Amazon-Aktie am Freitag in Reaktion auf die Quartalsbilanz abverkauft und verlor an nur einem Handelstag 8 Prozent bzw. 66 Milliarden Dollar an Börsenwert.

Amazon Platz verliert Platz zwei im Börsenranking an Microsoft, Bezos 14 Milliarden Dollar an einem Handelstag

Für Amazon ist der Kurssturz der Höhepunkt eines Oktobers zum Vergessen. Im September noch durchbrach der E-Commerce-Pionier als erstes Internet-Unternehmen die magische Bewertungsmarke von einer Billion Dollar und schien auf dem besten Weg, um Apple als wertvollsten Konzern der Welt zu beerben.

Daraus scheint erst einmal nichts zu werden – im Gegenteil. Tatsächlich büßte Amazon nach Kursverlusten von 20 Prozent seit dem Allzeithoch bei Kursen von über 2000 Dollar 200 Milliarden Dollar an Börsenwert ein. Die Folge: Statt Apple anzugreifen, musste Amazon im Börsenranking nun Microsoft vorbeiziehen lassen und ist seit Freitag nur noch der drittwertvollste Konzern der Welt.

Für Bezos hatte der Kurssturz durchaus empfindliche Folgen. Der reichste Mann der modernen Geschichte musste allein am Freitag einen Rückgang seines Vermögens um 14 Milliarden Dollar verkraften – der erste Platz im Forbes-Ranking bleibt dem 54-Jährigen indes vorerst sicher.

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