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TV Spielfilm und Cinema: BurdaNews bündelt Film- und Serien-Inhalte in neuem “Center of Competence”

Cinema-Chef Philipp Schulze wird das neue Kompetenzzentrum leiten
Cinema-Chef Philipp Schulze wird das neue Kompetenzzentrum leiten

Mit den Redaktionen von TV Spielfilm und Cinema hat Hubert Burda Media seine Filmkompetenz in Hamburg sitzen – nun will der Verlag diese über weitere Standorte hinweg nutzen. Die beiden Redaktionen beliefern ein neues "Center of Competence" (CoC), aus dem nicht nur eigene Projekte wie das Serien Magazin entstehen, sondern das sich auch als Dienstleister für alle weiteren Burda-Titel etablieren soll.

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Der große Erfolg der Streaming-Plattformen von Netflix bis Amazon Prime zeigt: Die Menschen lieben Serien und Filme. Und sie sind bereit, Geld dafür auszugeben – möglicherweise auch für Produkte, die keine eigenen Filme und Serien zeigen, wohl aber darüber schreiben. Das zumindest ist die Hoffnung von Cinema und TV Spielfilm, die bereits im Frühjahr zusätzlich zu ihren etablierten Titeln ein gemeinsames Serienmagazin gestartet haben, das nun zum zweiten Mal an den Kiosk geht. Mit der zweiten Ausgabe setzen Cinema und Spielfilm ihre Zusammenarbeit nicht nur fort, sie wird intensiviert.

Zukünftig sollen die beiden Redaktionen ihre Arbeitskraft gruppenweit auch zur Verfügung stellen können – bei Burda spricht man von einem CoC, “Center of Competence” für Film- und Serieninhalte, das unabhängig von den bestehenden Redaktionsstrukturen entsteht. Unter der Leitung von Philipp Schulze, dem Chefredakteur von Cinema, erstellt das CoC im Auftrag anderer Burda-Titel Behind-the-Scenes-Reportagen, liefert Interviews mit nationalen und internationalen Stars aus der Filmbranche und Hintergrundgeschichten. Die Inhalte sollen dabei je nach Wunsch für alle Kanäle aufbereitet werden.

“Es gibt immer mehr Nachfragen nach Qualitätsjournalismus im Filmbereich”, sagt Nina von Rheinbaben, Head of Publishing Screens bei BurdaNews. “Mit dem Center of Competence haben wir unsere Prozesse intern für diese Anfragen klar definiert”. Philipp Schulze ergänzt: “Mit unseren Kontakten in die Hollywood- und Serienindustrie sind wir vielen anderen Anbietern ein Stück voraus”.

Bislang greifen die Zeitschriften des Hauses für solche Inhalte zumeist auf externe Dienstleister und zum Teil auf freie Autoren zurück. Dass die Redaktionen dafür nun hausinterne Mitarbeiter von BurdaNews beauftragen können, spart Kosten. Einen Einfluss auf Redaktionsstellen im Haus soll die Maßnahme nicht haben.

Für die Redakteure von TV Spielfilm und Cinema bedeutet das Kompetenzzentrum indes Aufwand, der zusätzlich zu der bisherigen Redaktionsarbeit geleistet werden muss – je nachdem, wie viele Aufträge das CoC von den anderen Burda-Marken bekommt. Laut Schulze sollen die Aufgaben über alle Angestellten gleich verteilt werden, um Mitarbeiter nicht zu belasten. „Wir versuchen mit der Zusammenarbeit auch die Prozesse in der Redaktionsarbeit zu optimieren“, erklärt Schulze in Bezug auf die Synergieeffekte, die das Zentrum mit sich bringen soll. Wenn von allen Seiten Aufträge kommen sollten, werden die Redaktionen zusätzlich Autoren einstellen und Stellen schaffen.

Für den DJV-Hamburg-Geschäftsführer Stefan Endter müssen solche Konzentrationsprozesse mit Blick auf positive oder negative Effekte freilich beobachtet werden. “Dass die Mehrarbeit durch Synergien aufgefangen wird, muss sich erst in der Praxis beweisen”, sagt er, ohne sich speziell auf das neue Kompetenzzentrum bei BurdaNews zu beziehen. Es sei im Allgemeinen wichtig, die Redakteure nicht zu überlasten und gesundheitliche oder arbeitsrechtliche Vorgaben einzuhalten.

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Gute Zahlen beim Serien Magazin

Ein Ergebnis der Zusammenarbeit beider Redaktionen, die trotz des Kompetenzzentrums weiterhin getrennt arbeiten, ist das Serien Magazin, das im Frühjahr an den Start ging. Über 20 Redakteure haben an dem Heft mitgearbeitet. Vom Konzept her ist das Magazin zwar deutlich an die beiden Mutterhefte angelehnt, bietet jedoch weitgehend exklusive Inhalte.

Das Heft, das im April mit einer Auflage von 80.000 Stück gestartet ist, habe sich bis dato 35.000 Mal verkauft. “Damit sind wir sehr zufrieden”, betont Nina von Rheinbaben. Bei der Vermarktung dürfte sicherlich auch geholfen haben, dass das Heft im Regal oftmals direkt neben den Mutterheften zu finden war und zusätzlich deren Logos trug. Für die zweite Ausgabe, die vergangenen Freitag mit der gleichen Auflage auf den Markt gekommen ist und den Netflix-Hit “Haus des Geldes” zum Titelthema hat, haben die Macher zudem einen 15-sekündigen TV-Spot gedreht.

Darüber hinaus sieht sich das CoC, das bereits schwarze Zahlen schreiben soll, in Zukunft auch für Aufträge externer Kunden gewappnet: Am 31. Oktober startet etwa die DVD/CD-Reihe “Mein Jahr”, in der die TV Spielfilm in Zusammenarbeit mit Studiocanal und Universal Music die Highlights aus 50 Jahren Musikgeschichte präsentieren will. Die Redaktion der Zeitschrift war für die Auswahl und Texte zu den Musik- und Filmtiteln verantwortlich.

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