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Hallo Hauptstadt: Burda macht HuffPo in München dicht und plant Umzug nach Berlin

Kündigt den Umzug der HuffPo nach Berlin an – Gechäftsführerin Tanja zu Waldeck
Kündigt den Umzug der HuffPo nach Berlin an – Gechäftsführerin Tanja zu Waldeck

Seit Ende 2013 hat die HuffPo einen Ableger in Deutschland. Als Lizenznehmer baute Burda Forward, die Digitaltochter von Hubert Burda Media und Herausgeberin von Focus Online, dafür eine eigene Redaktion in München auf – deren Zeit nun abgelaufen ist. Wie der Konzern gegenüber MEEDIA bestätigt, steht mit dem Jahreswechsel ein Umzug an. Auch auf Wunsch des US-Partners soll die deutsche HuffPo zukünftig in Berlin residieren.

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Wie es aus Verlagskreisen heißt, sei die Redaktion der HuffPo Deutschland am Mittwochvormittag über die Pläne der Geschäftsführung informiert worden. Geschäftsführerin Tanja zu Waldeck habe dabei auch die Beweggründe für die Maßnahme erörtert.

Für die Entscheidung ausschlaggebend gewesen sei der Anspruch der HuffPo, das politische Geschehen genauso wie Prominenz, Lifestyle-Trends und gesellschaftliche Events für die tägliche Berichterstattung besser abzudecken, soll sie dabei erklärt haben. Mit dem Schritt käme man zudem dem Wunsch des Lizenzgebers aus den USA nach, eine Repräsentanz in der Hauptstadt aufzubauen.

Rund 17 festangestellte Mitarbeiter betroffen

In den vergangenen Monaten war bereits mehrfach zu hören, es habe Differenzen mit den Verantwortlichen des HuffPo-Originals gegeben – vermutlich ging es dabei um die Standortfrage. Für Burda Forward macht der Umzug nach Berlin nur bedingt Sinn – die meisten der Online-Portale hat der Konzern in München gebündelt, auch die mannschaftsstarke Hauptredaktion der Mutter-Website Focus Online hat ihren Sitz in der bayerischen Landeshauptstadt.

Auf Nachfrage von MEEDIA hat Hubert Burda Media die Umzugspläne bestätigt. Derzeit sucht die Geschäftsführung nach Räumlichkeiten in Berlin, der Umzug ist wohl zum Jahreswechsel geplant.

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Von der Maßnahme betroffen sind mindestens 17 festangestellte Mitarbeiter, mit denen der Verlag nun einzeln sprechen wolle. Für Mitarbeiter, die den Umzugsplänen nicht zustimmen, wolle man Alternativen suchen. Was der Umzug für freie Mitarbeiter bedeutet, bleibt zunächst unklar.

HuffPo ab Januar auch unter neuer Führung?

Mit dem neuen Redaktionsstandort in Berlin will die HuffPo offenbar auch ihre Führungsmannschaft wieder stärken. Seit dem Weggang von Sebastian Matthes, der bereits seit September vergangenen Jahres als Vize beim Handelsblatt tätig ist, steht das Portal ohne Chefredakteur oder -redakteurin da. Nach einem Nachfolger gesucht hatte man – ganz offensichtlich – vergeblich.

Möglicherweise rechnet sich die HuffPo mit dem Standort Berlin größere Chancen aus, einen neuen Chef zu finden. Zumindest, so heißt es intern, soll mit der neuen Redaktion auch eine neue Chefredaktion stehen. Die Stelle soll erneut gemeinsam mit einer Position für “Business Leads” ausgeschrieben werden.

Auch wenn der Verlag einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt als Motivationsgrund für Umzugspläne dementiert, sind diese kaum von der Hand zu weisen. Die HuffPost selbst verzeichnete zuletzt einen für sie wenig erfreulichen Abgang. Social- und Video-Chef Jan David Sutthoff wechselte zur Agentur Storymachine nach Berlin. Er war der erste Huffington-Post-Mitarbeiter zum deutschen Launch Ende 2013. Von einem Umzug abhalten konnte Burda Forward die damalige Focus-Online-Ressortleiterin Kinga Rustler. Sie überzeugte das Unternehmen durch eine Beförderung in die HuffPo-Chefredaktion nicht zum Konkurrenten Ströer zu wechseln.

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Alle Kommentare

  1. Sinnvolle Umstrukturierung mit der man in Berlin Mietkosten sparen kann. Sicherlich wird ein kleineres, preisgünstigeres Büro gesucht werden um das Magazin halbwegs über Wasser zu halten.

    Von den 17 festangestellten werden sicherlich nicht alle ihr Soziales Umfeld aufgeben wollen, was dann mit Versetzung bzw. Freimachung wiederum weitere Kosten senken kann. Perspektivisch sehe ich die Huffpo bei 1-2 festen Mitarbeitern und den Rest als Freie.

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