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Goldene Kartoffel für Julian Reichelt: Bild-Chef erhält Negativ-Preis für "unterirdische" Migrations-Berichterstattung

Ob sich Bild-Chef Julian Reichelt über die Goldene Kartoffel freut?

Die Vereinigung Neue deutsche Medienmacher hat sich zum Ziel gesetzt, für mehr Vielfalt in den Medien einzutreten. Zum 10-jährigen Bestehen hat der Verein nun auch einen (Negativ-)Medienpreis ins Leben gerufen: die Goldene Kartoffel. Erster Preisträger ist Bild-Chefredakteur Julian Reichelt für die „unterirdische Berichterstattung über Aspekte unserer vielfältigen Einwanderungsgesellschaft“.

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Der Preis soll an Medien und im Ausnahmefall auch an Journalisten verliehen werden, die „ein besonders verzerrtes Bild unseres Zusammenlebens zeichnen, indem sie Probleme und Konflikte grob überzeichnen, Vorurteile und Stereotype verfestigen und gegen journalistische Standards verstoßen“, so die Neuen Medienmacher auf ihrer Website. Die erste „Goldene Kartoffel“ wird im Rahmen der Bundeskonferenz der Neuen deutschen Medienmacher am 3. November 2018 in Berlin verliehen. Ob Reichelt den Preis persönlich entgegennehmen wird – unklar.
Der Verein begründet die Wahl Reichelts folgendermaßen: „Unter seiner Ägide steht das Blatt nun wieder konsequent für all das, wogegen sich die Neuen deutschen Medienmacher einmal gegründet haben: Bild steht für Unsachlichkeit, Vorurteile und Panikmache, wenn es um die Themen Integration, Migration und Asyl geht, für doppelte Standards in der Berichterstattung über Menschen mit und ohne Migrationshintergrund und für einen stark ethnozentrischen Blick auf unsere Einwanderungsgesellschaft und deren Herausforderungen.“ Außerdem werfen die Neuen deutschen Medienmacher Reichelt fehlende Sachlichkeit, Vorurteile, Panikmache und Doppel-Standards vor.

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