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Ausverkauf der deutschen Medienaktien: ProSiebenSat.1, Axel Springer und Ströer stürzen auf Jahrestiefs

ProSiebenSat.1-CEO Max Conze sieht seinen Konzern “auf dem richtigen Weg”
ProSiebenSat.1-CEO Max Conze sieht seinen Konzern "auf dem richtigen Weg"

Es ist so weit: Seit Jahren warnen Marktexperten vor dem überfälligen Abschwung an den Kapitalmärkten, nun hat der Ausverkauf begonnen. Nachdem sich der deutsche Aktienmarkt seit Jahresbeginn im Schlingerkurs befand, brach der Leitindex Dax in den vergangenen Wochen förmlich weg und stürzte heute auf den tiefsten Stand seit Ende 2016. Mitten drin im Salami-Crash: Deutsche Medien- und Internetaktien. Axel Springer, ProSiebenSat.1 und Störer taumelten heute geschlossen auf neue Jahrestiefs.

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Es geht gut, bis es schiefgeht. Mehr als zehn Jahre nach dem Ausbruch der großen Finanzkrise befinden sich die Weltbörsen wieder im Abwärtssog. Die Ausgangslage ist klar: Nach den exorbitanten Gewinnen einer ganzen Dekade haben Anleger immens viel zu verlieren.

Allein der Stimmungsumschwung, dass die große Börsenparty zu Ende gehen könnte, bringt Anleger dazu, Kasse zu machen. Schließlich haben sich die Perspektiven der Weltkonjunktur eingetrübt, seit die Trump-Administration einen Handelskrieg mit China angezettelt hat, mit Europa auf Konfrontationskurs geht und die amerikanische Notenbank keine Anstalten macht, von weiteren Zinsanhebungen abzusehen.

Alle großen deutschen Medienaktien mussten 2018 bislang zweistellige Kursverluste hinnehmen

Entsprechend befindet sich der deutsche Aktienmarkt seit Jahresbeginn  im Abwärtssog – und mit ihm erwartungsgemäß die Aktien der größten Medienunternehmen, die als besonders konjunktursensitiv gelten, weil Veränderungen der Wirtschaftsleistung sich schnell in den Werbebuchungen äußern.

Mit dem verschärften Ausverkauf an den Weltbörsen haben auch deutsche Medienaktien in den vergangenen Wochen ihren Absturz beschleunigt und fielen heute fast allesamt auf neue Jahrestiefstände zurück. Seit Jahresbeginn betragen die Verluste:

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• RTL Group: – 11 Prozent
Axel Springer: – 13 Prozent
Ströer: – 28 Prozent
ProSiebenSat.1: – 31 Prozent

Seit den Höchstkursen mussten Aktionäre Einbußen in folgender Höhe verkraften:

Axel Springer: – 24 Prozent
Ströer: – 33 Prozent
RTL Group: – 40 Prozent
ProSiebenSat.1: –60 Prozent

Ob die im November beginnende Quartalssaison für neue Impulse und möglicherweise eine Trendwende sorgen kann, bleibt abzuwarten. Axel Springer, die RTL Group und ProSiebenSat.1 veröffentlichen in zwei Wochen ihre neuen Zahlenwerke, Ströer eine Woche später.

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