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Kommt Alexander Falk frei? Richter verkünden heute weitere Zukunft des inhaftierten Stadtplan-Erben

Alexander Falk
Alexander Falk

Der Hamburger Unternehmer Alexander Falk sitzt seit Anfang September in Untersuchungshaft. Der Vorwurf: Er soll einen Auftragskiller auf einen Anwalt angesetzt haben. Vergangene Woche fand nun ein Haftprüfungstermin statt. Heute soll hierzu die Entscheidung verkündet werden.

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Wie die Oberstaatsanwältin Nadja Niesen auf Anfrage von MEEDIA bekannt gab, fand vergangene Woche ein Haftprüfungstermin im Fall Alexander Falk statt. „Heute soll die Entscheidung verkündet werden“, erklärte die Staatsanwältin. Der Anwalt von Falk, Thomas Bliwier, wollte hierzu auf MEEDIA-Anfrage keine Auskunft geben. Der Stadtplan-Erbe war Anfang September an seinem Firmensitz in Hamburg festgenommen worden. Der Vorwurf: Der einstige Börsenstar soll 2010 zu einem Tötungsdelikt an einem Anwalt angestiftet haben.

Laut früheren Berichten von Bild soll es sich hierbei um den Frankfurter Anwalt Dr. Wolfgang J. handeln, der schwerverletzt ins Krankenhaus kam. Dieser sei damals mit einer Zivilklage gegen Falk betraut gewesen, bei der es um Schadenersatzforderungen gegen den Internetunternehmer in Höhe von bis zu 200 Millionen Euro ging.

Falk ist Erbe des gleichnamigen, von seinem Vater Gerhard gegründeten, Unternehmens, das patentierte Stadtpläne verkaufte. 1995 veräußerte er das Unternehmen an den Gütersloher Medienriesen Bertelsmann für 50 Millionen Mark. Das Geld investierte er in verschiedene Startups und übernahm unter anderem in der Schweiz die Distefora AG. Sie diente ihm als Holding, um seine vielfachen Firmenaktivitäten zu bündeln, zu denen damals auch Ision gehört, ein Anbieter von Internetzugängen. Im März 2000 brachte Falk Ision an den boomenden Neuen Markt, wenige Monate später verkaufte er das Unternehmen für mehr als 760 Millionen Euro an einen britischen Telekommunikationsanbieter Energis. Das Manager Magazin führt ihn zu dem Zeitpunkt auf Rang 86 der 100 reichsten Deutschen.

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Doch dann folgt der Absturz. Falk verkaufte Ision an das britische Unternehmen Energis für einen hohen dreistelligen Millionenbetrag. Vor dem Verkauf hat er den Wert seiner Firma angeblich durch Scheinrechnungen manipuliert, um einen höheren Verkaufserlös zu erzielen, urteilte damals ein Gericht. Es verurteilte ihn deshalb später zu vier Jahren Haft.

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