Partner von:
Anzeige

Wegen EU-Schlupflöchern für IT-Riesen: Ed Sheeran zahlt in Großbritannien mehr Steuern als Amazon oder Starbucks

Ed Sheeran verbuchte 2017 mehr als 27 Millionen Pfund Gewinn – und zahlte mehr Steuern als Amazon oder Starbucks in Großbritannien
Ed Sheeran verbuchte 2017 mehr als 27 Millionen Pfund Gewinn – und zahlte mehr Steuern als Amazon oder Starbucks in Großbritannien

Ed Sheeran ist fett im Geschäft und verdiente 2017 mehr als Popstars wie Adele oder Taylor Swift. Obwohl der britische Sänger mit 27 Millionen Pfund Gewinn aber weitaus weniger verdiente als internationale Konzerne wie Starbucks oder Amazon, musste Sheeran mehr an den Staat überweisen als sie. Der Fall verdeutlicht die umstrittenen Steuertricksereien.

Anzeige

Auf die 27 Millionen Euro Pfund, die Ed Sheeran am Ende des Jahres als Profit verzeichnen konnte, entfielen 5,29 Millionen Pfund Steuern. Damit zahlte er rund 800.000 Pfund mehr als Amazon und rund zwei Millionen Pfund mehr als Starbucks. Zum Vergleich: Starbucks kam 2017 auf einen Gewinn von rund 162 Millionen Pfund in Großbritannien, die Umsätze von Amazon liegen bei über zwei Milliarden.

Die Methoden hinter der Steuerhebung und Berechnung sind schwer durchschaubar. Konzerne wie Starbucks, Amazon, aber auch Apple oder Facebook sowie steuerfreundliche Staaten, beispielsweise Irland, stehen immer wieder in der Kritik. Gegenüber iNews UK erklärte Starbucks, 2017 in Großbritannien insgesamt 13,7 Millionen Pfund Steuern gezahlt zu haben – bei einer Steuerrate von 25 Prozent.

Anzeige

 

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Wenn Apple unerhörterweise in Europa auch noch Steuern zahlen müsste, dann würden die Apple-Produkte ja noch teurer und dann müssten die vielen Apple-Fanboys ganz schlimm weinen. Immerhin wird die Lieblingsfirma dieser Webseite hier wenigstens im Fließtext ganz kurz kritisch erwähnt.

    Trotzdem ein schwaches Artikelchen, man muss schon versuchen, die Steuertricks zu erklären anstatt nur zu schreiben dass alles furchtbar kompliziert und ganz schwer zu durchschauen ist. Bei Starbucks ist ein wesentlicher Trick, die eigentlich in UK angefallenen Gewinne durch konzerninterne Verrechnungen, Kreditzinszahlungen an verbundene Unternehmen im Ausland, Auslagerung der Markenrechte und so weiter so weit herunterzurechnen, dass kaum noch Gewinn in UK anfällt, worauf dann natürlich auch kaum Steuern gezahlt werden müssen.

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

Werben auf MEEDIA
Meedia

Meedia