Anzeige

"Das hat uns nicht kalt gelassen": funk lenkt nach Kritik an "Hater-Interview" ein und stellt Format neu auf

Der YouTuber "Exsl95" musste im "Hater-Interview" von funk zum Teil auf derbe Beleidigungen reagieren

Das funk-Format „World Wide Wohnzimmer“ steht nach der Ausstrahlung eines „Hater-Interviews“ vergangene Woche in der Kritik. In der Online-Show des Content-Netzwerks von ARD und ZDF wurde der übergewichtige YouTuber „Exsl95“ aufs Übelste gedemütigt. Nun soll es Konsequenzen geben: Künftig soll in der Reihe auf „sinnlose Beleidigungen“ verzichtet werden und inhaltliche Kritik im Vordergrund stehen.

Anzeige

Die Betreiber des zu funk gehörenden YouTube-Kanals „World Wide Wohnzimmer“ haben damit auf die anhaltenden Diskussionen rund um ihr Format „Hater-Interview“ reagiert. Darin stellen sich YouTuber und Prominente von Nutzern gestellten Fragen, die zum Teil zutiefst verletzend sind. In der vergangenen Ausgabe musste sich der übergewichtige YouTuber „Exsl95“ etwa derbe Beleidigungen wie “kinnlose Kackbratze” oder “fresssüchtige Fast-Fehlgeburt” anhören lassen, die zuvor extra für das Video von Nutzern auf Twitter eingeholt wurden.
Medien und Zuschauer warfen den Machern, den Zwillingen Dennis und Benjamin Wolter, vor, mit dem „Hater-Interview“ Hass zu verharmlosen und Bodyshaming als Witz zu reduzieren. Das zu ARD und ZDF gehörende Jugendangebot funk rechtfertigte sich zunächst für die Show und argumentierte, Hass dadurch unwirksam zu machen, “indem den Betroffenen die Möglichkeit gegeben wird, auf die Kommentare zu reagieren”. Die YouTuber, die daran teilnehmen, wüssten zudem, was sie erwarte.
In einem YouTube-Video räumen die beiden Moderatoren nun ein: „Wir generieren damit nicht nur kritische Fragen, sondern auch sinnlose Beleidigungen“. Die Kritik an ihrem Format hätte die Zwillinge nicht kalt gelassen. Gemeinsam mit funk habe man über dessen Zukunft beraten, wobei auch eine Pausierung im Raum stand.
Abgesetzt wird das Format aber nicht. Der Fokus solle stattdessen künftig auf „knallharte inhaltliche Kritik“ liegen. Auf Beleidigungen, wie beim Interview mit dem YouTuber „Exsl95“, werde man in Zukunft verzichten.

Schon ein paar Tage zuvor veröffentlichten die YouTuber auf Twitter ein Statement: „Wir müssen zugeben, dass wir bei der Folge mit ‚Exsl95‘ einfach zu viele Fragen zuließen, die sich ausschließlich mit seiner Optik beschäftigten“, hieß es darin.

Anzeige