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Champions League-Rechte: Kartellamt ermittelt gegen Sky Deutschland und DAZN wegen Kooperation

Kooperation von Sky und DAZN wird nun durch das Kartellamt geprüft
Kooperation von Sky und DAZN wird nun durch das Kartellamt geprüft

Das Bundeskartellamt hat ein Verwaltungsverfahren gegen Sky Deutschland und die Perform Group eingeleitet, zu dem der Streamingdienst DAZN gehört. Konkret geht es um die Kooperation beider Unternehmen bei der Ausstrahlung der Champions League. Geprüft werde nun, ob die Zusammenarbeit den Wettbewerb aus Sicht der Verbraucher gefördert oder beschränkt hat.

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„Mit der laufenden Saison der Champions League hat sich für die Fernsehzuschauer in Deutschland einiges geändert. Sky und DAZN sind zwei der wichtigsten Anbieter von Premiumsport im Pay-TV”, wird Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, in der Pressemitteilung zitiert. Es werde nun untersucht, ob die Kooperation von Sky und dem Streamingdienst DAZN, der zur Perform Group gehört, “kartellrechtskonform” gewesen sei. Der Münchener Pay-TV-Sender hatte 2017 die Ausstrahlungsrechte für den Fußball-Wettbewerb Champions League bei der UEFA erworben. Diese gelten für sämtliche Spiele beginnend in der laufenden Saison bis 2021. Daraufhin hatte Sky die Rechte mit DAZN unter sich aufgeteilt, sodass seit Beginn der neuen Saison die Spiele lediglich bei diesen Anbietern abrufbar sind. Das ZDF hatte die Rechte bis zum Ende der Saison 2017/2018 inne, konnte sich im Wettstreit jedoch nicht gegen die Konkurrenz durchsetzen (MEEDIA berichtete).

“Wir untersuchen, wann und in welcher Form die Kooperation der beiden Unternehmen beschlossen wurde und ob die Zusammenarbeit den Wettbewerb im Interesse der Verbraucher gefördert oder beschränkt hat”, erläutert Mundt. Da Sky der führende Pay-TV-Anbieter in Deutschland sei, unterliegt er “unter Umständen besonderen kartellrechtlichen Beschränkungen bei der Kooperation mit Wettbewerbern”, heißt es in der Mitteilung. Denn die Vereinbarung von Sky und Perfom könne zur weiteren Absicherung der Marktposition des Senders beitragen, erklärt das Bundeskartellamt. Im frei empfangbaren Fernsehen sind derzeit keine Spiele der Champions League mehr zu sehen. Auch deshalb komme eine “durch die Kooperation bezweckte oder bewirkte Wettbewerbsbeschränkung in Betracht”.

Zunächst wird das Bundeskartellamt den Sachverhalt ermitteln. Dafür befragt es die betroffenen Unternehmen sowie Marktteilnehmer hinsichtlich des exakten Verlaufs der Ausschreibung der Ausstrahlungsrechte.

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tb

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Alle Kommentare

  1. “Wir untersuchen, wann und in welcher Form die Kooperation der beiden Unternehmen beschlossen wurde und ob die Zusammenarbeit den Wettbewerb im Interesse der Verbraucher gefördert oder beschränkt hat”

    Ein rätselhaftes Statement. Wie soll es denn den Wettbewerb *befördern* wenn sich die beiden Rechteinhaber die Ausstrahlung einzelner Spiele untereinander aufteilen? Durch Zauberei vielleicht??

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