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Gruner + Jahr verkauft vom Feinschmecker-Konkurrenztitel B-EAT um die 30.000 Exemplare

Jan Spielhagen den Titel “B-EAT”
Jan Spielhagen den Titel "B-EAT"

Das Jalag-Foodmagazin Der Feinschmecker hat Konkurrenz bekommen: Gruner + Jahr hat von der ersten Ausgabe seines im September gestarteten Gastro- und Restaurantführers B-EAT dürfte nach Verlagsangaben um die 30.000 Exemplare verkaufen. Damit liegt Beef-Macher Jan Spielhagen mit seinem Print-Neuling allerdings noch weit entfernt davon, richtig Geld mit dem Newcomer im Food-Segment zu verdienen.

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Der Anspruch von Jan Spielhagen ist groß. Als “neues kulinarisches und gastronomisches Leitmedium im deutschsprachigen Raum” will der Beef-Chefredakteur sein neues Gastronomie- und Restaurant-Magazin B-EAT im hart umkämpften Markt der Food-Zeitschriften positionieren. Um das Ziel zu erreichen, muss der Journalist wohl mit einer etwas längeren Wegstrecke kalkulieren. Denn die erste Ausgabe von B-EAT, die Anfang September an die Kioske ging, ist verhalten gestartet. So sind die Erwartungen von Gruner + Jahr nach den ersten Verkaufswochen eher gedämpft. „Da der Angebotszeitraum noch nicht zu Ende ist, gibt es noch keine validen Daten. Wir rechnen aber mit 30.000 Exemplaren plus x“, erklärt eine G+J-Sprecherin auf MEEDIA-Anfrage.

Damit würde Spielhagen aber noch weit entfernt von seinem Ziel liegen, mit dem Gastro-Magazin richtig Geldzu verdienen. Dies hatte er bei mehr 50.000 Exemplaren und rund 20 Anzeigenseiten in Aussicht gestellt. In der ersten Ausgabe war der Vermarktungserfolg jedoch mit neun verkauften Anzeigenseiten bei 172 Seiten Blattumfang noch relativ begrenzt, da viele Werbekunden den Titel blind buchen mussten. Inzwischen habe sich die Anzeigensituation verbessert, heißt es bei G+J. „Besonders zufrieden sind wir mit der sehr guten Entwicklung im Anzeigengeschäft, das in B-EAT-Ausgabe zwei deutlich über Erwartung liegt. Damit sind die Anzeigenziele für 2018 deutlich überschritten“, erklärt eine G+J-Sprecherin gegenüber MEEDIA. Sollte sich das Vermarktungsgeschäft weiter so gut halten, könnte der Verlag am Baumwall wohl schon bei rund 30.000 bis 40.000 verkauften Exemplaren mit dem Titel die Gewinnschwelle erreichen, meinen Branchenkenner. Denn B-EAT-Chefedakteur Spielhagen setzt größtenteils auf freie Autoren, um die Redaktionskosten überschaubar zu halten.

Dennoch ist das Print-Experiment gewagt. Wohl aus diesem Grund ist Gruner + Jahr bei der ersten Ausgabe mit einer Druckauflage von 100.000 Exemplaren vorsichtig an den Markt gegangen. Denn die Branche der Food-Titel ist hart umkämpft, vor allem im gehobenen Segment. Hier dominiert seit Jahren Der Feinschmecker aus dem Hamburger Jahreszeiten-Verlag das Marktgeschehen. Das traditionsreiche Magazin ist gut eingeführt und verzeichnet mit fast 73.000 verkauften Exemplaren eine doppelt so hohe Auflage wie der Newcomer vom Baumwall. Für 2018 sind von B-EAT insgesamt zwei Ausgaben geplant, ab kommendem Jahr soll die Frequenz auf sechs Ausgaben erhöht werden.

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B-EAT ist eines von mehreren Magazinen, das G+J als Teil einer Innovationsoffensive in diesem Jahr aufgelegt hat. Nach dem Männer-Lifestylemagazin JWD um den TV-Moderator Joko Winterscheidt, dem Gründertitel Die Höhle der Löwen folgt Ende Oktober noch Guido um den Modedesigner und „Shopping Queen“-Moderator Guido Maria Kretschmer. Hiervon verspricht sich das Medienunternehmen mit einer Startauflage von 250.000 Exemplaren viel.

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