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Richard Branson rät Tesla-Chef Elon Musk: Mehr schlafen, weniger twittern

Mehr denn je unter Druck: Tesla-CEO Elon Musk
Mehr denn je unter Druck: Tesla-CEO Elon Musk

Die Irrfahrt von Tesla-CEO Elon Musk beschäftigt immer mehr Prominente der Finanzwelt. Gegenüber CNBC äußerte sich nun auch Virgin-Gründer Richard Branson. Der zum Ritter geschlagene britische Seriengründer hat für den strauchelnden Tesla-Chef zwei konkrete Ratschläge: Mehr Schlaf zu bekommen und weniger zu twittern. Branson schließt sich damit Warren Buffett und Arianna Huffington an, die dem 47-jährigen Tesla-CEO bereits den gleichen Ratschlag gaben.

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Rat von einem Multimilliardär zum anderen: Auch Richard Branson mischt sich in die Debatte um Tesla-Chef Elon Musk ein. Dem Finanzsender CNBC verriet der 68-Jährige: “Ich glaube, er (Musk) müsste mehr die Kunst des Delegierens lernen. Er braucht mehr Zeit für sich selbst, für seine Familie und seine Gesundheit. Er eine ist eine wunderbar kreative Person, aber er sollte nicht so wenig Schlaf bekommen”, zeigte sich der Virgin-Gründer wie zuvor schon Arianna Huffington besorgt.

Branson gab Musk mit auf den Weg, er sollte “ein Team aus fantastischen Leuten um sich herum finden”. Branson spricht aus Erfahrung: Einer der Gründe, warum er “ein langes und vergnügliches Leben” geführt habe,  bestehe darin, “wunderbare Leute” gefunden zu haben, die seine diversen Unternehmen führen würden, während sich der zum Ritter geschlagene Brite nur noch mit den Schlüsselproblemen beschäftigen würde.

“Überlasse das Twittern lieber jemanden, der Spaß daran hat”

Der umtriebige Brite, der den ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama zu seinen engeren Freuden zählt, hatte noch einen weiteren Ratschlag für den zuletzt angeschlagenen Tesla-Chef: aufhören zu twittern. “Fühle dich nicht dazu genötigt, Tweets über andere (Groß-)Aktionäre abzugeben, überlasse das lieber jemanden, der Spaß daran hat. Er hat offenbar keinen Spaß daran, sollte die Segel streichen und sich auf die kreative Seite konzentrieren”, wiederholte Branson einen Ratschlag, den schon Warren Buffett formuliert hatte.

Musks unkontrollierte Twitterei war schließlich der Auslöser für die Turbulenzen der vergangenen Monate. Anfang August hatte der Tesla-Chef aus dem Nichts einen Tweet über Teslas Zukunft an der Börse gepostet. “Erwäge, Tesla zum Kurs von 420 Dollar von der Börse zu nehmen. Finanzierung gesichert”, twitterte Musk knapp.  Der Tweet des 47-Jährigen bewegte an der Wall Street schnell Milliarden Dollar.

Verhängnisvoller Tweet über vermeintlichen Börsenrückzug 

Wenig später wurde jedoch schnell klar, dass die Finanzierung für den Börsenrückzug keinesfalls gesichert sei, sondern Musk vielmehr seinem Wunschdenken auf dem 280-Zeichen-Dienst Ausdruck verliehen hatte. Die Folge: Schnell wieder fallende Kurse, lange Gesichter bei Aktionären und jede Menge Kritik am Vorgehen.

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Die US-Börsenaufsicht SEC warf Musk als Konsequenz vor, Anleger mit “falschen und irreführenden Informationen” getäuscht zu haben – und strengte eine Klage an. Im Falle eines mutmaßlich jahrelangen Prozesses hätte Musk eine lebenslange Sperre von CEO-Posten börsennotierter Unternehmen gedroht. Stattdessen einigte sich der gebürtige Südafrikaner am vergangenen Sonntag überraschend schnell außergerichtlich mit der SEC.

Nachtreten gegen die SEC

Musk erklärte sich bereit, vom Verwaltungsratsvorsitz des Elektroautobauers für mindestens drei Jahre zurückzutreten und zudem eine Strafe von 20 Millionen Dollar zu zahlen. Musk bleibt aber Tesla-CEO – und schien damit halbwegs glimpflich aus der Twitter-Affäre um den angekündigten Börsenrückzug davongekommen zu sein.

Doch die Angelegenheit scheint trotz der außergerichtlichen Einigung ihre Spuren beim extrovertierten Tesla-Chef hinterlassen zu haben. “Wollte nur (sagen – Wort fehlt, A.d.R.), dass die Leerverkäufer-Bereicherungs-Kommission großartige Arbeit leistet. Und der Namenswechsel bringt es so auf den Punkt”, twitterte Musk Ende vergangener Woche.  Der Tesla-CEO meint mit seiner Wortschöpfung, die Englisch “Shortseller Enrichment Commission” heißt, offenkundig die US-Börsensicht SEC, mit der Musk gerade aneinandergeraten ist.

Dass das Nachtreten an die Adresse der US-Börsenaufsicht in der aktuellen Situation alles andere als eine gute Idee war, war an der unmittelbaren Reaktion der Wall Street abzulesen. Bei 256 Dollar notiert die Tesla-Aktie aktuell nur wenige Prozent von den Jahrestiefstständen entfernt.

 

 

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