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“Scary time for men”: Sängerin bekämpft Trumps Populismus mit Poulismus

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Vor etwa einer Woche erklärte Donald Trump, es sei eine "gruselige Zeit für junge Männer", weil sie für Dinge schuldig erklärt werden können, die sie gar nicht getan haben – gemeint waren sexuelle Belästigung oder Übergriffe. Die Sängerin Lynzy Lab hat nun einen Song dagegen gesetzt, der die Absurdität dieser Aussage aufspießt – und dieselben Mittel nutzt wie der Präsident.

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Donald Trump kennt in Sachen Populismus offenbar keine Grenzen. Im Zuge des turbulenten Bestätigungsprozesses von Brett Kavanaugh am Surpreme Court hatte der US-Präsident geäußert, dass es eine “gruselige Zeit für junge Männer” sei. Ihnen drohe Verurteilung, ohne sich einer Sache schuldig gemacht zu haben, sagte Trump. Kavanaugh wurde im Rahmen seiner Nominierung sexueller Gewaltstraftaten beschuldigt. In dieser Woche wurde er vereidigt. Trumps Äußerung war ein Angriff auf die Metoo-Bewegung, in der sich Frauen verbal zur Wehr setzen.

Die Sängerin Lynzy Lab hat einen eigenen Weg gefunden, dem Präsidenten etwas entgegenzusetzen. Bei YouTube hat die Amerikanerin den Song “A Scary Time” veröffentlicht, eine Art Parodie-Song, der die Aussage Trumps aufspießt. Mit ihrem Lied will sie offenbar deutlich machen, dass Frauen von drohenden Gewalttaten durchaus eher betroffen sind als Männer. Dabei greift sie jene Mittel auf, die der US-Präsident selbst sehr gerne nutzt: Zuspitzung und Übertreibung.

In den Strophen singt Lab davon, sich nachts nur noch telefonierend ans Auto zu trauen, zuhause die Fenster geschlossen halten zu müssen, nach sieben Uhr abends keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr benutzen und in Clubs nicht mehr einfach nur tanzen zu können. Im Refrain heißt es dann unter anderem:

“Ja, es ist ganz sicher eine gruselige Zeit für Kerle.
Nicht mit einer Frau sprechen oder ihr in die Augen schauen zu können,
unsicher darüber, ob es Vergewaltigung oder einfach Nettigkeit ist.
Lästig, zwei mal nachdenken zu müssen”

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Ihren Song beendet Lab mit einem Aufruf zur Wahl am 6. November. Dann stehen in den USA Midterm Elections an, bei denen unter anderem das Repräsentantenhaus neu zusammengesetzt wird. Lab singt:

“Es ist sicher keine gruselige Zeit für Männer.
Sie hatten immer die Oberhand, sie hatten immer eine Wahl.
Für Frauen ist es an der Zeit, aufzustehen
Sprecht mit einer Stimme
Der Tag der Wahl ist der 6. November, also geht raus und macht auf euch aufmerksam”

Mit etwas mehr als 120.000 Klicks seit Veröffentlichung vor zwei Tagen ist das Video längst noch kein Viralhit, könnte durch die Unterstützung durch Medienberichte (u.a. berichteten bereits Time.com oder Now This über die Sängerin) bald aber einer werden.

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Alle Kommentare

  1. Wir müssen in der Burschen- und Männerdiskriminierung, also der systematischen Bekämpfung des bösen Geschlechts einfach stärker werden,
    Ausgangssperren, Kennzeichnungspflicht, öffentliche Kastrationen von mutmaßlichen Vergewaltigern, Augenausstechen bei falschen Blicken,, öffentliches Auspeitschen bei Nettigkeiten jeglicher Art, Meinungsäusserungsverbot für Männer und Burschen, Wahlrecht der Männer aberkennen uvm.;-(

    Welche Partei hat das schon in ihrem Programm?

    “Wir für Wally”.

  2. Für das Lied wäre sie in Deutschland von ihren links-“liberalen” Genoss_Innen und Diverse aber sowas von als “Nazi” verhauen worden.
    Hier behaupten schließlich nur solche, dass frau sich Nachts nicht mehr auf die Straße trauen oder den ÖPNV nutzen könne.
    Deokrokratiefeind_In, Spalter_In, Hetzer_In.

  3. Ja, ja: “Donald Trump kennt in Sachen Populismus offenbar keine Grenzen” – wo er es doch glatt wagt, einen Mann gegen unappetitlichsten, aberwitzigsten, nach Jahrzehnten hervorgezauberten Anschuldigungen zu verteidigen! Wie kann er nur, denn gemäss dem femifaschistischen #MetToo-Mob haben Frauen ja immer Recht und selbsterklärtes Opfertum ist Grundvoraussetzung, um in der linken Opfer-Parade mitzuspielen!

  4. .. ach ja, “Fenster geschlossen halten zu müssen, nach sieben Uhr abends keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr benutzen und in Clubs nicht mehr einfach nur tanzen zu können” hat auch ganz bestimmt nichts mit dem linken, unverantwortlichen Import testosteronstrotzender Chauvinisten zu tun: selbst die politisch-korrekt-geschönte Statistiken sprechen Bände, die Dunkelziffern ungleich mehr! Wenngleich sich mein Mitleid mit linken Opfern dieses von ihnen ja gewünschten Gewaltimports in äusserst überschaubaren Grenzen hält. Wenn diese Frau tatsächlich mehr Sicherheit für Frauen wünscht, muss sie Trump wählen!

      1. Brave, wohlerzogene, anständige und gute Mädchen halten Fenster geschlossen, benutzen nach 19 Uhr keine Öffis mehr und gehen sowieso nicht tanzen.
        Das war schon immer so.

    1. Ganz recht, das hat man ja in Charlottesville gesehen, wie sich die armen unbewaffneten Jüngelchens nur noch ins Auto retten konnten, um ihre Verfolgerinnen umzumähen.

      Und hierzulande müssen sich die testosteronarmen Schlägerbübchen neuerdings beim Nachhetzen in aller Öffentlichkeit zurückhalten und “Hase” nennen lassen.

      Und dann hat Merkel auch noch nichts als Gewalt importiert, gegen die man höchstens drei gegen einen mit Fahrradkette oder Quarzhandschuhen ankommt.

      Ganz harte Zeiten für Männer.

      (facepalm)

  5. Das ist typisch für Links: gegen A sein aber weil man gegen die Gruppe, die A mehrheitlich tut nichts sagen darf, haut man auf die eine andere Gruppe drauf, von denen auch einer abundzu A tut. Und je mehr A passiert, desto mehr wird auf diese Gruppe gehauen.

  6. Die “Demokraten” versuchen es aber auch mit allen miesen Methoden.
    Und Trump steht wie ein Fels in der Brandung.
    Der Mann ist einfach grass und die zeternden Demokraten eben doch nur weinerliche Pussys, die sich für nichts zu doof sind.

  7. Wer ein Problem hat sucht einen Schuldigen.

    Ist dies das Motto der modernen Frau unserer Zeit ? Viele Frauen scheinen Probleme zu haben, für die sie nun einen Schuldigen suchen.

    Vielleicht ist dies die Handlungsmaxime einer Frau schlechthin, und unsere momentane Zeit zeichnet sich lediglich dadurch aus, dies an die Oberfläche zu bringen.

    1. Kommt auf die Probleme an.

      Manchmal könnten auch Psychiater und Therapeuten bei krankhaften Angstzuständen helfen.

  8. Kein Viralhit, also muss Me(edia)dien nachhelfen. Misslungen. Und womit? Mit Recht!
    Redet doch mal über Asia Argento… Oder Jörg Kachelmann, lag alles nicht 36 Jahre zurück.

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