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Für 11,80 Euro pro Monat im ersten Jahr: FAZ führt das digitale Billig-Abo “F+” ein

FAZ-Chef Thomas Lindner kündigte die Digital-Flatrate bereits an
FAZ-Chef Thomas Lindner kündigte die Digital-Flatrate bereits an

Die FAZ hat ihre bereits angekündigte Digital-Flatrate "F+" gestartet. Für einen Monatspreis von zunächst 11,80 Euro ermöglicht das neue Abo den Zugriff auf alle digitalen Inhalte der FAZ hinter der Paywall. Der Verlag will damit vor allem junge Leser zu seinen Inhalten locken. Für die bestehenden FAZ-Abonennten der digitalen und gedruckten Zeitung wird sich zunächst nichts ändern.

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Geschäftsführer Thomas Lindner hat das neue Preismodell bereits im September angekündigt. Mit dem “F+”-Abo erhalten Leser Zugriff auf “exklusive und besondere Stücke” auf der Webseite, erklärt die FAZ. Die Artikel stammen sowohl aus der Print- und der Onlineredaktion der FAZ als auch zu gleichen Teilen aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, der Frankfurter Allgemeinen Woche und Frankfurter Allgemeine Quarterly. Bei Quarterly handelt es sich um ein quartalsweise erscheinendes Hochglanzmagazin, das ursprünglich als Gegenpart der Digitalisierung lanciert wurde.

Laut FAZ werden mit dem Abo mehr als 500 Beiträge im Monat freigeschaltet. Auf das E-Paper der Zeitung haben die Abonnenten damit aber keinen Zugriff. Die Paywall auf der Webseite dürfte in Zukunft jedoch deutlich ausgeweitet werden. Bislang hatten nur Bezieher des wesentlich teureren Zeitungs-Abos und “FAZ”-Plus-Angebots Zugriff auf die Inhalte.

Preislich setzt der Verlag auf eine niedrige Einstiegsschwelle: “F+” wird im ersten Jahr 11,80 Euro pro Monat kosten und ab dem zweiten Jahr auf 19,80 Euro pro Monat ansteigen. Der erste Monat ist für neue Leser gratis.

Nicht zu verwechseln ist die “F+”-Flatrate mit dem zuvor “FAZ Plus” genannten Angebot. Dieses umfasste die digitale Version der Zeitung und damit den Zugriff auf alle Inhalte von FAZ.net. Dieses Angebot nennt sich nun “FAZ Digital” und kostet mit 43,60 Euro monatlich etwas weniger als zuvor. Darüber hinaus bietet die FAZ in ihrem “Premium”-Abo weiterhin Zugriff auf das gedruckte Papier. Dafür verlangt das Unternehmen dann stolze 69,60 Euro im Monat. Beide Abos haben das “F+”-Angebot bereits integriert.

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Die neue Abonnements erleichtern dem Leser den Überblick über die Angebote. Das rein digitale “F+”-Abo soll zudem ein deutlich jüngeres, preissensibleres Publikum an die Inhalte heranführen. Auf dem Distribution Summit des VDZ in Hamburg im September plädierte FAZ-Chef Thomas Lindner bereits an die Verlage, “größere Markteintrittsbarrieren” für Kunden abzuschaffen.

(rt)

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Alle Kommentare

  1. Gute Entwicklung, die zeigt, daß die Altmedien immer noch nicht verstanden haben, weswegen ihnen die alten Kunden weglaufen und neue gar nicht erst kommen.

    Nicht mehr lange, dann ist für jeden neue geworbenen Leser ein Blowjob mit drin.
    Wird aber auch nicht helfen.

  2. Die FAZ war einmal DAS Schlachtschiff des seriösen Journalismus in Deutschland und gab konservativen Lesern eine Heimat. Mittlerweile? Reiht sie sich in die Riege der Systempresse ein. Für mich hat die Junge Freiheit den Platz der FAZ eingenommen.

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