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Erstes eigenes Hardware-Produkt: Facebook launcht Videotelefonie-Speaker Portal und Portal+

Videochats mit Facebook-Speakern: Neues Facebook-Lebensgefühl des Social Networks
Videochats mit Facebook-Speakern: Neues Facebook-Lebensgefühl des Social Networks © Facebook

Also doch: Auch Social Media-Pionier Facebook geht unter die Verbraucherelektonikhersteller. Der 14 Jahre alte US-Konzern kündigte in den USA den Launch von gleich zwei Videotelefonie-Speaker an, die Portal und Portal+ heißen und 199 bzw. 349 Dollar kosten. Das Echo in den sozialen Medien fällt allerdings denkbar schlecht aus: Marketing-Professor Scott Galloway erinnert daran, dass Facebook-Chef Mark Zuckerberg bekanntlich seine Videokamera am Laptop abgeklebt hat.

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Scott Galloway war bekanntlich nie um eine klare Meinung zu Facebook verlegen. “The Zuck, der die Kamera auf seinem Computer abklebt, will, dass wir eine Facebook-Kamera in unseren Wohnungen verwenden. Warum? Weil wir Vollidioten sind”, spielte der Bestseller-Autor (“The Four”) sarkastisch auf ein frühes Zuckerberg-Zitat und die Neigung des Facebook-Chefs an, seine Privatsphäre sehr wohl zu schützen.

Galloway ergänzt in einem zweiten Tweet, dass es Facebook nach der anhaltenden Datenschutzdebatte in diesem Fall ziemlich schwer haben dürfte, eine Videokamera anzupreisen, die Wohnzimmer von Facebook-Nutzern erlebbar macht wie eine Babycam.

Doch genau das bietet der sechstwertvollste Konzern der Welt nun mit Portal und Portal+ an. Facebook hat heute in den USA zwei Videotelefonie-Geräte vorgestellt, mit denen der Social Media-Pionier in den umkämpften Markt für smarte Speaker vorstößt, in dem Amazon mit seinem Echo und Google mit der Smart Display Plattform bereits sehr präsent sind.

Für nicht gerade billige 199 Dollar bietet Facebook ab November auf dem Heimatmarkt (Deutschlandstart unklar) das Einstiegsmodell Portal an, das mit einem 10 Zoll Display, einer Auflösung von 1280 x 800 Pixeln und einer 12 Megapixelkamera daherkommt. Wer Chats in Full HD mit einem 15 Zoll großen Display bevorzugt, muss für die Maxi-Variante Portal+ beachtliche 349 Dollar berappen.

Zu punkten versucht Facebook gegenüber der Konkurrenz von Amazon und Google einerseits mit dem direkten Zugang zu den Kontakten aus dem Messenger, mit denen sofort ein Videochat begonnen werden kann, zum anderen aber weiteren Features.

So zoomt die Kamera bei Facebooks smarten Speakern, in die Amazons Sprachassistentin Alexa integriert ist, im Raum umher und erfasst auch neue Personen, die den Raum betreten – Chat-Teilnehmer müssen also anders als bei bisherigen Video-Speakern nicht mehr direkt vor dem Display sitzen.

Bei Facebook-Chef Mark Zuckerberg spielt Portal – wenig überraschend – bereits eine große Rolle zu Hause: seine Töchter chatten über die neuen Videotelefonie-Geräte täglich mit ihren Großeltern, berichtet der stolze Vater in einem Facebook-Post.

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Im Social Web kamen dagegen schnell dystopische Fantasien auf. Die Vorstellung, nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica und dem jüngsten Hack die eigene Privatsphäre noch weiter für das weltgrößte Social Network zu öffnen, lässt viele Twitter-Nutzer erschaudern.

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