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“Trendmonitor 2018”: Deutsche wollen mehr Geld für Medien ausgeben – aber nicht für Magazine und Zeitungen

Die Deutschen ziehen gedruckte Bücher noch immer E-Books vor
Die Deutschen ziehen gedruckte Bücher noch immer E-Books vor

Neun von zehn Deutschen geben im Alltag regelmäßig Geld für Medienprodukte aus, ergab eine Studie von Nordlight Research. Dabei stehen klassische Angebote wie Bücher (46%) und Zeitschriften (31%) weiter hoch im Kurs. Die gute Nachricht: Die Mehrheit will in Zukunft für Medienprodukte tiefer in die Tasche greifen. Die schlechte für Verlage: Magazine und Zeitungen gehören laut der Umfrage nicht dazu.

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Das zeigt der “Trendmonitor Deutschland” des Marktforschungsinstituts Nordlight Research zum Schwerpunktthema “Medienkonsum in Deutschland 2018”. Demnach sind 68 Prozent der Deutschen bereit, für Medienprodukte mehr Geld auszugeben, 60 Prozent geben gleichzeitig bei anderen Medienarten an, weniger investieren zu wollen. Das macht ein Plus von netto acht Prozent – eine gute Prognose für die Medienbranche.

Profitieren können davon insbesondere digitale Angebote. Aber auch traditionelle Produkte wie Bücher wollen die Deutschen in Zukunft mehr kaufen – 19 Prozent geben das an, 10 Prozent wollen weniger investieren. Bei Musik- (+1%) und Video-Streamingdiensten (+5%) sowie bei eBooks (+8%) zeigt der Trend ebenfalls nach oben. Weniger Geld ausgeben wollen die Deutschen laut Studie dagegen für gedruckte Zeitschriften (-2%), CDs (-3%), PayTV (-1%) und Zeitungen (-1%).

Die Studie zeigt damit: Zwar sind neue Medien begehrt, von einem Abgesang der traditionellen Medien sind die Deutschen aber trotzdem noch weit entfernt. Dazu zählen auch die Jungen: Schaut man sich lediglich die 16- bis 29 Jährigen an, wollen immerhin 22 Prozent beispielsweise mehr Geld für Bücher ausgeben als bisher, lediglich zehn Prozent weniger. Jeder vierte Deutsche gibt zudem an, Zeitungen noch immer regelmäßig zu lesen.

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Digitale Medienangebote von eigentlich kommerziellen Anbietern fristen dagegen ein Nischendasein. Laut dem Trendmonitor lesen nur sechs Prozent der Deutschen digitale Zeitungen oder Magazine. Auch für kostenpflichtige Premium-Artikel und Testberichte zahlen nur sechs Prozent der Bundesbürger.

Generell ist der Medienkonsum der Deutschen laut der Studie gewaltig: zwei Drittel (68%) schauen täglich mindestens zwei Stunden Fernsehen oder Videos, ein Viertel sogar mehr als vier Stunden. Im Internet surfen 29 Prozent der Befragten täglich zwei und mehr Stunden.

Der Trendmonitor des Nodlight-Instituts hat über 1.000 Bundesbürger ab 16 Jahren in Deutschland befragt. Er untersucht regelmäßig das Interesse, Nutzungsverhalten und die Kaufbereitschaft der Verbraucher.

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