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Neuer Ärger für Elon Musk: US-Börsenaufsicht SEC erhebt Anklage gegen Tesla-Chef

Unter Dauerdruck: Tesla-CEO Elon Musk
Unter Dauerdruck: Tesla-CEO Elon Musk

Ein paar Wochen herrschte Ruhe, nun holt Elon Musk die jüngere Vergangenheit ein. Der Tesla-Chef, der im August mit seiner Ankündigung, den Elektroautopionier von der Börse nehmen zu wollen, für Kurskapriolen an der Börse gesorgt hatte, muss sich nun mit einer Anklage der SEC auseinandersetzen. Die US-Börsenaufsicht klagte den Tesla-Chef wegen Betrugs an. Die Reaktion auf den neuen juristischen Nebenschauplatz folgte umgehend: Die Tesla-Aktie brach nachbörslich um mehr als 10 Prozent ein.

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Es waren nur acht Worte und eine Zahl. “Erwäge, Tesla zum Kurs von 420 Dollar von der Börse zu nehmen. Finanzierung gesichert”, twitterte Musk am 7. August mitten am Handelstag höchst überraschend.

Der Tweet des 47-Jährigen bewegte an der Wall Street Milliarden Dollar – die Tesla-Aktie schoss bei 387 Dollar auf neue Allzeithochs. Wenig später wurde jedoch schnell klar, dass die Finanzierung für den Börsenrückzug keinesfalls gesichert sei, sondern Musk vielmehr seinem Wunschdenken auf dem 280-Zeichen-Dienst Ausdruck verliehen hatte. Die Folge: Schnell wieder fallende Kurse, lange Gesichter bei Aktionären und jede Menge Kritik am Vorgehen.

SEC klagt Elon Musk wegen Anlegerbetrugs an

Das juristische Nachspiel für Elon Musk folgt nun obendrein sieben Wochen später: Die US-Börsenaufsicht SEC hat heute nach Handelsschluss Anklage wegen Betrugs gegen den Tesla-CEO (nicht aber gegen das gesamte Unternehmen) wegen des denkwürdigen Tweets erhoben.

So wirft die SEC Musk vor, Anleger mit “falschen und irreführenden Informationen” getäuscht zu haben. Der Tesla-CEO musste sein Vorhaben auf Druck des Aufsichtsrats ohnehin schnell wieder verwerfen und zog die Pläne zum Börsenrückzug zweieinhalb Wochen später wieder zurück.

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Turbulenter August

Die Börsenrückzugsposse war nicht Musks einzige Turbulenz der vergangenen Wochen. Der gebürtige Südafrikaner gab der New York Times im August eines der erstaunlichsten Interviews des Jahres, in dem der 47-Jährige eine bemerkenswerte Beichte ablegte.

Er arbeite zuletzt bis zu 120 Stunden pro Woche, schlafe manchmal im Büro und habe die Fabrik mitunter drei bis vier Tage nicht verlassen, erklärte der Gründer und Chef von Tesla, Space X und Solar City. Musk gestand zudem akuten Schlafmangel ein und erklärte, er nehme manchmal das in den USA verbreitete Schlafmittel Ambien ein. “Es ist eine Wahl zwischen Ambien oder keinem Schlaf”, gestand Musk.

Tesla-Aktie verliert nachbörslich 10 Prozent

Vor drei Wochen sorgte der Seriengründer im Podcast des Comedian Joe Rogan für neue Kontroversen. Musk ließ sich vor laufender Kamera zum Rauchen eines Joints anstiften und spülte wenig später mit Whiskey nach – Analysten reagierten entsetzt.

Das gilt nun auch erneut für Anleger: Die Tesla-Aktie, die sich in den vergangenen Wochen wieder gefangen hatte, erlitt nach Handelsschluss im Zuge der SEC-Ermittlungen einen neuerlichen Kurssturz um 11 Prozent auf 275 Dollar.

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