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„Kein Protz, sondern nachhaltige Eleganz”: G+J-Chefin Julia Jäkel zeigt Pläne für neues Konzerngebäude

Verlagschefin Julia Jäkel, neue G+J-Heimat in der Hafencity: mit “Smart Working” in die Medienzukunft
Verlagschefin Julia Jäkel, neue G+J-Heimat in der Hafencity: mit "Smart Working" in die Medienzukunft

Seit den 1990er-Jahren war der Hamburger Baumwall Standort des Medienkonzerns Gruner + Jahr. Damit ist bald Schluss. Das Unternehmen zieht 2021 an den Lohseplatz in der Hafencity. Heute stellte G+J-Chefin Julia Jäkel die Pläne für den Megabau vor, der sich in unmittelbarer Nähe zum Spiegel-Haus an der Ericusspitze befindet. Auf deutlich kleinerer Fläche sollen unverändert 2000 G+J-Mitarbeiter Platz finden. Was aus dem alten Gebäude wird, ist indes unklar.

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Es wirkt wie ein großer Ozeanriesen, der am Hamburger Hafen angedockt hat: das Firmengebäude von Gruner + Jahr am Baumwall ist mit Zinkblech verkleidet, eingearbeitet sind Relinge und Bullaugen. Sie sollen die maritime Anmutung verstärken. Jahrelang war das Prestigegebäude Sitz von Gruner + Jahr, in dem Titel wie stern, Geo und Brigitte erscheinen.

Jetzt endet diese Ära: Gruner + Jahr verlagert seinen Sitz an das Quartier am Lohsepark, das auf dem frei gewordenen Bahngelände „Hannoverscher Bahnhof“ entstehen soll. Damit rückt das Unternehmen an das Hamburger Nachrichtenmagazin Spiegel heran, das an der benachbarten Ericusspitze residiert. Laut Geschäftsführerin Julia Jäkel soll die neue G+J-Firmenzentrale „keinen Protz, sondern nachhaltige Eleganz“ ausstrahlen. Vor allem die Mitarbeiter sollen sich wohlfühlen, um kreativ und innovativ zu sein. Dennoch muss die Belegschaft mit weniger Platz auskommen. So stehen den rund 2000 G+J-Mitarbeitern lediglich 44.000 qm Bruttogeschossfläche zur Verfügung. Am Baumwall waren es 70.000 qm. Gerüchte, wonach nicht alle Mitarbeiter in das neue Gebäude einziehen sollen, erteilt Jäkel eine klare Absage.

Mit dem Neubau rüstet sich der Verlag für die digitale Offensive des Medienhauses in den nächsten Jahren. „Unsere Art des Arbeitens hat sich verändert – viele neue Produkte und Geschäfte entstehen redaktionsübergreifend, in immer wieder neuen Teamstrukturen“, sagt Jäkel. G+J brauche deshalb ein Haus, das „mit unseren Veränderungen mithalten kann.“ Der Baubeginn ist für 2019 geplant, zwei Jahre später soll das Gebäude bezugsfähig sein.

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Optisch auffällig: Der Neubau ist weniger prunkvoll als der bisherige Standort am Baumwall. Er wirkt von außen funktional und streng, innen ähnelt der Entwurf des Londoner Architektenbüros Caruso St. John stark an das neue Spiegel-Haus mit seinem offenen Atrium, das von Brücken durchzogen ist. Zum Areal gehören auch 200 Wohnungen, die zur Hälfte öffentlich gefördert werden.

Was aus dem alten G+J-Standort wird, ist hingegen unklar. Hamburgs Oberbaudirektor Franz-Josef Höing ließ durchblicken, dass das traditionsreiche Verlagshaus erhalten bleiben soll. „Das Haus ist Teil dieser Stadt“, so Höing. Die Stadt hatte das Büroareal von der Bertelsmann-Verlagstochter erworben. Seither kursieren Gerüchte, dass die markante Immobilie für universitäre Zwecke genutzt werden soll.

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Alle Kommentare

  1. “Nachhaltige Eleganz” – jetzt bitte mal lange und laut lachen. Der gleiche tödlich langweilige Ödklumpen wie überall. Als hätte eine Seuche die gesamte Architektenschaft dahingerafft. Oder jedenfalls ihre Hirne.

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