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Nutzwert-Serie “Vertical Review”: Was Sie für eine gute Story bei Instagram und Snapchat beachten sollten

Gemeinsam mit weiteren Autoren gibt Regina Lechner in der MEEDIA-Nutzwert-Serie “Vertical Review” Tipps rund um mobile Hochkantformate
Gemeinsam mit weiteren Autoren gibt Regina Lechner in der MEEDIA-Nutzwert-Serie "Vertical Review" Tipps rund um mobile Hochkantformate

Viele Journalisten nutzen die Story-Funktion bereits privat – sie als journalistisches Format zu verwenden, stellt oft aber eine Herausforderung dar. Dabei gelten zahlreiche handwerkliche Basics, die sich aus anderen medialen Darstellungsformen ableiten lassen genauso für Instagram Storys. Wenn Sie diese zusammen mit einigen Eigenheiten der Storys beachten, wird eine runde Sache daraus.

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Von Regina Lechner

Im Vorfeld ist es hilfreich, den Aufbau der Story so gut wie möglich zu planen. Für Storys eignen sich Themen, die sich mit guten Bildern erzählen lassen. Es mag selbstverständlich klingen, aber auch Storys brauchen einen knackigen Einstieg, eine unterhaltsame Dramaturgie und einen Schluss.

Schon beim ersten Snap sollte klar sein, worum es geht, oder er sollte zumindest so spannend sein, dass die Follower sie nicht sofort wegklicken. Denn die Absprungrate ist in der Regel beim ersten Snap am höchsten.

Viele Follower klicken direkt weiter, wenn sie im Balken oben, der die Gesamtlänge anzeigt, unzählige kleine Pünktchen sehen. Ein guter Richtwert sind 15-20 Snaps. Versuchen Sie also lieber, sich kurz zu halten  anstatt alle Aspekte eines Themas erzählen zu wollen. Gelegentliche kürzere Storys zwischendurch mit etwa fünf bis zehn Snaps sind außerdem ein gutes Mittel, um bei den Followern präsent zu bleiben.

Achten Sie auf abwechslungsreiche Gestaltung

Wechseln Sie Motive ab. “Talking Heads”, also Nahaufnahmen von Reportern oder von Interviewpartnern, die direkt in die Kamera sprechen, sollten nicht öfter als zwei bis drei Mal hintereinander vorkommen.

Instagram und Snapchat bieten Ihnen eine große Palette an Tools zur Gestaltung von Storys: Sie können Fotos mit Boomerangs und Videos variieren und Gestaltungselemente wie Ortsmarken, Frage-Tool, Gifs und Emojis einbauen. Aber: Nicht übertreiben! Wählen Sie zum Beispiel eine einheitliche Schriftart und -farbe für die gesamte Story und packen Sie nicht zu viele Elemente auf einzelne Snaps. Jedes Element sollte dramaturgisch auch wirklich sinnvoll an der Stelle sein.

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Storys müssen auch ohne Ton funktionieren

40 Prozent der User schauen Storys ohne Ton, zum Beispiel unterwegs oder im Büro. Der Inhalt der Story muss aber trotzdem verständlich sein. Arbeiten sie deshalb mit Untertiteln, also kurzen Sätzen oder Schlagwörtern, die das Gesagte zusammenfassen.

Rufen Sie zur Interaktion auf!

Binden Sie die Community ein! Dazu hat Instagram in letzter Zeit einige einfache Möglichkeiten eingeführt: im Sticker-Menü finden Sie die Umfrage-Funktion, das Frage-Tool und den Emoji-Slider. Sie können natürlich auch direkt in der Story dazu aufrufen, Ihnen eine Nachricht zu schreiben. Während die Story online ist, sollten sie oder jemand aus Ihrem Team dann aber auch die Nachrichten beantworten.

Posten sie ein oder mehrere Fotos in den Instagram-Feed, um auf Ihre Story hinzuweisen. Mit einem Trick können Sie auch direkt auf eine Story verlinken: Erstellen Sie ein Highlight der Story. Rechts unten, unter “Mehr”, findet sich die Möglichkeit einen Highlight-Link zu kopieren. Als Highlight ist die Story länger als 24 Stunden abrufbar und so ist es auch sinnvoll, den Link auf anderen Plattformen zu teilen.

Regina Lechner ist Social-Media-Redakteurin und Moderatorin bei Radio Fritz, hat den Story-Kanal “hochkant” von funk betreut und das  Online-Magazin neukoellner.net, das 2015 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet wurde, mitgegründet. Gemeinsam mit Florian Prokop, Mark Heywinkel und Bianca Myr gibt sie in der MEEDIA-Nutzwert-Serie “Vertical Review” Tipps rund um mobile Hochkantformate wie Instagram und Snapchat.

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Alle Kommentare

  1. Aha. Animateure also. Club Mediterranee hat ausgedient.

    Jetzt ist der Couch-Potato-Universum-Bewohner die Zielgruppe.

    Das ist kein Journalismus, sondern geplanter Lebenszeit-Diebstahl.

    Organisiertes Verbrechen.

    Wie lange wird es dauern, bis die Bürger das begreifen? Aber, keine Panik, auch die Opiumhöhlen florierten einige Zeit, bis sie verboten wurden.

    Von – den möglichst bebilderten – Magazinen der Nachkriegszeit bis heute war ein langer Weg. Die heutige Konsumentenschaft ist die gleiche wie damals, nur sind es jetzt mehr.

    Journalismus als Kaufkraftabschöpfungsparasit.
    In Deutschland gibt es für eine Sparte davon sogar einen Namen: GEZ.
    Sogar von der Politik angeordnet. Davon kann ein Verleger nur träumen.

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