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"Logische Konsequenz": Post will Preise für Presseversand wegen rückläufiger Vertriebsmengen "deutlich erhöhen"

Will kommendes Jahr Presseverlage mehr zur Kasse bitten: Post-CEO Frank Appel

Reaktion auf den digitalen Wandel: Die Deutsche Post ist bemüht, ihre Brief- und Paketsparte umzustrukturieren. In diesem Zuge könnte sie bald deutlich mehr Geld für den Versand von Presseprodukten verlangen – und Verlage empfindlich treffen, meldet das Handelsblatt. Zurückzuführen ist dies auch auf den Verlust des Großkunden ADAC, der die Einstellung seiner Motorwelt als Abo-Heft angekündigt hat.

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Wie zuletzt die WirtschaftsWoche berichtet hatte, kostet der Strategiewechsel im Vertrieb des ADAC die Post rund 50 Millionen Euro. Hinzu kommen im Presseversand Verluste aus dem Vorjahr, die das Handelsblatt auf rund 15 Millionen Euro beziffert.
Um diese Verluste aufzufangen, will die Post nun die Preise für ihre Dienstleistungen anheben. Treffen wird das die ohnehin unter hohen Vertriebskosten leidende Verlagsbranche. „Im Presseversand müssen wir nächstes Jahr deutlich die Preise erhöhen“, zitiert das Handelsblatt Post-Vertriebschef Martin Linde. „Das ist nur die logische Konsequenz“, ergänzt Post-Vorstand Frank Appel im Interview mit derselben Zeitung. „Wenn es rückläufige Mengen gibt, fällt man automatisch in eine schlechtere Kostenstruktur.“
Dabei erkenne er die „Gratwanderung“, auf sinkende Nachfrage mit höheren Kosten zu reagieren. Appel sagt aber auch: „Das Verschwinden von Zeitungstiteln liegt aber kaum daran, dass wir unser Porto erhöhen. Denn das ist sicherlich nur ein geringer Bestandteil der Kosten.“
 

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