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Sky wird versteigert: Auktion entscheidet die Übernahmeschlacht zwischen Murdoch und Comcast

Medienmogul Rupert Murdoch muss seine Sky-Anteile verkaufen
Medienmogul Rupert Murdoch muss seine Sky-Anteile verkaufen

Die Übernahmeschlacht um das britische Medien- und Telekommunikationsunternehmen Sky zwischen dem Murdoch-Konzern 21st Century Fox und US-Kabelkonzern Comcast soll per Auktion entschieden werden. Das teilte die britische Übernahmekommission am Donnerstag mit. Demnach soll der Bieterwettbewerb am 21. September um 18 Uhr (MESZ) beginnen und am darauffolgenden Abend enden, maximal drei Runden sind vorgesehen.

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Bislang hat noch keine der beiden Seiten ihr finales Angebot abgegeben. Fox bot zuletzt 24,5 Milliarden Britische Pfund (rund 27,7 Milliarden Euro), wurde aber von Comcast überboten, das umgerechnet 29,3 Milliarden Euro zahlen will.

Der Murdoch-Konzern Fox hält bereits 39 Prozent an Sky und will auch den Rest kaufen. Die Wettbewerbshüter taten sich zunächst schwer, einer Übernahme durch Fox zuzustimmen, deshalb hing der Bieterwettbewerb monatelang in der Schwebe. Die Aufseher fürchteten, dass der Murdoch-Clan durch den Zukauf zu viel Einfluss auf die Medienlandschaft in Großbritannien bekommen könnte. Deshalb soll Sky News nun ausgegliedert werden.Das Misstrauen gegen den 87 Jahre alten Medienmogul Rupert Murdoch sitzt in Großbritannien spätestens seit dem Abhörskandal um die 2011 eingestellte Wochenzeitung News of the World tief. Jahrelang hatten Murdochs Journalisten Handygespräche von Verbrechensopfern und Prominenten abgehört und Polizisten bestochen.

Murdoch gehören bereits die auflagenstärkste Zeitung des Landes, das Boulevardblatt The Sun, sowie die seriöse Times und die gleichnamigen Sonntagszeitungen. Die Briten fürchten nicht nur den Einfluss auf die öffentliche Meinung, sondern auch auf die Politik.

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