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Positive Resonanz auf Print-Premiere zu “Die Höhle der Löwen”: G+J kann mehr als 120.000 Exemplare absetzen

Capital-Chefredakteur Horst von Buttlar: Zufrieden mit der Erstausgabe des Print-Magazins zu “Die Höhle der Löwen”
Capital-Chefredakteur Horst von Buttlar: Zufrieden mit der Erstausgabe des Print-Magazins zu "Die Höhle der Löwen"

Mehr als 120.000 Exemplare hat Gruner + Jahr von seinem neuen Gründermagazin "Die Höhle der Löwen" abgesetzt. Darin ist aber eine gehörige Anzahl von Exemplaren für Marketingzwecke enthalten. In Branchenkreisen geht man davon aus, dass von dem Print-Neuling tatsächlich weniger als 100.000 Exemplare hart verkauft wurden. Trotzdem dürfte sich die erste Ausgabe des Gründer-Magazins für den Verlag rechnen.

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„Smart Sleep“ – ein Cocktail aus Vitaminen, Mineralstoffen und Kreatin, der Menschen das Einschlafen erleichtern solle – damit hat Schlafforscher Markus Dvorak den teuersten Deal in der Vox-Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ eingetütet. Rund 1,5 Millionen Euro zahlen das “DHDL”-Duo Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel für einen Drittel der Unternehmensanteile. Dabei hatte der Inhaber ursprünglich nur 250.000 Euro für zehn Prozent seiner Firma verlangt.

Immer größer werden die Deals, immer mehr wächst das Interesse der Zuschauer. Rund 15 Prozent Marktanteil erreichte die Gründershow am gestrigen Dienstag bei den 14- bis 59-Jährigen. Die große Resonanz auf die neue Staffel scheint auf den Absatz des gleichnamigen Magazins abzufärben, das der Hamburger Verlag Gruner + Jahr seit Anfang September verlegt. Mehr als 120.000 Exemplare habe das Medienhaus Magazin abgesetzt, heißt es. „Es ist zu früh für eine endgültige Bilanz, aber diese Zahl freut uns sehr“, sagt Capital-Chefredakteur Horst von Buttlar. Er hatte die Zeitschrift mit einem Team aus Capital- und Business-Punk-Redakteuren in Berlin entwickelt. „Unser Konzept eines neuartigen Gründer-Magazins, das ganz neue Zielgruppen anspricht, scheint bei den Lesern und den Fans der Sendung anzukommen“, ergänzt von Buttlar. Verantwortlich für den Verkaufserfolg seien aber auch „innovative Vertriebswege“ gewesen, heißt es. So habe die G+J-Vertriebstochter dpv das Heft auf Verkaufsinseln platziert, die ausschließlich Merchandising-Produkte rund um die “DHDL”-Show enthalten.

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Bei den 120.000 abgesetzten DHDL-Exemplaren spricht Gruner + Jahr ganz bewusst von „absetzen“ und nicht von verkaufen. Aus gutem Grund: Ein Teil der Auflage ist nach MEEDIA-Informationen für Marketingzwecke eingesetzt worden. In Branchenkreisen wird davon ausgegangen, dass sich die wirklich hart verkaufte Auflage wohl deutlich unter 100.000 Exemplaren bewegt. Dass wäre für G+J-Produktchef Stefan Schäfer freilich immer noch ein Erfolg, den man aber relativieren muss. Denn der Copypreis war mit 3,90 Euro relativ niedrig angesetzt. Als nicht ganz einfach erwies sich zudem die Vermarktung des ersten Ausgabe. Knapp sechs Anzeigenseiten zählt das Magazin bei insgesamt 116 Seiten. Das ist für eine Erstausgabe kein überzeugendes Ergebnis, zumal die Vox-Sendung ein Zuschauermagnet ist. Zudem verfügen Gruner + Jahr und die RTL-Gruppe mit der 2016 gegründeten Ad Alliance über eine große Vermarktungseinheit, die personell gut aufgestellt ist.

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