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Wall Street-Veteran: Tesla-CEO Elon Musk sollte sich krankschreiben lassen

Tesla-Chef Elon Musk
Tesla-Chef Elon Musk

Elon Musks selbstzerstörerisches Verhalten alarmiert die Wall Street. Praktisch im Wochenrhythmus präsentiert sich der 47-Jährige als Enfant terrible der Techbranche. Mal klagt der Tesla-Chef in einer Interview-Beichte über Burnout, mal twittert er sich um Kopf und Kragen, mal raucht er provokant einen Joint im Podcast. Nach Einschätzung von CNBC-Markkommentator James Cramer ist Musk in der aktuellen Verfassung zu einer Belastung für Tesla geworden und sollte sich daher eine Auszeit nehmen.

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Es ist die Aufstieg-und-Fall-Story des Tech-Jahres 2018: Elon Musks bizarre Eskapaden in den vergangenen Monaten. Wie kann sich der hochgelobte Seriengründer, dem in den vergangenen zwei Dekaden soviel gelungen ist, nur so öffentlich gehen lassen, fragen sich immer mehr Marktbeobachter.

Jüngster Aufreger: Der Joint-Podcast mit Comedian Joe Rogan vergangene Woche. “Vielleicht ist das nicht so gut für die Aktie”, merkte Rogan noch an, doch dem Tesla-Chef schien es relativ egal zu sein. Legal oder nicht: Was in den für Tesla-Aktionäre so turbulenten letzten Wochen zählt, ist das Bild, das Musk abgibt – und das könnte selbstzerstörerischer kaum sein.

 

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Die Wirkung hätte an der Wall Street verheerender kaum sein können. “Top-Manager verlassen Tesla, er hat wenig Ersatz, es gibt keinen Nachfolgeplan. Er ist extrem beschäftigt, hat dann aber doch die Zeit für einen Podcast, der zweieinhalb Stunden dauert, in dem er kifft und Whiskey trinkt. Nebenbei hat er massig Deadlines verpasst”, kann Vermögensverwalterin Nancy Tengler von Heartland Financial Musks Irrfahrt kaum fassen.

Auch Wall Street-Veteran James Cramer ging mit Elon Musk nach seinem bizarren Marihuana-Auftritt hart ins Gericht. “Das ist das Verhalten eines Mannes, der kein börsennotiertes Unternehmen leiten sollte”, hält der legendäre Marktkommentator Musk aktuell nicht für die CEO-Rolle bei Tesla geeignet.

“Ich mache mir Sorgen um Elon Musk”
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Wenig überraschend legte der Gründer der Finanzwebseite TheStreet.com gestern noch einmal nach. “Ich mache mir Sorgen um Elon Musk”, erklärte der Marktkommentator bei CNBC. Cramer legte Musk nahe, sich krankschreiben zu lassen, um sich zu sortieren.

“Eine Krankschreibung ist keine Schande”, erklärte Cramer und spekulierte, der Aufsichtsrat könnte Musk auch selbst kurzfristig beurlauben. “Ein gesunder Elon Musk wäre etwas, was die Aktie wieder nach oben bringt”, sieht der frühere Hedgefondsmanager Handlungsbedarf.

Nomura: “Tesla ist uninvestierbar geworden”

Nach Einschätzung der japanischen Investmentbank Normura dürfte eine Auszeit kaum mehr reichen, um den Elektroautopionier wieder auf Kurs zu kriegen. Die Tesla-Aktie sei gegenwärtig unter Musks Führung “uninvestierbar” geworden, stellte Analyst Romit Shah gestern in einer Kurzstudie fest.

“Teslas Problem ist das sprunghafte Verhalten von CEO Elon Musk. Im zweiten Quartal wurde der Wandel sichtbar. Wir machen uns Sorgen, dass sein Verhalten die Marke beschädigen könnte, was für den Unternehmenswert das wichtigste ist”, merkte Shah an und reduzierte das Kursziel von 400 auf 300 Dollar. An der Wall Street gab die Tesla-Aktie gestern erneut leicht nach und notiert nun bei 279 Dollar.

 

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