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“Willkommene Abwechslungen unseres monotonen Alltags!” Der Postillon kämpft mit Online-Petition für Erhalt der Zeitumstellung

Der Postillon kämpft für die Zeitumstellung
Der Postillon kämpft für die Zeitumstellung

Nachdem sich bei einer Umfrage eine große Mehrheit für ein Ende der Zeitumstellung zwischen Sommer- und Winterzeit ausgesprochen hat, will die Europäische Kommission dies in die Tat umsetzen. Dagegen wehrt sich nun die Satire-Seite Der Postillon mit einer Online-Petition. "Europäer brauchen Traditionen und Rituale", heißt es im Petitions-Text. Außerdem komme die Mehrzahl der Umfrageteilnehmer "aus einem chronisch miesgelaunten, besserwisserischen Land".

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Tatsächlich stammen von rund vier Millionen Umfrageteilnehmern rund drei Millionen aus Deutschland. “Die offiziell unzufriedenste Nation der Welt und aller Zeiten”, wie der Postillon schreibt: “Sollte die Europäische Kommission nun tatsächlich die Abschaffung der Zeitumstellung beschließen, würden es wieder einmal die Deutschen sein, die den Europäern ihren Willen aufdrücken. Das ging in der Geschichte Europas schon mehrmals gründlich daneben.”

Außerdem raube die EU mit einer Abschaffung der Zeitumstellung der Bevölkerung ein beliebtes Gesprächsthema: “Ob an Stammtischen, in Internetforen oder im Plausch mit dem Nachbarn – wir Europäer brauchen Themen, über die wir uns genüsslich aufregen können. Fällt die Zeitumstellung weg, gibt es nicht mehr viel, das regelmäßig seit so vielen Jahren Menschen jeglichen Alters, Geschlechts, Hautfarbe, Religion und sexueller Ausrichtung im Gespräch vereint. Es bliebe nur noch das Wetter.”

Ein wenig Eigennutz ist bei den Satirikern dann aber auch dabei: “Für die europäische Humor- und Satireindustrie (die immerhin 0,00027 Prozent des Europäischen BIP ausmacht) fiele mit der Abschaffung der Zeitumstellung zweimal im Jahr ein wichtiges Themengebiet weg. Zahlreiche Witze können künftig nicht mehr gebracht werden oder verstauben auf ewig im Archiv.”

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Die Petition wurde auf Change.org eingereicht und richtet sich an die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Der Erfolg ist freilich bis dato noch überschaubar. 246 Nutzer haben bisher unterzeichnet. Es schaut nicht gut aus, für die Freunde der Zeitumstellung.

 

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Alle Kommentare

  1. Jetzt, wo die EU ja demokratisch geworden ist, freue ich mich schon auf die nächste große Umfrage zur Zuwanderungspolitik. (lol, Spaß)

      1. EU-Demokratiedefizit hatten wir schon länger nicht mehr als Thema.

        Oder wollen Sie sich eigentlich darüber beschweren, dass ich “Zuwanderungspolitik” geschrieben habe – und Sie einer der wenigen sind, die mit der völlig versagenden Zuwanderungspolitik aus mir unverständlichen Gründen recht zufrieden sind? (Vermieten Sie etwa an “Flüchtlinge?”)

      2. Ich meine Grenzschutz, Dublin-Regeln, die Diskussion um Flüchtlingsquoten, Türkei-Deal, die Erklärung von Marrakesch – das ganze Desaster. Oder ist “Migrationsagenda” schon wieder eine neue dumme Idee, die sich die EU ausgedacht hat?

      3. Dumm? Nein, eine neoliberale Agenda zum Wohle von Großunternehmen ist doch supergescheit. Und man braucht ja schließlich einen massiven Import von Menschen, sprich Konsumenten auch.

      4. Nein. Wenn die “neuen Konsumenten” Unqualifizierte oder Kriminelle sind und nur deswegen Geld haben, weil sie Sozialtransfers erhalten haben, die ich vorher mit meinen Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen mit finanziert hatte, dann ist es eindeutig eine dumme Idee.

        Also jedenfalls für mich. Dass die Großunternehmen (dazu gehören auch “Diakonie” und “Caritas”) dadurch mehr Gewinne machen, hilft mir auch nicht weiter.

      5. Sie sind also nicht für eine grenzenlose Einwanderungsmöglichkeit jedes Menschen in das Land seiner Wahl, und das ohne Einspruchsmöglichkeit des jeweiligen Staates? Aber wie soll man dann zu einem Einheitsstaat werden?

        Zeit ist bekanntlich ausschließlich Geld, deshalb sollte man sich sputen.

      6. Psst, ich bin einer von diesen bösen Rechten, die gar keinen Shithole-Einheitsstaat in Europa wollen.

        Schockierend, oder?

      7. Schauen Sie, ob jemand ein sogenannter guter Linker oder ein sogenannter böser Rechter ist, unsereins berührt das wenig, seh ich doch den wesentlichen Sinn meines Menschseins nicht darin mich zu profilieren, mich zu positionieren, sondern den Standpunkt anderer festzustellen. Ob mir dieser gefällt oder nicht, mich schockiert oder nicht, das ist uninteressant, viel wichtiger ist, dass ich mir keine Differenzen einbilde, die aus Missverständnissen resultieren. Deshalb lasse ich mir auch nicht ungestraft etwas unterstellen oder mich für dumm verkaufen.

        Ich kann mit Ansichten anderer gut leben, habe vielfach Verständnis, setze mich gerne mit anderen Meinungen auseinander und zeige zugleich sehr klar meine Grenzen. Selbst-Bewußtheit jedes Menschen scheint mir generell der Lebenssinn.
        Deshalb steh ich auch nicht auf Weltenherrscher und Eliten, die drüberfahren und auf Biegen und Brechen Agenden durchsetzen wollen und denen der Einzelne scheißegal ist, weil es nur um Macht, Ausbeuterei, Erpressung und Kohle geht.

      1. Wichtig ist nur, RTE2018 ist kein Anwalt, und Sie auch nicht, zumindest kein korrupter und kein geldgieriger.

      2. Wie kommt RTL1933 gleich auf Anwälte? Aber hoffen wir mal, dass er/sie die nie benötigen wird! Wahrscheinlich bekommt er/sie aber als Arbeitsloser bzw. (Früh)rentner ohnehin nur einen Pflichtanwalt, so oft er/sie sich hier herumtreibt …

      3. Wenn Sie wüssten, Suhaj.

        In Ihrer Preiskategorie mit linksversifften Pflichtverteidigern für Hartz4- und Drogenbesitzverfahren bewege ich mich jedenfalls nicht.

  2. Wie kommen Sie dazu von einer großen Mehrheit zusprechen? Etwas über 4 Millionen Teilnehmer von über 500 Millionen. Das ist doch im Promille Bereich.
    Der Postillion hat wie immer recht. BG Gösta Ahrweiler

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