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“B-EAT kommt wie gerufen“: Wie Mediaplaner das neue Gastro-Magazin von Gruner + Jahr einschätzen

Mediaagentur-Printexperten Nataša Matko, Thomas Stennes, Magazin-Neustart B-EAT: “Mehr Chancen, als nur das Premiumsegment abzugreifen”
Mediaagentur-Printexperten Nataša Matko, Thomas Stennes, Magazin-Neustart B-EAT: "Mehr Chancen, als nur das Premiumsegment abzugreifen"

Gruner + Jahr im Innovationsfieber: Gleich zwei Magazine hat das Verlagshaus vorige Woche gestartet – neben dem Magazin zur TV-Erfolgsshow "Die Höhle der Löwen" den Food- und Restaurantführer B-EAT. Anlass für MEEDIA, um bei den Mediaagenturen nach den Erfolgsaussichten für den Print-Neustart von G+J-Küchenchef Jan Spielhagen nachzufragen. Die Experten sehen für die Zeitschrift gute Marktchancen.

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Deutlich preiswerter als der Konkurrent Feinschmecker aus dem Jahreszeiten-Verlag (Jalag) und zum Marktstart eine Druckauflage von 100.000 Exemplaren: Beef-Chefredakteur Jan Spielhagen gibt sich selbstsicher, dass er seinen Print-Newcomer B-EAT im hart umkämpften Segment der Food-Zeitschriften etabliert. Die Messlatte hierfür hat er bereits genannt: Ab 50.000 verkauften Exemplaren plus 20 Anzeigenseiten sei der Titel dick in den schwarzen Zahlen. Von der ersten Ausgabe kann hier aber nicht die Rede sein – zumindest aus Vermarktungssicht. Knapp zehn bezahlte Anzeigenseiten zählt die Debüt-Ausgabe.

Trotz des verhaltenen Vermarktungsstarts sind die Mediaagenturen überzeugt, dass das Gastronomie-Magazin seine Leser findet. „Das neue Gruner + Jahr Magazin B-EAT trifft absolut den Zahn der Zeit. In Zeiten, in denen Genuss einen hohen Stellenwert hat und Kochen ein angesehenes und modernes Hobby ist, kommt B-EAT wie gerufen. Ich denke, dass B-EAT weitaus mehr Chancen hat, als nur das Premiumsegment abzugreifen,“ meint Nataša Matko, Senior-Beraterin bei der Hamburger Media-Agentur Pilot. So würde der Titel nicht nur Gourmets auf Expertenniveau ansprechen, sondern auch diejenigen, die „sich einfach nur für gutes Essen & Trinken interessieren und Genießer sind“.

Inhaltlich überzeuge der Neuling die Pilot-Managerin durch seine „Vielfalt aus Genusssegmenten.“ Untermalt werde der Mix aus Restauranttipps, Foodtrends und Reisen von einer „sehr auserlesenen, modernen Bildsprache“, meint sie. Und ergänzt: „Großformatige Bilder und eine hochwertige Heftanmutung, gepaart mit ganz viel Modernität unterstreichen den Genuss, aber auch gleichzeitigen Lifestyle-Moment des Titel“, so Matko.

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Trotz der Konkurrenz durch den Platzhirschen Feinschmecker aus dem Jahreszeiten-Verlag sieht die Pilot-Expertin gute Marktchancen, dass der Print-Neuling seinen Platz im Regal findet. „Trotzdem glaube ich, dass der Titel auch nochmal einen neuen Typ Leser abgreift, den der Feinschmecker nicht erreicht, da der Feinschmecker sich eben doch in einem viel exquisiteren elitären Feld positioniert. Hier empfinde ich B-EAT als moderner und nahbarer und somit weniger als direkte Konkurrenz.“ Sie glaubt deshalb, dass sich der G+J-Titel durch seine hochwertige Anmutung nicht nur im Luxus- und Gourmetsegment positionieren wird. Matko: „Vielmehr werden sich auch Marken aus einem breiteren Food- und Lifestylesegment angezogen fühlen, die sich gerne im frischen, zeitgemäßen Umfeld von B-EAT platziert sehen.“

Thomas Stennes, Director Investment & Accountability bei der Omnicom Media Group Germany, beurteilt den Gastro-Neuling distanzierter. „Ob G+J mit B-EAT einen direkten Angriff auf den Feinschmecker geplant hat, darüber kann man sicher geteilter Meinung sein. Aber eigentlich geht es in einem so stark umkämpften Markt wie dem Print-Markt, insbesondere dem der Food-Magazine, bei jedem Launch eines neuen Produktes immer um Verdrängung“, meint der Experte. Doch jedes Magazin – ob Feinschmecker oder B-Eat – sei einzigartig und individuell und hebe sich von der Konkurrenz ab.

„Bei allen Gemeinsamkeiten gibt es auch genug Unterschiede – ob diese Unterschiede ausreichen, um beide Magazine nebeneinander existieren zu lassen, werden die Leser in den nächsten Monaten entscheiden“, meint Stennes. Ob das Gastro-Magazin Chancen am Anzeigenmarkt hat, hänge direkt vom Leserinteresse ab. Stennes: „Wenn ein Heft nicht gelesen beziehungsweise genutzt wird, dann ist es auch nicht interessant für Anzeigenkunden. Wenn die Leser sich aber entscheiden, dass B-EAT ihr (kulinarisches) Leben bereichert, dann werden sie es kaufen und damit ist das Magazin auch interessant für den Anzeigenmarkt.“

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