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"Auch Clowns weinen": "DSDS"-Wegbegleiter schreiben emotionalen Abschiedsbrief an Daniel Küblböck

Daniel Kaier-Küblböck ist offenbar von einem Kreuzfahrtschiff gesprungen und verstorben

Mit einer emotionalen Botschaft nehmen sieben „DSDS“-Wegbegleiter Abschied von Daniel Küblböck. „Mit großer Bestürzung hat jeder einzelne von uns die traurigen Nachrichten der vergangenen Tage über Dich verfolgt! Es tut uns unendlich leid, auf diese Weise zu erfahren, welche grausame Traurigkeit Dich die letzten Monate umgeben haben muss“, schreiben seine Mitstreiter aus der ersten „DSDS“-Staffel in einem Brief.

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„Was wir sehen und kennenlernen durften, war ein Mensch mit unglaublich vielen Facetten, einem riesigen unvoreingenommenem Herzen aber auch einer sehr zerbrechlichen Seele!“, heißt es in dem Abschiedsbrief weiter, den die Sängerin und Zweitplatzierte der ersten „Deutschland sucht den Superstar (DSDS)“-Staffel, Juliette Schoppmann, bei Facebook veröffentlichte. Daniel Küblböck hatte im Jahr 2003 den dritten Platz der Castingshow belegt.

„Du wirst in unseren Herzen weiterleben“

Unterschrieben ist das gemeinsame Statement von den sieben „DSDS“-Teilnehmern Juliette Schoppmann, Stephanie Bauckmayer, Andrea Josten, Daniel Lopes, Vanessa Struhler, Nektarios Bamiatzis und Gracia Baur.“Manche Menschen, die Dich nicht kannten und vor allem nicht ‚erkannten‘, empfanden Dich möglicherweise als Clown. Jedoch auch Clowns weinen! Und die sehr guten Clowns besitzen die Fähigkeit, ihre Tränen vor den Menschen zu verbergen, denen sie sie nicht zeigen wollen!“, schreiben sie in der Botschaft. Trotzdem habe Küblböck es geschafft, alle mit seiner positiven Energie anzustecken. „Wo immer Dich Deine Reise auch hinführt: Du wirst in unseren Herzen weiter leben! Danke, dass wir einen Teil Deines Weges mit Dir gehen durften!“

„Die tragischen Auswirkungen der Castingshows“

Neben Küblböcks „DSDS“-Mitstreitern melden sich auch einige andere Prominente im Netz zu Wort und bekunden ihre Trauer, darunter Oliver Kalkofe, der sich oft über den schrillen Sänger lustig gemacht hat. Er schreibt bei Facebook: „Er gehörte zu den Menschen, die bunt und anders sind, die ihr Publikum begeistern und auch nerven können. Doch wo wären wir ohne genau diese seltsamen und verrückten Figuren, die uns zumindest Emotionen schenken statt immer gleicher Langeweile?“ Kalkofe übt außerdem Kritik an Castingsendungen und dem Showbusiness. Denn Daniel Küblböcks Fall würde die „tragischen Auswirkungen der Casting-Shows und des immer seelenloser werdenden Fernsehens“ zeigen, so Kalkofe. „Niemand hilft den jungen Kurzzeit-Celebrities damit umzugehen, die Sender und Redaktionen machen sie zu Helden, Witzfiguren oder quotensteigernden Hassobjekten – letztlich aber zu Opfern.“

Via Instagram hatte sich auch Dieter Bohlen zu Wort gemeldet, der maßgeblich dafür verantwortlich war, dass Küblböck prominent wurde. Für empörte Reaktionen sorgte dabei der Kapuzenpulli, den Bohlen trägt und auf dem der Spruch „Be one with the Ocean“ zu lesen ist. Bohlen hat sich in einer zweiten Botschaft dafür entschuldigt, sollte dies zu Missverständnissen geführt haben.
Am Montag hatte die kanadische Küstenwache die Suche nach dem vermissten Sänger eingestellt. Insgesamt vier Schiffe und zwei Flugzeuge suchten zusammen 80 Stunden lang – wegen der kurzen Überlebenszeit in dem kalten Wasser habe man die Suche schließlich gestoppt. Der Sänger ging nach Angaben des Anbieters Aida Cruises bei einer Kreuzfahrt von Hamburg nach New York am Sonntag vor Neufundland über Bord, eine Suizidabsicht gilt als wahrscheinlich.
In den sozialen Netzwerken kursiert ein angeblich von Küblböck verfasster Facebook-Eintrag, in dem er von Mobbing an seiner Schauspielschule berichtet. Darin heißt es unter anderem: „Liebe Fans, leider geht es mir psychisch und physisch immer noch nicht besser. Ich muss diesen Schmerz der letzten Monate erst noch verkraften. Dieses monatelange Mobben an meiner Schule, in meiner Klasse, hat mich doch zutiefst in meiner Seele erschüttert“. Gleichzeitig wird in dem mittlerweile gelöschten Beitrag einer Dozentin der Schule vorgeworfen, nicht eingegriffen zu haben. Die ETI Schauspielschule Berlin wies die Vorwürfe jedoch in einem Facebook-Posting entschieden zurück.
(Mit Material der dpa)

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