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Apple unter Druck: Neue Trump-Strafzölle könnten Apple Watch und AirPods verteuern

Nicht immer auf einer Linie: Apple-CEO Tim Cook und US-Präsident Donald Trump
Nicht immer auf einer Linie: Apple-CEO Tim Cook und US-Präsident Donald Trump

Donald Trump nimmt nun auch Apple in die Pflicht. "Stellt Eure Produkte in den USA statt in China her", twitterte der US-Präsident am Wochenende. Und mehr noch: Trump warnte davor, dass sich Apples Produkte in Zukunft verteuern könnten. Der Grund: Auch der Techpionier aus Cupertino könnte in den Sog des Handelsstreits zwischen den USA und China geraten. Betroffen von höheren Einfuhrzöllen, die der Tech-Gigant an Kunden weitergeben dürfte, wären mutmaßlich zunächst Apple Watches und AirPods.

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Bisher ist Apple in der Trump-Ära glänzend davongekommen. Obwohl der iKonzern noch im Wahlkampf Verbalattacken von Donald Trump ausgesetzt war, wird Apple in den bald 20 Monaten unter dem neuen US-Präsidenten behandelt wie ein Musterschüler – was nicht zuletzt am Management-Geschick von Tim Cook liegt, der einen ganz anderen Draht zum Weißen Haus zu haben scheint als die jungen CEO-Kollegen aus dem Silicon Valley.

Nun jedoch könnte auch Apple in den Sog der Politik der Trump-Administration geraten. Donald Trump bezog den wertvollsten Konzern der Welt nämlich in seine berühmten Wochenend-Tweets mit ein. So twitterte der US-Präsident am vergangenen Samstag, dass sich die Preise von Apple-Produkten in Zukunft verteuern könnten.

Trump fordert Apple erneut auf, in den USA zu produzieren

Der Grund: Der ausufernde Handelsstreit mit China. Trump erneuerte am Wochenende in einer Kundgebung vor Anhängern seine Drohung, Strafzölle auf chinesische Importe in Höhe von weiteren 267 Milliarden Dollar zu verhängen: “Je nachdem, was passiert”, erklärte der US-Präsident.

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Auch Apple könnte diesmal von den Strafzöllen betroffen sein, twitterte Trump, bot dem iPhone-Hersteller jedoch im gleichen Tweet Abhilfe an. Wenn der Kultkonzern aus Cupertino seine Waren nämlich ausschließlich in den USA produzieren würde, würde der iKonzern alle nur erdenklichen Steuervorteile genießen. Apple-CEO Tim Cook hatte in der Vergangenheit jedoch mehrfach erklärt, dass schon aus produktionstechnischen Gründen eine vollständige Verlagerung der Herstellung und Fertigung in die USA nicht möglich sei.

Apple gerät nach Trump-Drohung an der Wall Street unter Druck

Der wertvollste Konzern der Welt hatte in der vergangenen Woche zudem selbst darauf hingewiesen, dass von den bislang angestrebten Strafzöllen von 200 Milliarden Dollar auf Importe aus China die Apple Watch, AirPods und der digitale iPad-Stift Apple Pencil betroffen wären. Die Folge wären möglicherweise Preisanhebungen.

Die verkappte Drohung des US-Präsidenten an Apple zeigte an der Wall Street umgehend Wirkung. Nachdem die Apple-Aktie im späten Freitagshandel nach den ersten Berichten um neue Strafzölle in Richtung China nachgegeben hatte, setzte sich der Ausverkauf zu Wochenbeginn mit Kursverlusten von in der Spitze 2 Prozent auf 216 Dollar fort.

Wie groß die Auswirkungen der noch nicht verabschiedeten Strafzölle auf die Geschäftsbilanz am Ende tatsächlich wären, ist völlig offen. Loup Ventures-Mitgründer Gene Munster etwa rechnet damit, dass die bisher avisierten Tarife in Höhe von 200 Milliarden Dollar Apples Gewinne im nächsten Geschäftsjahr um weniger als ein Prozent schmälern könnten.

 

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