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taz-Reporter Kaul über Köthen-Einsatz: “In diesen aufgeheizten Zeiten sehen wir, wie wichtig Präzision ist”

taz-Redakteur Martin Kaul hat von der Demonstration in Köthen berichtet
taz-Redakteur Martin Kaul hat von der Demonstration in Köthen berichtet

Martin Kaul, Redakteur bei der taz, hat die Ereignisse in Chemnitz und nun in Köthen begleitet. Seine neuesten Video-Reportagen bei Twitter haben knapp 100.000 Abrufe. Der Reporter hat sich in diesem Feld als eigene Marke etabliert. Im MEEDIA-Interview spricht er über seine Erfahrungen in Sachsen-Anhalt und warum Journalisten in diesen Zeiten besonders wenige Fehler machen sollten.

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Sie waren in Chemnitz, nicht bei den Demonstrationen, aber ab dem Dienstag danach vor Ort und auch beim Sachsengespräch von Ministerpräsident Michael Kretschmer. Nun haben Sie am Sonntag aus Köthen berichtet, nachdem rechte Gruppierungen Demonstrationen aufgrund des Todes eines 22-Jährigen angekündigt hatten. Bei Twitter haben Sie das live gestreamt und im Nachgang geschrieben, dass es „erschreckend“ gewesen sei. Was haben Sie erlebt?
Martin Kaul: Um da vielleicht noch einen Schritt zurückzugehen. Ich bin immer wieder hin- und hergerissen, ob es sich letztlich lediglich um eine Demonstration von Faschisten und Rechtsextremen handelt, wie wir sie auch in der Vergangenheit schon gesehen haben. Andererseits ist es eine besondere Dimension, weil sie es derzeit in sehr kurzer Zeit schaffen, viele Leute zu mobilisieren. Das ist eine andere Dimension als etwa am 1. Mai, wenn rechte Gruppierungen zu Aufmärschen aufrufen. Was wir in Köthen gesehen haben, ist, dass es durchaus organisierte Rechtsextreme sind, die das Bild und die Wortbeiträge prägten. Es waren vor allem Redebeiträge von Seiten der Thügida (ein ausländer- und islamfeindliches Bündnis, Anm. d. Red.). Von Thügida-Chef David Köckert waren es klassisch volksverhetzende Beiträge. Er sagte beispielsweise, dass es einen „Rassenkrieg gegen das deutsche Volk“ gebe, und er hat die Demonstranten gefragt, ob sie weiter “die Schafe bleiben wollen, die blöken” oder lieber zu Wölfen werden möchten, „die sie zerfetzen“. Außerdem müsse man die politischen Gegner zu Hause stellen, von Tür zu Tür gehen. Da befinden wir uns im ultrarechten Spektrum.

Laut Polizei waren 2.500 Teilnehmer vor Ort. Wie hat sich die Demo zusammengesetzt?
Es ist schwierig, dazu ein genaues Urteil zu fällen. Zumindest wurde immer wieder an einem sogenannten offenen Mikrofon dazu aufgerufen, dass sich Bewohner des Ortes zu Wort melden und sagen, was ihnen auf dem Herzen liegt. Da meldeten sich wenige. Am Ende hat sich dann eine 23-jährige Frau gefunden, die sich als Köthenerin vorstellte. Es gab Reden von Leuten, die gesagt haben, dass sie eigens zwei Stunden zur Demonstration angereist sind. Derzeit haben wir folgende Situation: Das rechtsextreme Milieu weiß, dass die Zeit günstig ist, um Menschen spontan auf die Straßen zu rufen. Aber diejenigen, die im Kern dieses Appells in Köthen standen, das waren altbekannte Rechtsextreme.

Es gab auch für Sie eine brenzlige Situation, in der die Polizei dann eingreifen musste. Nun war Köthen nicht Ihre erste Demonstration als Reporter, Sie waren bereits beim G20-Gipfel in Hamburg. Inwieweit hat sich die Aggression gegen Berichterstatter auf Demonstrationen verstärkt?
Es ist ja häufig so, dass im radikalen Spektrum nicht gerade positive Stimmung herrscht, wenn Reporter auftauchen. Ich bin ja auch Mitglied im Vorstand von Reporter ohne Grenzen. Hier beobachten und befürchten wir durchaus, dass die Zahl gewalttätiger Angriffe auf Journalisten in Deutschland 2018 wieder höher liegen wird als in den vergangenen beiden Jahren. Zur Einordnung: Wir dokumentieren jährlich die Übergriffe auf Journalistinnen und Journalisten und hatten 2015 zu Zeiten der Pegida-Bewegung einen hohen Stand mit 39 dokumentierten Übergriffen erreicht. Das ist in der Folge wieder zurückgegangen, aber vor dem Hintergrund von Chemnitz sehen wir nun wieder einen Anstieg. Es erfordert natürlich eine erhöhte Sensibilität bei Behörden, die Sicherheit von Journalisten zu gewährleisten. In Köthen hatte ich das Gefühl, dass das allen Beteiligten klar war. Es waren Einsatzgruppen der niedersächsischen Polizei dort, die auch durchaus sensibilisiert waren.

Seit Chemnitz wird wieder verstärkt über die Rolle des Journalismus gesprochen. Die Kritik der AfD und auch einiger Bürger ist die, dass Journalisten Information und Meinung mischen würden und bereits vorgeben, was er oder sie zu denken hat. Haben Sie das Gefühl, dass im deutschen Journalismus nicht streng genug zwischen Meinung und Bericht getrennt wird?
Zunächst mal würde ich sagen, dass die Kolleginnen und Kollegen von AfD und Konsorten nicht die besten Orientierungspunkte sind, wenn es um diese Befindlichkeiten geht. Nur als kleines Beispiel: Als ich gestern live und weitgehend unkommentiert gestreamt und dokumentiert habe, was da vor sich geht, und was auf Köthens Straßen gesprochen wird, wurde ich bereits unter “Lügenpresse”-Rufen weggejagt. Viel purer kann eine Berichterstattung ja kaum sein. Daran sieht man, dass die angewendeten Maßstäbe wohl nicht ganz präzise sind, wenn in diesen Situationen schon so agiert wird. Wir sehen in solch aufgeheizten Zeiten, wie wichtig die Präzision ist. Dass wir wissen müssen, was wirklich passiert ist und dass wir uns auch selbst hinterfragen, welche Quellenlage wir haben oder nicht. Fehler werden wesentlich sensibler erstens bemerkt, zweitens benannt, drittens ausgenutzt und viertens propagandistisch verarbeitet. Die Aufgabe besteht für uns Journalisten deshalb darin, möglichst wenige Fehler zu machen.

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Vor einem Jahr waren Sie beim G20-Gipfel und haben dort mit dem Twitter-Streaming begonnen. Im Interview mit MEEDIA haben Sie damals gesagt: „Objektivität ist ein unrealistisches Ideal der Philosophie. Ich betrachte die Situation subjektiv.“ Wichtig sei zudem: Differenzieren und Kontext liefern. Was hat der Nutzer konkret zu erwarten, wenn er Ihre Inhalte ansteuert?
Der oder die kann erwarten, dass ich in den Streams zeige, was ich sehe und aus meiner Perspektive einordne und dass ich versuche, Kontextinformationen dafür zu liefern. Manche dürfen ebenfalls erwarten, dass es mal eine spitze Pointe, einen Kommentar oder eine humoristische Einlage gibt. Wesentlich ist aber, dass man einen ruhigen Ton anschlägt und Dinge nicht verklärt, die gerade stattfinden. Die Leute sollen sich ein eigenes Bild machen können. Wenn man sieht, dass sich scheinbar zahlreiche Menschen an dieser Art der Berichterstattung erfreuen, kann das dazu beitragen, dass diese ein unverfälschtes Bild von Geschehnissen bekommen.

Es wird auch viel über das schwindende Vertrauen von Bürgern in den Journalismus gesprochen. Welche Ansätze könnten dieses wieder stärken?
Erstmal muss man festhalten, dass wir in Deutschland eines der vielfältigsten Mediensysteme weltweit haben und dass es wahrlich für jede Meinung, Perspektive und jedes soziale Milieu publizistische Angebote gibt. Darüber sollten wir uns glücklich schätzen. Das bedeutet natürlich auch, dass im Rahmen dieser vielfältigen Medien ein Meinungskampf ausgefochten wird. Das ist gut, denn die derzeitigen Debatten zeigen, dass die Frage nach Wahrheit auch eine politisch umkämpfte ist, eine normative.

Was bedeutet das für die Praxis?
Es ist unsere Aufgabe, auch gerade für eine Zeitung wie die taz, auf der einen Seite klar Stellung zu beziehen und auf der anderen Seite vor allem und in erster Linie bei den Fakten zu bleiben. In unserem Redaktionsstatut der taz beispielsweise  steht, dass wir für eine vielfältige, offene Gesellschaft eintreten, in der Demokratie sich nach dem demokratischen Recht jedes Einzelnen entscheidet. So verstehen wir Demokratie und in diesem Sinne kämpfen wir auch dafür, aber das heißt natürlich nicht, dass wir agitatorisch werden dürfen. Allerdings bedeutet das nicht, keine klare Haltung zu haben – gerade bei Ereignissen wie wir sie in Köthen gesehen haben. Da habe ich zugehört und verstehe sofort, worum es geht, wenn David Köckert davon spricht vor ihren Türen auf sie zu warten. Das ist volksverhetzend, rechtsextrem und fremdenfeindlich.

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Alle Kommentare

  1. Er bekennt sich also zur Subjektivität und leugnet, ohne es zu argumentieren, die Möglichkeit von Objektivität, bezeichnet sie verächtlich als unrealistisches Ideal.
    Mag sein. Vielleicht würde ich da noch ein Stück mitgehen, wenn auch anders als der Interviewte, der diese These zur Rechtfertigung für Subjektivität nimmt. Was das in Wirklichkeit meint, ist schlicht Voreingenommenheit. Und die rechtfertigt er. Mehr ist es nicht.

    Und nun reduzieren wir mal seinen langen Text zur Sache auf den Kern: Er beklagt die Voreingenommenheit , oder soll ich das vornehmere “Subjektivität ” hier verwenden, bei denen, die in ihm einen Lügenpressler sehen.
    Ich bin es nicht mehr sehr oft aber in diesem Fall doch wieder mal: erstaunt über das Maß an Bewußtlosigkeit, mit dem Leute wie er agieren. Und dass im vollkommen unerschütterlichen Glauben, das Gegenteil wäre sicher bewiesen.

    Im Diskurs ist derartiges nicht mehr zu erreichen, war es wahrscheinlich nie. Ich neige nicht dazu, Menschen öffentlich oder versteckt hinter einem Pseudonym zu beschimpfen. Aber ich bezahle auch keine Dienstleister mehr, die mir nicht die von mir gewünschte Leistung erbringen, nämlich mir das Material zu liefern , mir meine Meinung zu bilden.
    Und ausgesprochen allergisch reagiere ich auf jeglichen Versuch, mich zu erziehen. Habe zu lange in der DDR gelebt. Geht nicht, will ich nicht. Schon gar nicht – so viel Subjektivität muss auch bei mir sein- von Studienabbrechern.

    Wenn die, die sich das bieten lassen, ausreichend viele sind, sein Überleben zu sicher……

    1. Sind sie nicht.

      Es wird nicht anders gehen, als den gesamten deutschen Journalismus wie einen alten Zopf abzuschneiden und neben ihm etwas Neues zu schaffen.

      Mit Zugangsvoraussetzungen, die etwas mit Ehrlichkeit und Intelligenz und nicht mit verirrter Sexualität, fehlendem Penis oder fanatischer Marxismusbewunderung zu tun haben.

      Die Journalistenschulen sind durchseucht und ideologisch querfinanziert.

      Muß alles weg und kein Infizierter darf im neuen Gebäude unterkommen.

      1. „Mit Zugangsvoraussetzungen, die etwas mit Ehrlichkeit und Intelligenz und nicht mit verirrter Sexualität, fehlendem Penis oder fanatischer Marxismusbewunderung zu tun haben. […] Muß alles weg und kein Infizierter darf im neuen Gebäude unterkommen“? Mein Gott, wie krank ist das denn!

        Und solche Leute wollen an die Macht …

  2. wenn der per definitionem linke taz-Kollege meint, Geschehnisse aus seiner Perspektive einordnen zu müssen, dann will er nichts anderes als seinen Lesern vorzuschreiben, was sie zu denken haben. Wenn nun beispielsweise der Kollege Stürzenberger direkt neben dem taz-Kollegen laufen und die gleichen Geschehnisse mit seiner Kamera ebenso streamen und aus seiner Perspektive einordnen würde, sähe die Berichterstattung vermutlich ganz anders aus. Die Wahrheit läge dann wohl in der Mitte. Aber ein interessantes Experiment wäre es allemal. Beide hätten dieselbe Ausgangssituation, nur würden sie etwas völlig unterschiedliches produzieren.

    1. Der ganz große Unterschied wäre aber dann (und das hat Herr Kaul sicher wissentlich verschwiegen), daß die Meinung eines Michel Stürzenbergers in den Tiefen des Internets gesucht werden müsste.
      Verbreitet auf teilweise wirklich schmuddeligen Portalen.

      Während die Meinung des Herrn Kaul bei jedem, nur periphär politisch Interessierten bei jeder Tagesschau-Sendung, bei jedem gängigen Printerzeugnis und beim Abrufen seiner Mails unausweichlich aufpoppt.

      Bei so viel vorgespielter Normalität verwundert nicht, daß der Deutsche nicht nach seinem wirklichen Gusto die einzige Partei wählt, die seine Interessen wirklich vertritt, sondern den pausenlosen Anschuldigungen und Diffamierungen erliegt, die Leute wie Kaul unermüdlich auf den Gegner einer marxistischen Zukunft für Deutschland abfeuern.

      Aber es scheint, Chemnitz war mit seiner unverfrorenen Berichterstattung der Regierungstreuen der Wendepunkt.
      Die Leute beginnen sich zu solidarisieren.
      Auch mit den Rechten.

      1. Was war denn so „unverfroren“ an der Berichterstattung über Chemnitz? Die Tatsache, dass Nazis gezeigt wurden? Menschenjagden? Pöbelnder Mob? Nackte Neonazihintern? Hitlergrüße? Und die „braven Bürger“, die da auch noch mitmachten?

  3. Ist mir ziemlich egal, ob der Redakteur von der linksradikalen “taz” erschreckt ist oder nicht. Scheinheilige, moralisierende Dauererregung gehört bei dieser Zeitung zum Konzept. Aber wenn er in Chemnitz recherchiert hat, hätte man ihn ja mal fragen können, welche Belege er für die angeblichen “Hetzjagden” dort gefunden hat.

    Oder wäre die Antwort gewesen, dass er auch keine Belege hat – und man wollte dem Linkspropagandisten diese Peinlichkeit ersparen?

  4. Es erliegt irgend jemand einem Herzschlag, und schon machen die Rechten Rabbatz ?

    Das wird als reporterische Essenz dieses Ereignisses angeboten, genau so verkürzt wurde dies inzwischen über Funk (keine Fake-news) und womöglich auch Fernsehen verbreitet.

    Halt irgendein Herzkranker, der halt irgendwie plötzlich umgefallen ist.
    Keine Vorgeschichte. Nichts.

    Herzkranker stirbt, AfD demonstriert zusammen mit Rechtsradikalen, die inzwischen offenbar ausrücken, wenn gesundheitlich Labile die Straße betreten.

    Bizarr.

    Man stelle sich vor, nicht ein links orientierter Reporter erscheint – wie hier – auf einer offenbar rechtsgerichteten Zusammenrottung, sondern es gäbe bei uns so etwas wie rechtsgerichtete Reporter, die von linken, womöglich Antifa- organisierten Veranstaltungen, vielleicht zur Stärkung von Demokratie berichten wollten.

    Ein solcher Reporter müßte, sofern es diesen geben würde, vorab sein EKG überprüfen lassen.

    Mein Beileid den Verwandten und Freunden des Verstorbenen, die einen wesentlichen Bestandteil ihrer Trauer in diesem Land für sich behalten müssen.

    Deutschland hat seinen Kompass weggeworfen.

    Die veröffentlichte Meinung entwürdigt inzwischen die Menschen, einige Menschen scheinen dies zu spüren. Ob man solch ein Gefühl ohne Anwendung von Gewalt wird unter Kontrolle bringen können, das wird sich weisen.

    1. Bei uns hier ist es ja noch so, dass jeder Tod betroffen macht. Sowohl ein natürlicher als auch ein gewaltsamer. Wir unterscheiden da auch, unabhängig davon, was wer erzählt, ob es stimmig sein kann oder nicht.

      Vor allem gehen wir nicht her und drucken irgendwelche Gschichteln aus einem ungesunden Gruppenzwang mit völliger Kritiklosigkeit und Urteilslosigkeit heraus, damit die vorgeschriebene Agenda weiter beinhart durchgesetzt werden kann.

    2. Erinnern Sie sich noch an die letzte französische Königin Marie Antoinette? Die ist auch an einem plötzlichen Blutdruckabfall gestorben – unklar ob das mit irgendeiner Gewalteinwirkung zu tun hatte.

      1. Aber natürlich erinnere ich mich an die gute alte Maria Antonia Anna Josepha aus Wien, an den französischen Erzfeind Verscherbelte, und es freut mich, dass Sie Ihnen in den Sinn kommt. Bis zuletzt, also noch unter der Guillotine habe sie zumindest Würde und Haltung gezeigt, wahrlich kein Jammerlappen diese Frau.

        “Im Leid erkennt man, wer man wirklich ist”, soll sie mal gesagt haben. Schöne Aussage!

    3. “… Es erliegt irgend jemand einem Herzschlag, und schon machen die Rechten Rabbatz ? …” Wer die Berichterstattung in den Medien so verkürzt, der hat dann doch schon ein sehr eingeschränktes Blickfeld. Was im Vorfeld geschehen ist, wurde – soweit bekannt – sehr wohl in den Medien wiedergegeben. Aber wer nur auf die “Lügenpresse” schimpfen will, der blendet halt aus! Hauptsache das Weltbild stimmt.

      1. Aber wehe ein Linker, Kriminelle oder linker, schwarzer Kriminelle stirbt an Herzversagen, weil ein Polizist ihn bei der Festnahme fixiert hat….”Polizeigewalt” schwabt es über den Atlantik.

        Nur weil ein um seine Karriere besorgter inkompetenter Staatsanwalt ein Problem hat mit der Kausalität zwischen mehrern Tritten gegen den Kopf und Herzversagen, sollte man jetzt nicht gleich jeden bis zum Herzversagen waterboarden.

      2. @Martinju, warum lesen Sie nicht, was Sie kommentieren wollen? Ich hatte geschrieben:

        Es erliegt irgend jemand einem Herzschlag, und schon machen die Rechten Rabbatz.

        Das wurde als reporterische Essenz dieses Ereignisses angeboten, genau so verkürzt wurde dies über Funk verbreitet.

        Und hatte dies zusammengefaßt:

        Halt irgendein Herzkranker, der halt irgendwie plötzlich umgefallen ist.

        Keine Erwähnung irgendeiner Vorgeschichte.

        Nichts.

        Genau so, in genau dieser Verkürzung ist das gestern Abend im Nachrichtenteil des Rundfunks verbreitet worden. Also nochmals für Sie:

        Ohne Vorgeschichte. Ohne Einordnung. Eine Demonstration habe stattgefunden, weil ein Herzkranker umgefallen ist.

        Ende.
        Aus die Maus.

        Wenn sie so etwas nicht Lügenpresse nennen wollen – den Begriff habe ich nicht verwendet – dann könnte man vielleicht an gekonnte Instrumentalisierung einer willigen “Deppenpresse” denken.

        Wie oben eingangs schon erwähnt:

        Gedankenlosigkeit sowohl bei der Nachrichtenverbreitung, als auch bei ihrer Kommentierung.

        Die Frage steht im Raum, ob ein böswilliges Element bei solchen Verkürzungen mitschwingt

      3. Sie müssen Ihre Kommentare nicht auch noch typografisch aufblähen, indem Sie für jeden Satz einen Absatz brauchen und dazwischen unnützen Weißraum setzen, Willi, das ist Wahnsinn!

    1. Im Interview heißt es: “Am Ende hat sich dann eine 23-jährige Frau gefunden, die sich als Köthenerin vorstellte.” Laut Twitter @tieresindfreaks: “Bei der ganz normalen Jenny handelt es sich in Wahrheit übrigens um die Rechtsextreme Jennifer Rodrian vom „Nationalen Kollektiv Anhalt“ aus Bitterfeld.” @dessau_nazifrei schreibt: “Jennifer Rodrian ist die Ziehtochter von Hans Robert Klug, ehemaliger Bundesvorstand ” Die Rechte”. Lange nix von ihr gehört. War auch schon ein paar Mal in #Dessau und #Roßlau als Rednerin usw. aktiv. Immer sehr aggressiv.” Am Montagabend sprach sie erneut in Köthen: Alle Gegendemonstranten würden “bald brennen”. Rodrian heiße jetzt Sommerfeld. Sie habe am 20. April 2018 geheiratet.

  5. “Es ist unsere Aufgabe, auch gerade für eine Zeitung wie die taz, auf der einen Seite klar Stellung zu beziehen und auf der anderen Seite vor allem und in erster Linie bei den Fakten zu bleiben.” Das ein einigermaßen gebildeter Mensch diesen Widerspruch in seinen Worten nicht erkennt ist Aussage genug. Auch, dass zwar alle Welt sich bestürzt über das äußert, was in Folge eines Todes passiert, aber sich kaum jemand in seiner Berichterstattung bestürzt über die Tat selbst, also davor positioniert.

  6. Richtig, in Sachen NSU, der angeblich rassistischen Ermordung von Khaled B. in Dresden und “Lieferungen von Panzern nach Syrien” (die in Wirklicheit an eine UN-Untersuchungskomissionn gingen) orientierte sich die taz ganz penibel an Fakten.

  7. “Außerdem müsse man die politischen Gegner zu Hause stellen, von Tür zu Tür gehen. Da befinden wir uns im ultrarechten Spektrum.”
    Dann befindet man sich also im ultrarechten Spekrum.
    Demnach wären Angriffe gegen Autos, Häuser und Personen, die z.B. der Afd angehören folglich dem ultralinken Spektrum angehörig.
    Seltsam, man als Linker, der dem ultralinken Spektrum angehört, immer mit zweierlei Maß messen muss.
    Die Straßen sind halt bunt. Ein paar vereinzelte Nazis unter den Domonstranten sollten das Bild doch nicht stören, genauso wie Hitler-Gruss-zeigende Flüchtlinge unter den Gegendemonstranten.

  8. “…hatten 2015 zu Zeiten der Pegida-Bewegung einen hohen Stand mit 39 dokumentierten Übergriffen erreicht. Das ist in der Folge wieder zurückgegangen, aber vor dem Hintergrund von Chemnitz sehen wir nun wieder einen Anstieg.”

    G20 lag dazwischen. Dazu fällt dem taz-Reporter und Vorstandsmitglied der Reporter ohne Grenzen (ist der Ruf erst ruiniert…) nichts ein?
    Dort haben ihn die vermummten, Autos anzündenden und Geschäfte plündernden Idioten der Antifa wohl nicht “weggejagd”. Hat man sich vielleicht mit Handschlag begrüßt und zum gelungen Kampf gegen den Scheißstaat gratuliert?

    1. Reporter ohne Grenzen ist mittlerweile zu einer unerträglichen Propaganda-Organisation mit Soros-verseuchter Agenda degeneriert. Gleiche Geschichte wie bei Ärzte ohne Grenzen und Amnesty International.

      1. Sie haben den ADAC vergessen, den Verband deutscher Apotheker, den Brauerbund! Unter anderem. Gleiche Geschichte. Alles unerträgliche Propaganda-Organisationen mit Soros-verseuchter Agenda.

  9. Gibt es für die systemische Medienmeute keine größere Peinlichkeit als sich mit diesem erbärmlichen Antifa-Zeckenbiss-Videoschnipsel ohne echten Beweiswert seit nunmehr einer Woche ohne Unterlass zu beschäftigen um erfolglos das eigene selbst verschuldete Glaubwürdikeitsdefizit in der Bevölkerung zu retten?
    Auch die Hatz auf Maaßen, der zu einer nachvollziehbar gleichen Bewertung kam, scheint nur noch die letzte Kraftprobe der mangels Akzeptanz sterbenden vierten Kontrollgewalt zu sein.

    Im Umfeld der täglichen Musel-Messer- und Ehren-Morde, die die Republik durchziehen und die zumeist in einer angeblich “politischen korrekten” medialen Desinformation den “jungen (und anderen) Männern” zugeschrieben werden, warten vor allen die restlichen noch zahlenden Rezipienten um Klartextinformationen.

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