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Snap stellt Spectacles vor – und die Snapchat-Mutter crasht auf neue Allzeittiefs bei 10 Dollar

Neuer Anlauf in neuem Look: Snaps Video-Sonnenbrille Spectacles
Neuer Anlauf in neuem Look: Snaps Video-Sonnenbrille Spectacles Screenshot: © YouTube / Spectacles

Zwei Jahre nach dem Launch der ersten Version bessert Snap seine Spectacles nach. Die Kamerabrille kommt nun mit zwei neuen, geschlechtsspezifischen Modellen daher. An der Wall Street wird der Mutterkonzern des Stories-App-Betreibers indes weiter streng gemieden: Snap stürzte gestern auf neue Allzeittiefs und ist nun nur noch 11 Cent von einstelligen Kursen entfernt.

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Zwei Jahre ist es her, dass Snap-Chef Evan Spiegel ein zweites Produkt neben Snapchat präsentierte: Die Kamera-Sonnenbrille Spectacles, die in Deutschland in der ersten Version für 130 Euro zu haben war. Spectacles nimmt auf Knopfdruck bis zu zehn Sekunden lange Videos auf, die dann bei Snapchat hochgeladen werden können.

Die Kamera der Brille nimmt die Umgebung dabei in einem Winkel von 115 Grad auf; das Format der Videos ist kreisrund, was das Sehfeld des menschlichen Auges nachahmen soll. Ein Licht an der Brille zeigt an, dass die Aufnahme läuft. Die Clips werden danach per Bluetooth-Funk oder WLAN ans Smartphone übermittelt.

Erste Generation blieb hinter Erwartungen zurück

Allein: Der Wow-Effekt ist bislang ausgeblieben. Rund 250.000 Einheiten seiner Spectacles konnte Snap bislang absetzen. Nach Informationen des Wall Street Journal ließ das sieben Jahre alte US-Unternehmen aber eine Million Geräte produzieren, weshalb Snap vor einem Jahr schnell eine Abschreibung in Höhe von 40 Millionen Dollar auf das neue Produkt in der Quartalsbilanz vornehmen musste. Noch schwerer wiegt aber, dass bei vielen Nutzern die Brillen wegen des Ärgers über Bildqualität und Bedienung wieder in den Schubladen verschwanden.

So schnell verwerfen wollte CEO Evan Spiegel seine Vision von kugelrunden Stories aus der Brillenperspektive aber nicht. Im April präsentierte Snap daher ein erstes Upgrade der Spectacles, die nun Videos in HD-Qualität aufnehmen und auch schneller ans Smartphone übertragen sollten als die erste Version. Die Kamera-Brille ist seitdem zudem wasserdicht.

Modische Nachbesserung an der zweiten Generation
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Einen neuen Anlauf versucht Snap nun auch mit einem Redesign, das gestern in Form der zweiten Generation vorgestellt wurde. Die Spectacles kommen nun in geschlechtsspezifischen Varianten daher – als Modell ‘Nico’ für Männer und ‘Veronica’ für Frauen.

Abgesehen von polarisierten Gläsern gegen die Reflexion ist die modische Weiterentwicklung indes die einzige Neuerung, die sich Snap teuer bezahlen lässt  – die neuen Modelle kosten nämlich nun 230 Euro (bzw. 199 Dollar). Technisch bewegen sich ‘Nico’ und ‘Veronica’ weiter auf dem Stand des im April gelaunchten Modells.

Der Spectacles-Launch war für die schwer abgestürzte Snap-Aktie an der Wall Street indes kein neuer Impuls. Im Gegenteil: In einem schwachen Umfeld für Technologieaktien brach Snap gestern um weitere 5 Prozent ein und markierte dabei neue Allzeittiefs. Der Mutterkonzern des Stories-App-Anbieters notiert nun nur noch 11 Cent von einstelligen Kursen entfernt.

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