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Fehlzeiten-Report: Fühlen sich Mitarbeiter sinnlos beschäftigt, macht das krank

Wer als Chef seine Mitarbeiter nicht fordert oder ihnen das Gefühl gibt, nicht sinnvoll einzusetzen, macht sie krank
Wer als Chef seine Mitarbeiter nicht fordert oder ihnen das Gefühl gibt, nicht sinnvoll einzusetzen, macht sie krank

Gibt der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern das Gefühl, einen wertvollen Beitrag zu leisten, kommen sie offenbar lieber und öfter zur Arbeit. Fühlen sie sich jedoch sinnlos, steigt die Anzahl der krankheitsbedingten Ausfälle. Worauf Unternehmen noch Wert legen sollten, zeigt eine aktuelle Untersuchung.

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Von Dominik Reintjes

Beschäftigte, die ihrer Meinung nach einem sinnstiftenden Beruf nachgehen, sind gesünder. Sie fehlen seltener am Arbeitsplatz und haben weniger arbeitsbedingte gesundheitliche Beschwerden wie Gelenk- oder Rückenschmerzen.

Das geht aus einer Befragung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) unter 2030 Erwerbstätigen hervor. Die Ergebnisse der Befragung stammen aus dem „Fehlzeiten-Report 2018: Sinn erleben – Arbeit und Gesundheit“.

Laut Studie blieben die Deutschen im vergangenen Jahr der Arbeit durchschnittlich 12,1 Tage wegen Krankheit fern. Wer allerdings von sich behaupten kann, einem sinnstiftenden Beruf nachzugehen, der fehlte im vergangenen Jahr nur 9,4 Tage am Arbeitsplatz. Beschäftigte, die ihren Beruf nicht als sinnstiftend empfinden, fehlten sogar mehr als doppelt so häufig – im vergangenen Jahr 19,6 Tage.

„Wenn Unternehmen die Gesundheit ihrer Mitarbeiter fördern und als Arbeitgeber attraktiv bleiben möchten, sollten sie gegenüber ihren Beschäftigten mehr Loyalität vermitteln und die vertrauensvolle Zusammenarbeit quer durch die Hierarchieebenen gezielt fördern“, sagt Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK.

Wenn der Arbeitgeber den Beschäftigten das Gefühl vermittelt, ein wichtiger Teil des Unternehmens zu sein und eine sinnvolle Arbeit zu leisten, kann das außerdem jobbedingte körperliche und psychische Beschwerden reduzieren.

Rund ein Drittel der Befragten, die ihre Arbeit als sinnstiftend empfindet, klagt über Rücken- und Gelenkschmerzen oder Erschöpfung. Bei den Befragten, die ihre Arbeit selbst wenig sinnstiftend finden, sieht das bedenklicher aus. Mehr als die Hälfte der Befragten haben Rücken- und Gelenkschmerzen (54,1 Prozent) oder fühlen sich erschöpft (56,6 Prozent).

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Wie Arbeitgeber vorbeugen können

Um leeren Arbeitsplätzen vorzubeugen, müssen die Unternehmen den Arbeitern also einen sinnvollen Job bieten.

Was einen solchen Beruf ausmacht, zeigen die Wünsche der Mitarbeiter: Laut der AOK-Befragung ist es 98,4 Prozent der Beschäftigten am wichtigsten, sich im Job wohlzufühlen. Eine gute Zusammenarbeit mit den Kollegen ist 97,9 Prozent der Befragten wichtig, ein gutes Betriebsklima und die Loyalität des Unternehmens gegenüber den Mitarbeitern sind für 96,8 Prozent der Befragten bedeutsam.

„Für das Sinnerleben sind den meisten Beschäftigten vor allem persönlich und sozial motivierte Aspekte ihrer Arbeit wichtig“, sagt Helmut Schröder. „Leider stimmen gerade hier Wunsch und Wirklichkeit oft nicht überein.“

Nur 69,3 Prozent der Befragten haben laut eigenen Angaben einen loyalen Arbeitgeber und bei nur 78 Prozent der Befragten herrscht im Büro ein angenehmes Arbeitsklima.

Dieser Artikel erschien zuerst bei Wiwo.de

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