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Nach Fake-Account-Posse: Investmentlegende Warren Buffett erklärt, warum er nicht mehr twittert – und es auch andere CEOs sein lassen sollten

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Sagt das Ende der gedruckten Zeitung voraus: Warren Buffett / Screenshot: © CNBC / YouTube

Wall-Street-Legende Warren Buffett hatte vermeintlich Twitter wiederentdeckt – und seine Follower mit Lebensweisheiten beehrt. Allein: Das Konto @warrenbuffet99 war ein Fake, der sich bereits am fehlenden 't' in Buffetts Nachnamen selbst enttarnte. Das 'Orakel von Omaha' äußerte sich nun zum Fake-Account und erklärte, warum er den 280-Zeichen-Dienst nicht mehr verwende – und es andere CEOs auch nicht tun sollten.

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“Was ist cool?” wurde in der vergangenen Woche auf einem Twitter-Konto gefragt, das dem vermögendsten Anleger der Wall Street zu gehören schien – Warren Buffett. Der 88-Jährige schien in gewohnter Eloquenz auch plötzlich den 280-Zeichen-Dienst für sich entdeckt zu haben und lieferte eine Top-Ten-Liste nach der anderen mit vermeintlich verblüffenden Antworten. Etwa:

1.) ‘Danke’ sagen
2.) Sich entschuldigen, wenn man falsch liegt
3.) Pünktlich sein
4.) Nett zu Fremden sein
5.) Zuhören, ohne zu unterbrechen
6.) Zugeben, dass man falsch lag
7.) Seinen Träumen folgen
8.) Ein Mentor sein
9.) Anderer Leute Namen merken und sie verwenden
10.) Die Tür offenhalten

Waren die Business-Binsenweisheiten tatsächlich das Geheimnis des unglaublichen Erfolges des zeitweise reichsten Mannes der Welt, dessen Nettovermögen aktuell 87 Milliarden Dollar beträgt? Tatsächlich schienen das auf Twitter schnell Hunderttausende Follower zu glauben, die Buffetts Bonmots vergangene Woche millionenfach likten und retweeteten – wie etwa Hip-Hop-Superstar Kanye West:

Der echte Warren Buffett twitterte zuletzt 2016

Dabei sprachen die Indizien gleich dreifach eine klare Sprache: Das Twitter-Konto namens @warrenbuffet99 hatte mal eben das ‘t’ im Nachnamen des legendären Investors unterschlagen, es fehlte der blaue Verifizierungshaken – am wichtigsten jedoch:  Warren Buffett besitzt längst unter seinem Namen ein geprüftes Twitter-Konto, unter dem das “Orakel aus Omaha” allerdings seit 2016 nicht mehr getwittert hat.

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Während das Rätsel um den Fake-Account des vermeintlichen Warren Buffetts schnell aufgelöst und das Konto inzwischen gelöscht wurde, sind die Äußerungen des Berkshire Hathaway-CEOs fast noch interessanter als die Twitter-Posse selbst.

Gegenüber dem Finanzsender CNBC erklärte der 88-Jährige Ende der Woche: “Ehrlich gesagt gibt es so viele andere Dinge im Leben, die ich statt zu twittern machen möchte”, sagte Buffett und ergänzte: “Ich bin nicht so besessen von der Idee, dass andere Leute meine Meinung hören müssen.”

“Denke nicht, dass Twitter Elon Musk geholfen hat”

Der legendäre Investor, der in den vergangenen zwei Jahren spektakuläre Zugewinne mit seinem Engagement in Apple einfahren konnte, erteilte vor allem der Echtzeitmentalität des Mediums eine Absage. “Ich gebe einmal im Jahr einen Geschäftsbericht und Brief an Aktionäre heraus. Ich habe einfach keine täglich neue Meinung zu vielen aktuellen Dingen”, erklärte Buffett.

Bezogen auf seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway wären tägliche Tweets sogar gefährlich. Die Neigung anderer CEOs, sich täglich auf Twitter zu allen möglichen Themen zu verbreiten, wie es etwa Elon Musk zuletzt getan hat, sieht Buffett kritisch, “Ich denke nicht, dass es ihm wirklich geholfen hat”, bemerkte Buffett spöttisch an die Adresse des Tesla-CEOs.

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