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Chemnitz-„Brennpunkt“ landet vor allen anderen 20.15-Uhr-Programmen, WDR holt mit altem Münster-„Tatort“ fast 10%

Weiterhin die beliebtesten "Tatort"-Ermittler: Axel Prahl (l.) und Jan Josef Liefers

Die Geschehnisse in Chemnitz beschäftigen die Menschen weiterhin sehr. Einen entsprechenden „Brennpunkt“ schalteten am Donnerstagabend 4,01 Mio. Menschen im Ersten ein – mehr als alle anderen Programme ab 20.15 Uhr. Vor sämtlichen Prime-Time-Sendungen der Privatsender landete auch noch ein alter Münster-„Tatort“, der dem WDR Fernsehen 2,61 Mio. Seher und herausragende 9,5% bescherte.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Donnerstag wissen müssen:

1. Info-Programme besiegen Serien und Filme

An der Spitze der Quotencharts vom Donnerstag finden sich ausschließlich Informationssendungen: Das „heute journal“ gewann den Tag mit 4,19 Mio. Neugierigen und 16,7% vor dem „Brennpunkt“ zum Thema „Wut, Protest, Gewalt – Chemnitz und die Folgen“, den 4,01 Mio. (14,9%) einschalteten. Platz 3 ging an die 20-Uhr-„Tagesschau“ des Ersten mit 3,91 Mio. und 14,9%. Erst dahinter folgen dann Nicht-Info-Programme: „Der Bergdoktor“ erreichte im ZDF um 20.15 Uhr 3,88 Mio. Leute und 14,1%, „Wolfsland – Ewig Dein“ im Ersten auf Platz 8 verhaltene 2,90 Mio. und 10,6%.

2. Sat.1 gewinnt im jungen Publikum mit „Deception“ und „Promi Big Brother“

Bei den 14- bis 49-Jährigen dominieren keine Nachrichten und „Brennpunkte“ die Spitze der Quotencharts. Stattdessen vorn: „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ mit 1,40 Mio. und 20,0%. In der Prime Time führte hingegen Sat.1 den Donnerstags-Markt an: Die Serie „Deception – Magie des Verbrechens“ überzeugte erneut mit 1,07 Mio. und 13,3%, „Promi Big Brother“ sahen ab 22.15 Uhr 960.000 (17,2%). Dazwischen lief es für „Criminal Minds“ mit 720.000 und 9,1% hingegen eher mittelmäßig.

3. ProSiebens „Global Gladiators“ legen auf 10,8% zu

Nicht an „Deception“ und „Promi Big Brother“ heran kamen ProSieben und RTL. ProSieben kann dennoch zufrieden sein, denn für „Global Gladiators“ lief es deutlich besser als noch vor einer Woche: 840.000 14- bis 49-Jährige schalteten die Show ein – gute 10,8%. Zum Vergleich: Am vergangenen Donnerstag sahen nur 620.000 (8,9%) zu. „Alarm für Cobra 11“ verlor hingegen Zuschauer und Marktanteile, erreichte bei RTL um 20.15 Uhr und 21.15 Uhr nur 860.000 und 10,8%, sowie 790.000 und 10,1%.

4. Grandiose Zahlen für einen alten Münster-„Tatort“ im WDR Fernsehen

In der ersten TV-Liga mitspielen durfte am Abend das WDR Fernsehen: Dort interessierten sich 2,61 Mio. Gesamt-Zuschauer für den neun Jahre alten „Tatort: Höllenfahrt“ aus Münster, der Marktanteil von 9,5% ist ungefähr das Vierfache des WDR-Normalniveaus. Damit landete der WDR um 20.15 Uhr auch vor allen Privatsendern und misste sich nur dem ZDF und dem Ersten geschlagen geben. Über der Mio.-Marke blieb danach auch „WDR aktuell“ mi 1,06 Mio. Sehern und 4,2%. Mies lief der Abend hingegen für zdf_neo: Die beiden „Bad Banks“-Wiederholungen erzielten um 20.15 Uhr und 21.05 Uhr mit 310.000 und 250.000 Zuschauern nur Marktanteile von 1,1% und 0,9%, das erste „Neo Magazin Royale“ nach der Sommerpause um 22 Uhr mit 340.000 Leuten 1,5%. Bei den 14- bis 49-Jährigen landete es mit 190.000 und 2,6% aber klar über dem Sender-Normalniveau. „Bad Banks“ hingegen vorher mit 0,6% und 0,4% nicht.

5. Zweite Privat-TV-Liga mit blassen Prime-Time-Zahlen, Super RTL stark mit „CSI: Miami“

Vox, RTL II und kabel eins blieben am Abend im Mittelmaß hängen. Bei Vox landete der Film „The Boss – Dick im Geschäft“ mit 540.000 14- bis 49-Jährigen bei 6,8% und damit fast auf dem 12-Monats-Durchschnitt des Senders von 7,0%.  RTL II erreichte mit „Curvy Supermodel“ 390.000 junge Zuschauer und 5,0%, kabel eins mit „Unser Kiosk“ 380.000 und 4,8%. Weit über sein Soll sprang hingegen Super RTL: „CSI: Miami“ sammelte dort zwischen 20.15 Uhr und 23.05 Uhr 290.000 bis 340.000 junge Zuschauer ein, die Marktanteile steigerten sich von schon grandiosen 3,7% auf noch grandiosere 4,0% und 5,0%.

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