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Trump beschimpft Watergate-Enthüller Carl Bernstein als “degenerierten Idioten”, aber der kontert cool

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Carl Bernstein und Bob Woodward sind lebende Reporter-Legenden. Gerade erleben die Watergate-Enthüllungen so etwas wie ein politisches Comeback: Woodward bringt sein Buch über die Trump-Administration heraus, vor dem die halbe US-Hauptstadt zittern soll und Bernstein ärgerte den US-Präsidenten mit seiner neuesten CNN-Recherche derart, dass dieser ihn als "degenerierten Idioten" beschimpfte. Bernstein reagierte auf Twitter mit einer kühlen Antwort.

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So ist Bernstein einer der Autoren, die für CNN zu dem Treffen von Trump-Vertrauten mit einer russischen Anwältin während Präsidentschaftswahlkampf 2016 recherchierten. Bei dem Meeting soll das Team des späteren Präsidenten darauf gehofft haben, brisantes Material zu Hillary Clinton zu erhalten.

Der CNN-Bericht zitiert nun Quellen, nach denen Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen gesagt haben soll, dass sein Mandant von dem Treffen gewusst habe. Das Problem ist nun allerdings, dass einer der Informanten seine Aussagen wieder zurückzog.

Damit war der CNN-Bericht in Frage gestellt. Der Sender und Bernstein halten an ihren Recherchen fest, dass Trump-Team hat allerdings nun einen Ansatzpunkt für Kritik.

Bei dieser vergriff sich der US-Präsident allerdings mal wieder heftig im Ton. Er twitterte: “Der schlampige Carl Bernstein – ein Mann, der in der Vergangenheit lebt und wie ein verdorbener Idiot denkt, eine Geschichte nach der anderen erfindet – wird im ganzen Land verlacht“. Der “schlampig” Vorwurf ist nicht sonderlich originell. Mit ihm hatte Trump bereits seinen Ex-Berater Steven Bannon im Zuge der Veröffentlichung von Michael Wolffs-Enthüllungsbuches “Fire and Fury” beschimpft. Damals war die Attacke noch irgendwie treffend, weil Bannon tatsächlich immer etwas derangiert wirkt.

Bernstein konterte nun die Attacke des Präsidenten mit maximaler Ruhe und Seriosität.

CNN verteidigte dagegen Bernstein sehr offensiv. Der Sender antwortet auf Trump: “„Machen Sie keinen Fehler, Herr Präsident, CNN lügt nicht. Wir berichten die Nachrichten. Und wir berichten, wenn Leute in Machtpositionen Lügen erzählen. CNN steht zu seiner Berichterstattung und seinen Reportern. Es mag viele Idioten in dieser Geschichte geben, aber Carl Bernstein ist nicht einer von ihnen.“

Was Bernstein von der Trump-Administration so grundsätzlich hält, verriet er in einem Tweet einige Tage zuvor: Es sei schlimmer als Watergate. Denn damals funktionierte das System.

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Alle Kommentare

    1. Im Gegensatz zu Tronald Dumpf ist CNN seit Jahrzehnten für ehrliche Arbeit bekannt. Was die Dumpfbacke jetzt mal wieder an persönlichen Diffamierungen vom Stapel lässt, ist eines Presidenten unwürdig. Wie tief lässt sich America noch in den Trump-Sumpf hineinziehen? Sieht man sich mal an, was die Amis sich tagtäglich im TV ansehen (müssen?), weil es einfach unsagbar viel volksverdummenden Schrott im US TV gibt, wird einem auch klar, warum die Menschen diese offensichtlichen Lügen von D.T. immer noch hinterher laufen…

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