Partner von:
Anzeige

Nach mysteriösen Morddrohungen bei G+J-Tochter: Bis zu 700 Angestellte von Prisma Media sollen zum DNA-Test

Rolf Heinz, CEO von Prisma Media: große Unruhe im Unternehmen nach Morddrohungen gegen Management und Mitarbeiter
Rolf Heinz, CEO von Prisma Media: große Unruhe im Unternehmen nach Morddrohungen gegen Management und Mitarbeiter

Die Angst geht um bei der französischen Gruner + Jahr-Tochter Prisma Media: Management und Mitarbeiter bekommen seit Längerem anonyme Briefe mit Morddrohungen. Jetzt soll ein DNA-Test unter anderem bei den Mitarbeitern des Verlagshauses helfen, dem Briefeschreiber auf die Schliche zu kommen. Die Auswertung der Tests könnte sich bis September hinziehen.

Anzeige

Unruhe bei der französischen Gruner + Jahr-Tochter Prisma Media: die Mitarbeiter des Pariser Verlagshauses müssen sich offenbar einem DNA-Test unterziehen. Auslöser hierfür sind anonyme Briefe mit Morddrohungen, die seit Längerem bei dem Magazinunternehmen eingehen. Das berichten französische Medien. So hat Prisma Media seit Mitte 2017 mehrere Schreiben mit Morddrohungen erhalten. Die ersten Drohbriefe waren an die Geschäftsführung gerichtet, später auch an Mitarbeiter. Ein Brief, der bereits Mitte Juli 2017 eingegangen ist, enthielt eine Kugel, ein zweiter Brief eine Schrotpatrone, heißt es laut französischen Medien.

Seit Januar hätten nun auch mehrere Mitarbeiter der Verlagsgruppe Drohbriefe erhalten. Offenbar soll einer der Briefe DNA-Spuren enthalten haben, heißt es. Daher will jetzt die Pariser Polizei mit einem DNA-Test dem Täter auf die Spur kommen. Dazu könnten 700 Mitarbeiter der Verlagsgruppe eine DNA-Probe abgeben. Laut französischen Medien soll sich die Untersuchung der DNA-Proben bis mindestens September hinziehen. Ein Gruner + Jahr-Sprecher will sich auf Anfrage von MEEDIA zu den laufenden polizeilichen Ermittlungen nicht äußern.

Anzeige

Prisma Media gehört zu einer der führenden Magazinunternehmen in Frankreich. Das Unternehmen hatte erst Mitte des Jahres das traditionsreiche Wochenmagazin VSD an den im Libanon geborenen Unternehmer Georges Ghosn verkauft. Er soll das Blatt angeblich zu einem symbolischen Preis von einem 1 Euro übernommen haben. Rund 30 Redakteure sind von der Transaktion betroffen. Ob Ghosn alle Mitarbeiter übernimmt, ist nicht bekannt. Prisma Media war erst im vergangenen Jahr durch mehrere Personalien aus der Führungsebene in die Schlagzeilen geraten. So haben Daniel Daum, Chef der wichtigen TV-Entertainment-Sparte, sowie die Chefin des Finanzbereichs, Delphine Messner, das Verlagshaus verlassen. Daum war unter anderem für VSD verantwortlich, aber auch für die Fernsehzeitschriften wie Voice, Tele 2 Semaines, TV Grandes Chaines.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
 
Meedia

Meedia