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“Google, Facebook und Twitter behandeln Konservative und Republikaner unfair”: Donald Trump attackiert erneut US-Konzerne

US-Präsident Donald Trump greift US-Konzerne weiter an
US-Präsident Donald Trump greift US-Konzerne weiter an

US-Präsident Donald Trump befeuert den Zwist mit großen Techkonzernen wie Google und Facebook weiter. Sie seien parteiisch und würden konservative Stimmen unterdrücken. Ein Video auf Twitter soll das beweisen. Google wehrt sich und doch heizt Trump die Diskussion um die politische Ausrichtung der Plattformen weiter an.

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US-Präsident Donald Trump lässt mit seinem Vorwurf der Parteilichkeit gegen Google, Facebook und Twitter nicht locker. Am Mittwochabend postete er ein Video mit dem Zusatz “#StopTheBias”, mit dessen Hilfe nachgewiesen werden sollte, dass Google die Reden “Zur Lage der Nation” seines Vorgängers Barack Obama intensiver auf der Homepage beworben habe, als die Trumps. Google konterte und erklärte, Trump habe 2017 gar keine sogenannte “State of the Union” gehalten. 2018 sei sie sehr wohl mit einem Livestream verbreitet worden. Archiv-Aufnahmen bestätigen die Aussagen des US-Konzerns. In einem Statement betonte ein Sprecher, dass man weder bei Barack Obama noch bei Donald Trump die Kongressreden direkt nach der Wahl beworben habe. Dies seien keine Reden zur Lage der Nation.

Der amtierende US-Präsident hatte seine erste “State of the Union” am 30. Januar 2018 um 21 Uhr Abends in Washington gehalten. In Trumps hochgeladenen Video – das mittlerweile fast drei Millionen Views hat – gibt es weitere Ungereimtheiten. Die Aufnahme vom 12. Januar 2016 zeigt die Google-Startseite mit dem alten Logo. Tatsächlich hat das Unternehmen den Schriftzug im September 2015 geändert. Laut web.archive.org zeigte sich Besuchern der Seite an diesem Tag zudem ein Cinderella-Doodle. Dieses ist in Trumps Clip nicht zu sehen.

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Bereits zuvor hatte Trump erklärt: “Google, Facebook und Twitter behandeln Konservative und Republikaner sehr unfair.” Sie versuchten, einen sehr großen Teil dieses Landes mundtot zu machen. “Diese Menschen wollen nicht mundtot gemacht werden. Es ist nicht richtig, es ist nicht fair, es könnte illegal sein”, sagte er im Weißen Haus. Auf die Frage nach möglicher Regulierung von Google sagte der US-Präsident: “Wir werden sehen. Wir wollen keine Regulierung, wir wollen Fairness.” Trump hatte am Dienstag zunächst Google vorgeworfen, konservative Stimmen zu unterdrücken, und seine Kritik dann auch auf Facebook und Twitter ausgeweitet.

Die Debatte um die politische Ausrichtung wird indes durch den Facebook-Programmierer Brian Amerige weiter angeheizt, wie MEEDIA-Autor Jens Schröder in seinem Trending berichtet. Dieser hat einen Diskussionsprozess über eine angebliche politische Intoleranz innerhalb des Unternehmens initiiert. Der Programmierer schrieb einen Debattenbeitrag und startete eine interne Facebook-Gruppe namens “FB’ers for Political Diversity”. In seinem Beitrag, den es hier als PDF bei der New York Times gibt,  sagt er, es gebe eine “politische Monokultur” bei Facebook, die intolerant gegenüber anderen Meinungen sei und wie ein Mob auf Andersdenkende losgeht und links geprägt sei.

Auch Twitter-Chef Jack Dorsey hatte in einem Interview mit CNN im Zuge der Debatte um US-Verschwörungstheoretiker Alex Jones zugegeben, dass die Plattform politisch links ausgerichtet sei. Allerdings versicherte er dabei auch, “dass wir uns Inhalte nicht nach dem politischen oder ideologischen Standpunkt ansehen.”

tb (mit Material der dpa)

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