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RTL Group mit Rekord-Umsatz im 1. Halbjahr 2018 – Produktions-Geschäft und Niederlande als Wachstumstreiber

RTL Group CEO Bert Habets
RTL Group CEO Bert Habets

Einmal mehr legt die RTL Group gute Zahlen vor. Im ersten Halbjahr 2018 wuchs der Umsatz des zu Bertelsmann gehörenden TV-Konzerns um 2,3% auf die Rekordsumme von 3,046 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum: 2,978 Mrd Euro). Während RTL Deutschland nach wie vor den Löwenanteil beisteuert, beim Gewinn aber auf der Stelle tritt, kam das Wachstum diesmal vor allem von der Produktionstochter Fremantle und RTL Nederland.

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Die niederländische RTL-Tochter erwirtschaftete ein Umsatzplus von 13 Mio. Euro im 1. Halbjahr. Das einstige Sorgenkind im RTL-Reich sorgte auch maßgeblich dafür, dass der operative Gewinn (EBITDA) immerhin um knapp 2% auf 638 Mio. Euro kletterte. Im vergangenen Jahr beklagte man bei der RTL Group noch, dass der Einstieg von Netflix in den Niederlanden deutlich spürbar sei. Aufgrund der hohen Affinität der Niederländer zur englischen Sprache seien die Effekte der Web-Konkurrenz stärker als in anderen Märkten (wobei Netflix seine Inhalte in der Regel immer auch in der jeweiligen Landessprache anbietet).

Netflix & Co werden auch in Deutschland mittlerweile von RTL sehr ernst genommen. Wohl auch wegen der gewachsenen Digital-Konkurrenz hebt der TV-Konzern in der aktuellen Bilanz hervor, dass RTL Deutschland seine Aktivitäten bei der hauseigenen Video-on-Demand-Plattform (VoD) TVnow deutlich ausgebaut hat. Die Zahl der zahlenden Abonnenten sei um 43,5% gestiegen. Auch in den Niederlanden verschmilzt RTL seine bisherige Gratis-Plattform RTL X mit dem VoD-Dienst Videoland, das einen Abo-Zuwachs von 122% verzeichne.

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Gut gelaufen sind die Geschäfte zudem bei der Produktionstochter Fremantle Media, die den Umsatz im 1. Halbjahr um 33 Mio. steigerte. Der operative Gewinn stagniert hier allerdings bei 42 Mio. Euro. Fremantle profitierte im zweiten Quartal auch von der Rückkehr des Dauerbrenner-Formats “American Idol” (die US-Version von “Deutschland sucht den Superstar”).

Der Digital-Umsatz der Gruppe kletterte um 9% auf 424 Mio. Euro. 47,7% des Gesamt-Umsatzes stammen noch aus dem klassischen Geschäft mit TV-Werbung,  18,7% entfallen auf die Produktion, 13,9% auf digitale Aktivitäten, 5,5% sind Plattform-Erlöse, 4,2% Radio-Werbung und 10% andere Umsätze. RTL Deutschland erwirtschaftete im 1. Halbjahr einen operativen Gewinn von 366 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 363 Mio. Euro). Das ist immer noch über die Hälfte des Gesamt-Gewinns der Gruppe. Das (kleine) Wachstum kommt aktuell aber aus anderen Quellen.

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