Partner von:
Anzeige

Von Frankfurt nach Leer: Ex-FNP-Chefredakteur Joachim Braun geht zur Ostfriesenzeitung

Joachim Braun
Joachim Braun

Joachim Braun, bislang Chefredakteur bei der Frankfurter Neuen Presse, hat einen neuen Job. Er wechselt zur Ostfriesen-Zeitung. Hier steht er vor ähnlichen Problemen wie in Frankfurt. Denn die Auflage der Ostfriesenzeitung geht wie bei allen Regionalzeitung seit Jahren zurück. Ob er die Absatzkurve nach oben bewegen kann, bleibt abzuwarten.

Anzeige

Wenige Monate nach seinem Ausscheiden bei der Frankfurter Neue Presse hat Joachim Braun einen neuen Job. Er wird Chefredakteur des Ostfriesenzeitung in Leer, die zur ZGO Zeitungsgruppe Ostfriesland gehört. Seinen neuen Posten fängt er ab 1. November an. Er löst Uwe Heitmann ab, der 14 Jahre lang die Redaktionen der Zeitungsgruppe Ostfriesland gestaltet hat. „Er ist der richtige Mann zur rechten Zeit und gemeinsam können wir die ZGO entscheidend weiterbringen“, so Robert Dunkmann, geschäftsführender Gesellschafter der Zeitungsgruppe Ostfriesland, und Geschäftsführerin Ute de Buhr.

Braun steht hier vor ähnlichen Problemen wie bei der Frankfurter Neuen Presse. Er muss gegen Absatzverluste kämpfen, die die Zeitung seit Jahren plagen. Denn die verkaufte Auflage sank im 2. Quartal 2018 laut IVW auf 32.704 Exemplare. Das ist gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal ein Minus von rund 2,9 Prozent. Etwas stärker ging die Zahl der Abos um fast 3 Prozent auf 28656 Stück zurück, der Einzelverkauf sackte um rund 4,2 Prozent auf 2088 Exemplare ab.

Anzeige

Bei der Frankfurter Neuen Presse (FNP) hatte er zuletzt für viel Unruhe und Unmut in der Redaktion gesorgt. Kurz nach seinem Antritt hatte der geborene Lüneburger einen Newsroom für die Regionalzeitung eröffnet. Dafür griff der Verlag der Frankfurter Sozietät Medien tief in die Taschen. Rund eine Million Euro machte das Printhaus für den Umbau locker. Gleichzeitig stellte Braun das Blattkonzept um. Aus einem termin- und ressortgetriebenen Zeitung machte er einen themenbezogenen Regionaltitel. Doch die Neuausrichtung verschreckte viele ältere Leser. Hunderte von Abonnenten kehrten dem Titel den Rücken und kündigten ihre Abos.

Dann der Paukenschlag. Überraschend wechselt bei der FNP zum 1. April ihren Besitzer. Die Ippen Mediengruppe und die MDV-Mediengruppe der Gießender Verlegerfamilie Rempel übernehmen die Frankfurter Neue Presse (FNP) von der Fazit-Stiftung. Damit sind die Tage von Braun gezählt. Er verlässt “im besten gegenseitigen Einvernehmen” die Zeitung, wie es in der Pressemitteilung hieß, “da die neuen Eigentümer und er unterschiedliche Strategien für die Regionalzeitung sehen”.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
 
Meedia

Meedia