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Einstweilige Verfügung: Micky Beisenherz muss Facebook-Video “Expedition ins Präsentierreich” offline stellen

Gegen Micky Beisenherz (r.) wurde eine Einstweilige Verfügung erlassen, weil er Influencerin Carolina Alexandrova (l.) und eine Freundin ohne deren Einverständnis gefilmt und die Aufnahmen veröffentlicht hatte
Gegen Micky Beisenherz (r.) wurde eine Einstweilige Verfügung erlassen, weil er Influencerin Carolina Alexandrova (l.) und eine Freundin ohne deren Einverständnis gefilmt und die Aufnahmen veröffentlicht hatte

Das Kölner Landesgericht hat eine einstweilige Verfügung gegen den Moderator und Autor Micky Beisenherz erlassen. Gegenstand dieser Verfügung ist ein Video, das Beisenherz Ende Juli auf Facebook gepostet hatte. Darin zu sehen waren zwei Frauen, die in einem Hotelpool auf Mallorca Instagram-Fotos in verschiedenen Posen aufnehmen.

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Der Knackpunkt: Beisenherz, der im selben Hotel seinen Urlaub verbrachte, hatte die beiden ohne ihr Wissen und Einverständnis, gefilmt und die Szenerie gemeinsam mit seinen Mitreisenden teils beleidigend kommentiert (MEEDIA berichtete).

Kurz sinnierten sie auch über die Rechtmäßigkeit der Aufnahmen nach den Datenschutzrichtlinien, kamen aber zu dem Schluss, dass die beiden Frauen Personen des öffentlichen Interesses und die Aufnahmen daher unbedenklich seien. Die Betroffenen selbst sahen die Angelegenheit nicht ganz so sportlich. Zumal später bekannt wurde, dass nur eine der beiden Frauen, Karolina Alexandrova, eine Instagram-Influencerin ist, die andere jedoch lediglich Privatperson.

Die beiden Frauen gingen anwaltlich gegen das Video vor und mahnten Beisenherz zunächst ab. Nach Aussage von Marcel Leeser von der Kanzlei Höcker, die die Betroffenen vertritt, argumentierte die Beisenherz-Seite unter anderem mit dem Recht auf satirische Abbildung zeitgeschichtlicher Ereignisse. Leeser kommentierte gegenüber MEEDIA: “Wenn ein zeigefreudiger Instagramer eine andere Instagramerin als zu zeigefreudig bepöbelt, ist das zwar unfreiwillig komisch, aber noch lange keine Satire. Und selbst wenn: Satire darf entgegen einer weitverbreiteten Fehlvorstellung eben nicht alles.”

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Daher folgte vergangene Woche der Antrag auf besagte einstweilige Verfügung, dem vom Kölner Landesgericht stattgegeben wurde und die MEEDIA vorliegt. Aus ihr geht hervor, dass Beisenherz das Video nicht länger öffentlich zur Schau stellen und er auch einzelne Passagen, die in dem Video gefallen sind, nicht wiederholen darf.

Bis zum Vormittag des 28. August 2018 hatte Beisenherz das Video allerdings noch nicht von seiner Facebook-Seite entfernt.

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Alle Kommentare

  1. Anfängerfehler. Illegal filmen darf man natürlich nur Leute, die einen schwarz-rot-goldenen Hut auf haben.

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