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Zum Tode von John McCain: So verneigt sich die Social-Media-Welt vor dem Anti-Trump

John McCain forderte bei den US-Wahl 2008 Barack Obama heraus
John McCain forderte bei den US-Wahl 2008 Barack Obama heraus Foto: © Facebook / John McCain

Der republikanische Senator John McCain ist am Samstag im Alter von 81 Jahren an den Folgen eines Hirntumors verstorben. Er galt als größter innerparteilicher Rivale von US-Präsident Trump, mit dem er sich legendäre Wortduelle u.a. zur Gesundheitsreform lieferte. Politiker aus beiden Parteien nahmen in den sozialen Medien Abschied von McCain.

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McCain war 31 Jahre lang Senator im Bundesstaat Arizona und republikanischer Präsidentschaftskandidat bei der US-Wahl 2008, die er gegen Barack Obama verlor.

Seine Frau Cindy, mit der er seit 1980 verheiratet war, nahm in bewegenden Worten auf Twitter Abschied.

Seine 33-jährige Tochter Meghan verbreitete folgendes Statement.

US-Politiker kondolierten umgehend. Der frühere US-Präsident Barack Obama, gegen den McCain 2008 bei der US-Wahl angetreten und unterlegen war, erinnerte in seinem Statement an den respektvollen Umgang der beiden Vollblutpolitiker miteinander und an McCains Verdienste für Amerika.    

Obamas Amtsvorgänger George W. Bush wählte für seine Verneigung vor John McCain Instagram als Kommunikationskanal und würdigte seinen Parteikollegen als “großen Patrioten”.  

Während Bush und Obama als Redner zur Trauerfeier von John McCain eingeladen worden waren, verbat sich der verstorbene Republikaner explizit die Anwesenheit von US-Präsident Trump, mit dem der Senator von Arizona eine langjährige Abneigung verband. Trump rang sich auf Twitter denkbar knapp trotzdem eine Beileidsbekundung für McCains Familie ab, vermied aber jede Form einer Würdigung von McCains politischer Karriere.

Auch die First Lady, Melania Trump, und die Präsidententochter Ivanka kondolierten:  

Die letzte demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton erklärte auf Twitter in ihrer Würdigung, es werde “niemals mehr jemanden wie ihn geben.”  

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Der republikanische Präsidentschaftsbewerber John Kasich, der 2016 in den Vorwahlen gegen Donald Trump unterlegen war, erklärte unterdessen, er habe alle Fahnen in Ohio auf Halbmast senken lassen.  

Aus dem Ausland folgten in den sozialen Medien ebenfalls schnell Kondolenzen – wie vom kanadischen Premier Justin Trudeau oder von Bundeskanzlerin Merkel:  

Aus der Medienbranche übermittelten zahlreiche Journalisten dies- und jenseits des Atlantiks ihre Beileidsbezeugungen.  

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Alle Kommentare

  1. Da sieht man, wie gehirngewaschen und propagandaverseucht “die Social-Media-Welt” mittlerweile ist.

    McCain war ein fanatischer neokonservativer Kriegstreiber, der für seine “Regime Change”-Ziele sogar Al-Kaida-Terroristen in Syrien von der CIA finanzieren und mit Waffen beliefern ließ. Für den Irak-Krieg war er natürlich auch – und den Iran hätte er am liebsten auch schon längst bombardieren lassen. https://www.youtube.com/watch?v=o-zoPgv_nYg

    Verblüffend, dass auch deutsche Journalisten in die Jubelchöre einstimmen. Flüchtlinge aus dem Lieblings-Zielabwurf-Gebiet von McCains Bomben sind zu Hunderttausenden nach Deutschland gekommen nachdem sich herausstellte, dass man Demokratie nicht einfach so herbei bombardieren kann. Aber diesen Zusammenhang zu begreifen ist offensichtlich zu anspruchsvoll für unsere Transatlantik-Propagandatröten.

    Jetzt, wo McCain tot ist, und er keinen Schaden mehr anrichten kann, ist die Welt ein besserer Ort.

    1. Super Kommentar. Unsere Medien dienen wirklich allem, aber nicht der Wahrheit. Gut, dass sich viele nicht so leicht manipulieren lassen.

    2. An Ekelhaftigkeit nicht zu überbieten: Einer der schlimmsten Kriegsverbrecher, Kriegstreiber, Terroristen und Psychopathen wird vom westlichen Gesinde auch noch verehrt! Völlig egal, dass sich der IS-Mitbegründer auch offen gegen Deutschland gestellt hat – Hauptsache, vor dem Imperium buckeln und dem internationalen Verbrechen huldigen.

    3. Schließe mich an.

      Erinnert mich an die non-grata-Person Frauke Petry, die von der Haltungspresse auf das Übelste beschimpft wurde, sich dann aber, als sie der AfD den Rücken kehrte, vor Interviewanfragen nicht retten konnte.
      In der Hoffnung der Lohnschreiber, von da ein wenig Kot in die Hände zu bekommen, die man auf die AfD werfen kann.

      Jetzt läßt man sich mit McCain ein, um Trump zu schaden.

  2. Mccain ist ein Kriegsverbrecher, -Hetzer und Terrorunterstützer. Er hat sämtliche illegalen Angriffskriege und Regime Changes des amerikanischen D**p State unterstützt. Sei es Ukraine, Irak, Libyen, Syrien usw. Dazu unvergessen seine Aussage zu Syrien wir müssen die moderaten Rebellen (=>ISIS, Al Kaida) bewaffnen, um russische Flugzeuge ab zu schießen.

    https://www.youtube.com/watch?v=K9jQZcejry4

    Unvergessen auch seine Bilder mit den ISIS Führung Al Baghdadi!!! Einfach mal suchen: Mccain und Baghadai

    Ferner ein sein Auftritt auf dem Maidan und seine Forderung die ukrainischen Nazis gegen Russland zu bewaffnen.

    …. und die (linken?) social Media Fanboys feiern den Herren als Held. Die linken Olivgrünen sind wahnsinnig, anders kann man das nicht mehr beschreiben.

  3. Ausgerechnet John McCain wird kurz nach seinem Ableben als strahlender Held und Friedensengel verklärt. McCain war übrigens eine treibende Kraft als es darum ging, in den Irak-Krieg zu ziehen.

    Zudem war er bis zuletzt davon überzeugt, dass ein Krieg gegen den Iran Sinn machen würde. Joe Klein vom US-amerikanischen Time-Magazin nannte ihn daher wiederholt kriegstreiberisch.

    Dann wundert es auch nicht, dass er sich für “alternative” Verhörmethoden (also Folter) von Kriegsgefangenen starkmachte, zumindest, wenn sie von der CIA durchgeführt wurden.

    Und das Sahnehäubchen: Während seiner Präsidentschaftskampagne 2008 ließ er das schreckliche Republikaner-Dummchen Sarah Palin auf die Menschheit los, die als seine Vizepräsidentin kandidierte.

    So lange ist das alles doch noch gar nicht her – woher kommt plötzlich diese Heiligenverehrung in nahezu allen McCain-Nachrufen, die ich bisher gelesen habe?

  4. *rofl*

    2008, als Kandidat der Republikaner bei den US-Präsidentschaftswahlen, las sich das noch ganz anders.

    Da galt McCain noch also “Neocon”.
    Ist schon mal aufgefallen, warum unsere Medien nicht über die “Neocons” berichten ? Kleiner Tipp: Die “Neocons” haben während der Wahl 2016 H. Clinton unterstützt. 😉

  5. Der Feind meines Feindes ist mein Freund.
    Ein Grundsatz der Linken. Völlig egal, wie dämlich man damit letztlich rumsteht.
    Bei den Amerikanern besteht zumindest noch der gemeinsame Wertekanon, dass man über einen Verstorbenen nicht schlecht spricht.
    Bei den Deutschen offenbar nicht.
    Da kommt eine Charakternull wie Gutjahr um die Ecke und instrumentalisiert den Tod eines Menschen, um die populistische Fresse aufzureißen.
    Ekelhaft!

  6. Man soll über einen Toten nicht schlecht reden.

    Mc Cain vereint zum letzten Male die durch Trump abgewählte selbsternannte Elite. Die schäumenden linken, wie rechten Politiker und ihre Medien ergreifen die Gelegenheit, sich anläßlich seines Todes gegenseitig ihrer Verbundenheit global zu versichern.

    Dieses hohe Fest hat Mc Cain selber heraufbeschworen, für viele wird es jedoch eine weitere Bekräftigung der Spaltung bedeuten.

    Vergessen wir nicht: Trump hat bevor er die Demokraten besiegen konnte, erst einmal die führenden Republikaner niederringen müssen. Von dieser Seite kam, und kommt bis zu diesen Tod der Widerstand gegen Trump, selbst aus seinem eigenen Kabinett

    Wenn sich jemand in der Weise gegen einen Präsidenten stellt, daß er ihn von seiner eigenen Todesfeier ausschließt muß man sich fragen, welche Art von Patriotismus hier zugrundeliegen wird.

    Die Hälfte der US- Bürger hatte die Nase gestrichen voll von der Elite in “Washington” und ihrem scheinheiligen Amerikanismus. Einer der wichtigsten Repräsentanten dieser Elite war Mc Cain. Die Zurücksetzung dieser Kaste durch den Wähler haben die allermeisten bis zum heutigen Tage nicht überwunden, und sie werden auch weiterhin, das scheint gewiß, keine Ruhe geben.

    Deswegen ist es vielleicht richtig, was Gabor Steingard dem Mc Cain nachruft, wonach dieser weder ein rechter, noch ein linker Politiker gewesen sei. Aber es ist eben nicht besonders freundlich, ihm dergleichen an seinem Grab nachzurufen.

    Immerhin: bisher hat ihn niemand wegen einer irgendwie auffällig gewordenen, demokratischen Gesinnung rühmen mögen. Freiheit, aber ohne Demokratie.

    Eigentlich nicht das, was die US- Verfassung ausmacht.

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