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Vom Dschungel über Promi-BB ins Sommerhaus und zurück: die Tingeltangel-Reise der immergleichen “Promis” durch’s Trash-TV

SInd häufiger in Trash-Formaten vertreten: Sophia Vegas, Sarah Knappik und Thorsten Legat
SInd häufiger in Trash-Formaten vertreten: Sophia Vegas, Sarah Knappik und Thorsten Legat

RTL, Sat.1 oder ProSieben - immer mehr Sender wollen an der offensichtlichen Begeisterung der Fernsehzuschauer für Formate wie "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" oder "Promi Big Brother" mitverdienen. Doch der Kandidatenkreis der mehr oder minder prominenten Teilnehmer verkleinert sich weiter. Dasselbe Personal wird nur noch von Show zu Show weitergereicht.

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Dem geneigten Vielseher von Trash-Formaten geht aktuell wohl das Herz auf: Gerade erst ist auf RTL die dritte Staffel vom “Sommerhaus der Stars” zu Ende gegangen, da startet auf Sat.1 eine weitere Runde von “Promi Big Brother”. Seit dem 23. August versucht ProSieben zum zweiten Mal aus mehr oder weniger Prominenten “Global Gladiators” zu machen, bevor Anfang September wiederum Sat.1 den Celebrity-Gameshow-Export aus Frankreich, “Fort Boyard”, neu auflegt. Und dann ist es auch nicht mehr lange bis im Januar, wenn wieder vermeintliche Stars im australischen Dschungel vor den RTL-Kameras Kakerlaken und Känguru-Hoden verspeisen.

Doch dem Trash-TV-Fan dürfte auch aufgefallen sein, dass bei steigender Zahl an derartigen Formate auch immer öfter dieselben “Stars” über die Mattscheibe flimmern.

Ein aktuelles Beispiel aus dem “Promi Big Brother”-Haus: Sophia Vegas, ihres Zeichens Ex-Frau von Bert Wollersheim, saß vor zwei Jahren noch im Dschungelcamp. Im diesjährigen “Fort Boyard” ist unterdessen Sarah “Dingens” Knappik vertreten, die 2017 noch im “Big Brother”-Haus zwischen dem “Alles” und dem “Nichts” pendelte und 2011 im Dschungelcamp die nach eigener Aussage “härteste Dschungelprüfung ever” absolvierte.

Im diesjährigen “Sommerhaus” trat die an chronischer Kleiderphobie leidende Micaela Schäfer mit ihrem (mittlerweile Ex-)Partner Felix Steiner gegen andere “Promi”-Paare an. Auch ihre Odyssee durch die Trash-Formate startete 2012 im Dschungelcamp mit diversen Nippel-Blitzern (oder eher schon Dauerbelichtungen) so richtig durch.

Weitere solcher Promi-Dschungel-Container-Wiedergänger sind etwa Ex-Fußballer Thorsten “Kasalla” Legat, Schauspielerin Jenny Elvers oder Patricia Blanco.

Neben Engagements in “Langzeit-Projekten”, wie eben dem Dschungelcamp oder “Promi Big Brother”, glänzen sie immer wieder mit Auftritten in Event-Shows, wie dem Promi-Backen, -Dinner, -Völkerball, -Boxen oder sonstige mit einem vorangestellten “Promi” versehenen Ertüchtigungen.

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Deckungsgleiche Brutkästen

Je mehr dieser Formate sich in der TV-Landschaft einnisten, desto mehr fällt es auf, dass es immer dieselben “Promis” sind, die sich immer mehr Klinken in die Hand drücken. Das ist sicherlich auch dem Umstand geschuldet, dass die Brutkästen, aus denen die unterschiedlichen Formate ihre Kandidaten beziehen, häufig deckungsgleich sind. So drängt sich dem regelmäßigen Beobachter schon länger der Verdacht auf, dass die Kuppel-Shows “Der Bachelor” und “Die Bachelorette” im als eine Art Qualifying für das Dschungel-Camp oder das Big-Brother-Haus dienen. Durch die Teilnahme an einem “Bachelor”-Format wird der “Promi”-Status quasi zertifiziert und fortan stehen alle Promi-Formate offen. Das Big-Brother-Haus bewohnt derzeit der amtierende Bachelor Daniel Völz, in der jüngsten Dschungelcamp-Staffel gaben sich Bachelorette-Gewinner David Friedrich und Bachelor-Kandidatin Kattia Vides die Ehre.

Brauchte es vor einigen Jahren noch eine Sportler-, Schauspiel- oder Sängervergangenheit, um Kandidat einer “Promi”-Show zu werden, reicht es mittlerweile aus, an einem Mittwochabend mal keine Rose vom Bachelor, an einem Donnerstag kein Foto von Heidi Klum oder an einem Samstag eine Abfuhr von Dieter Bohlen erhalten zu haben.

Vom Dschungel-Camp geht es dann meist zu “Promi Big Brother” (oder umgekehrt), von da aus dann häufig ins “Sommerhaus” oder seit kurzem auch zu den “Global Gladiators”. Dazwischen erfolgen besagte sporadische Auftritte, z.B. bei “Grill den Profi” (ehemals und womöglich bald wieder “Grill den Henssler”) und den diversen anderen “Promi”-Gameshows.

Ermüdungserscheinungen stellen sich bei den Zuschauern jedoch kaum ein. Promi-Big-Brother liefert aktuell Quoten um die 20 Prozent und auch “Ich bin ein Star, holt mich hier raus” dürfte den RTL-Verantwortlichen im Januar wieder ein Lächeln auf’s Gesicht zaubern. Es wird also spannend zu sehen sein, wer sich in den nächsten Staffeln “DSDS”, “Germany’s next Topmodel”, dem “Bachelor” und der “Bachelorette” für die Rallye durch die deutsche Trash-TV-Landschaft empfiehlt.

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Alle Kommentare

  1. Hauptsache wir kriegen nicht so einen Z Promi als Bundeskanzler so wie den Apprentice in den USA. Man stelle sich vor: die Geissens im Bundeskanzleramt.

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