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Nach seinem Aufstieg zum Spiegel-Chefredakteur: Wer folgt Steffen Klusmann beim Manager Magazin?

Noch ist Steffen Klusmann Manager Magazin Chefredakteur
Noch ist Steffen Klusmann Manager Magazin Chefredakteur

Wenn Steffen Klusmann den Vorsitz der neuen Spiegel-Chefredaktion übernimmt, bleibt der Posten des Chefredakteurs beim Manager Magazin vorerst unbesetzt. Geführt werden soll das Blatt durch die beiden Vize-Chefs Sven Clausen und Martin Noe. Wer die Chefredaktion des Wirtschaftsmagazins langfristig übernehmen soll, ist noch nicht entschieden. Die Spekulationen über einen Nachfolger schießen ins Kraut.

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Pünktlich um 14 Uhr begann beim Manager Magazin eine außerordentliche Redaktionskonferenz. Der Anlass: Steffen Klusmann übernimmt als Vorsitzender eines Teams die Spiegel-Chefredaktion und ersetzt Spiegel-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer. Offenbar soll Klusmann bereits zum Oktober für den Spiegel tätig werden. Offiziell steht der Wechsel des ehemaligen Chefs der Financial Times Deutschland zum 1. Januar 2019 an.

Von dem Führungswechsel ist das Manager Magazin kalt erwischt worden. Wer den Chefsessel bei dem Wirtschaftstitel beerben soll, ist noch nicht entschieden. Wie eine Spiegel-Sprecherin auf MEEDIA-Anfrage erklärt, werden die beiden Vize-Chefs Martin Noe und Sven Clausen vorerst das Manager Magazin führen. Damit kochen aber die Spekulationen hoch, wer das mm künftig führen soll. Ein Gerücht lautet: Da die Gesellschafter noch keinen Nachfolger benannt haben, könnte sich der Verlag auf die Kandidatensuche machen – ob intern oder extern. Dabei könnte eine Rolle spielen, ob die Wirtschaftsredaktion des Spiegel mit dem Manager Magazin verzahnt werden soll. Seit Jahren gibt es Planspiele, beide Wirtschaftsredaktionen enger zusammenzurücken.

Mit der geplanten neuen Redaktionsstruktur für Print und Online ergeben sich hier neue Spielräume. Ein weiteres Gerücht: Als Nachfolger für den scheidenden Chef kommt Vize-Chef Sven Clausen. Er ist vor allen für den Digitalauftritt des Manager Magazin zuständig. Zudem kennen sich Klusmann und Clausen aus ihrer gemeinsamen Zeit bei der Financial Times Deutschland. Da Clausen aber als Nachfolger auf der Redaktionskonferenz nicht genannt wurde, könnte auch ein Kandidat aus der Spiegel-Wirtschaftsredaktion zum Zuge kommen.

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Ein neuer MM-Chefredakteur steht vor großen Aufgaben. Die verkaufte Auflage der Wirtschaftszeitschrift hatte zuletzt kräftig Federn gelassen. So sank die verkaufte Auflage im 2. Quartal 2018 unter die für die Werbekunden magische Grenze von 100.000 Exemplaren (99.326 Stück IVW). Das ist ein sattes Minus gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal von rund neun Prozent. Vor allem bei der harten Währung, also Abo und Einzelverkauf, gab der Titel nach. Der Abo-Verkauf verringerte sich im 2. Quartal 2018 auf 48.419 (Vorjahresquartal 52.910 Stück), beim EV auf 12.529 Exemplare (15.696 Stück). Die Manager Magazin-Gruppe bekommt im hart umkämpften Segment der Wirtschaftspresse zunehmend Gegenwind zu spüren. Sie musste 2017 einen spürbaren Wachstumsdämpfer einstecken. Der Umsatz der Gruppe (mit Online) sank – überraschend für viele Branchenkenner – um 8,6 Prozent auf 17,4 Millionen Euro.

Nun muss das Manager Magazin beherzt gegensteuern. Dafür hatte Klusmann Vorarbeit geleistet. Er will im Herbst das Digitalprodukt Manager Magazin Premium starten. Wie bei Spiegel+ enthält das Digital-Produkt das gesamte Heft und wird zusätzlich durch weitere Inhalte aufgewertet, um neue Abonnenten zu locken. „Wer mm Premium lesen will, schließt ein monatlich kündbares Abo ab: rund 9 Euro, genauso viel wie ein gedrucktes oder digitales Heft kostet“, kündigte Klusmann noch vor wenigen Wochen gegenüber MEEDIA an. Betreuen soll das Produkt ein ehemaliger stern-Mann: Lukas Heiny. Klusmann und Heiny kennen sich noch aus ihrer gemeinsamen Zeit bei der FTD. Heiny hat hier unter anderem über Banken- und Versicherungsthemen geschrieben.

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