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#MeToo-Aktivistin Asia Argento weist Missbrauchsvorwürfe gegen sich zurück

Der Schauspielerin Asia Argento wird vorgeworfen, einen Schauspielkollegen missbraucht zu haben
Der Schauspielerin Asia Argento wird vorgeworfen, einen Schauspielkollegen missbraucht zu haben

Die Schauspielerin und #MeToo-Aktivistin Asia Argento hat sich gegen Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gewehrt. Ein Bericht der New York Times, demzufolge sie ihren jüngeren Schauspielkollegen Jimmy Bennett (22) missbraucht und ihm später Geld gezahlt haben soll, um eine Klage zu vermeiden, sei falsch, sagte Argento laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa am Dienstag.

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“Ich dementiere und weise den Inhalt des von der New York Times veröffentlichten Artikels, der in den internationalen Medien zirkuliert, zurück”, so Asia Argento. Sie sei “zutiefst schockiert” über die “absolut falschen” Nachrichten und sprach von “Verfolgung”. Sie habe nie irgendeine Form einer sexuellen Beziehung mit Bennett gehabt, wurde die Italienerin zitiert. Bennett hatte 2004 in dem Film “The Heart Is Deceitful Above All Things” Argentos Sohn gespielt.

Die New York Times hatte berichtet, Argento habe Bennett in Kalifornien missbraucht, als er 17 und sie 37 Jahre alt war. Sexuelle Handlungen mit Unter-18-Jährigen sind in dem US-Bundesstaat strafbar. Bennett habe Jahre später 3,5 Millionen Dollar von Argento gefordert, in diesem Frühjahr hätten sie sich auf 380 000 Dollar (rund 330 000 Euro) geeinigt.

Die schriftliche Forderung Bennetts und die anschließende Einigung mit Argentos Anwälten seien Teil einer Reihe von Dokumenten, die eine nicht identifizierte Quelle per verschlüsselter E-Mail an die New York Times geschickt habe, hieß es in der Zeitung. Drei mit der Sache vertraute Personen hätten der New York Times die Echtheit der Dokumente bestätigt. Auf Anfragen der Nachrichtenagentur dpa reagierten zunächst weder Argento noch Bennett oder ihre Sprecher und Anwälte.

Auch die Polizei in Los Angeles befasst sich mit dem Fall. Die Berichte seien zur Kenntnis genommen worden, bestätigte eine Sprecherin des Los Angeles County Sheriff Darren Harris der Deutschen Presse-Agentur. Es werde versucht, das mutmaßliche Opfer zu kontaktieren, um mögliche kriminelle Anschuldigungen angemessen zu dokumentieren. Bislang lägen zu dem angeblichen Vorfall keine Polizeiberichte vor.

Argento ist die Tochter von Schauspielerin Daria Nicolodi und Dario Argento, einem der prägendsten Horror- und Slasher-Film-Regisseure seiner Generation. Seit ihrer Kindheit steht sie vor der Kamera, für ihre Arbeit hat sie zahlreiche Auszeichnungen bekommen.

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Im Herbst vergangenen Jahres gehörte Argento zu den ersten, die den Hollywoodproduzenten Harvey Weinstein beschuldigten, sie vergewaltigt zu haben. Seitdem forderte sie wiederholt Aufklärung und Verfolgung der Täter sexuellen Missbrauchs. Unter dem Hashtag #MeToo entwickelte sich eine weltweite Bewegung, bei der sich Zehntausende Frauen im Internet als Opfer sexueller Übergriffe zu erkennen gaben. Auch Argentos Partner, der Fernsehkoch Anthony Bourdain, der sich vor wenigen Monaten das Leben nahm, hatte die Bewegung unterstützt.

“Das Ausmaß der Scheinheiligkeit, die diese Entwicklung demonstriert, ist mehr als atemberaubend”, sagte Weinsteins Anwalt Benjamin Brafman nun zu den Vorwürfen gegen Argento. Sein Klient sei “fast erleichtert” gewesen. Weinstein ist wegen sexueller Übergriffe in New York angeklagt und wartet derzeit auf seinen Prozess.

Tarana Burke, die als Gründerin der #MeToo-Bewegung gilt, wies derartige Kritik zurück. “Menschen werden diese Berichte nutzen, um die Bewegung zu diskreditieren – lasst das nicht geschehen”, schrieb sie auf Twitter. “Wir sind alle keine perfekten Menschen und müssen für unser individuelles Verhalten geradestehen.”

Dpa

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Alle Kommentare

    1. Die ganzen MeToo`s offenbaren eigentlich nur das sie sich einst für die eigene Karriere flachgelegt (um nicht zu sagen hochgeb****) haben.

      1. … was natürlich nur funktioniert, solange die Frau noch jung und knackig ist.

        Später folgt dann der “Spurwechsel” auf #metoo und Feminismus wenn kein Produzent mehr Lust hat.

      2. HansDampf weiß natürlich in jedem Einzelfall Bescheid, er war ja schließlich dabei.

      3. Man sollte über die Hochb°°°°°° der Metoos eine hochwissenschaftliche Studie machen, eine seriöse, dann wird mal offenbart, was da echt dahintersteckt. Und was die metooOrgansisation nun wirklich will. Sinn, Ziel, Strategie, Legitimität, Finanziers usw.

        Jedenfalls ein zum jetzigen Zeitpunkt sehr seltsam anmutender Verein.

      4. Nein, „HansDampf“ war natürlich nicht dabei, Schwabenpfeil, er ist nur einer der üblichen Frauenversteher von Rechts, die sich zwar gern äußern, wenn es um „teutsche“ Mädels und Frauen geht, die aber sonst nicht die geringste Ahnung von Frauen haben. Genauso wie „Franz Fuchs“ und die allermeisten anderen hier.

  1. Jungs, können wir uns nicht darauf einigen, dass jeder Fall einzeln zu betrachten ist. Möglicherweise gibt es auch von weiblicher Seite aus gelegentlich sexuelle Missbrauchs-Fälle – mit Sicherheit sind diese aber verschwindend gering im Verhältnis zu männlichem Fehlverhalten auf diesem Gebiet. Ob es sich dabei um kleine Ferkeleien oder echte Straftaten handelt, müssen wiederum Gerichte klären, Fall für Fall. Und ohne klare Beweise gilt erstmal die Unschuldsvermutung. Daher halte ich öffentliche Massenanklagen im Stile von metoo auch für problematisch, das hat schon viel von Rufmord und Vorverurteilung.

    Putzig finde ich es aber auch, dass sich hier bei diesem Thema mal wieder einige geistige Tiefflieger austoben und meinen, ihren rückständigen männlichen Chauvinismus zur Schau stellen zu müssen. Und das sind komischerweise dieselben Typen, die regelmäßig Pegida- und AfD-Positionen vertreten. Wie kommt es eigentlich zu dieser Deckungsgleichheit? Hat das eine zwangsläufig mit dem anderen zu tun? Weibliche Wähler sollten sich darüber vielleicht mal einen Kopf machen, bevor sie auch nur einen Gedanken an diese Herrenpartei verschwenden.

    1. Putzig, Linksgrün-Sympathisanten kommen jedes Mal und beschwichtigen, wenn jemand unter Pädo-Verdacht steht.

      In den USA gilt Sex mit einer minderjährigen Person (also unterhalb des “age of consent”) automatisch als “statutory rape”, egal ob einvernehmlich oder nicht. Wenn festgestellt wird, dass der Sex stattfand, dann kommt der Täter, oder in diesem Falle die Täterin, in die staatliche Kinderschänder-Kartei.

      “Kleine Ferkeleien” sind das mitnichten.

      PS: Ihr Loblied auf die Unschuldsvermutung rahme ich mir ein. Was für Konzepte Ihnen doch plötzlich wieder einfallen, wenn Sie in Schwierigkeiten geraten. 😉

      1. Die Frau Argento wäre dann also eine Kinderschänderin. Eine sehr prominente auch noch dazu.

        Das ist extremst bemerkenswert.

        Naja, die Dame hat damals vermutlich notgeilen Sex gehabt und wurde zufrieden gestellt was ihre sexuellen Bedürfnisse betroffen hat. Dass er, der Minderjährige sie damals genötigt hat, ist ja nicht Thema, oder könnte das dann noch kommen, weil jetzt wieder alles ganz anders ist, mal so, mal anders, je nach Belieben…

        Und diese Argento setzt sich zugleich massiv gegen sex Missbrauch ein, auch eine Führerin der metooBewegung?

        Vielleicht denkt sie ständig nur an Sex, Sex, Sex und hat sonst keine Interessen. Was weiß man schon.
        Das würde auch die Scheinheiligkeit erklären, zumindest ein bissi.

      2. Ach RTE0815, dieses Loblied auf die Unschuldsvermutung dürfen Sie sich gerne einrahmen. Rechtsstaatliche Prinzipien gelten nämlich für alle, ob Mann oder Frau, Promi oder Otto Normal. Wüsste nicht, dass ich daran je einen Zweifel gelassen habe und erkenne auch nicht, wo ich persönlich nun in Schwierigkeiten geraten wäre – seltsame Fantasien haben Sie da.
        Und nochmals zum konkreten Fall: Es handelt sich in der Tat um schwerwiegende Vorwürfe, es stehen Aussage gegen Aussage, ergo kann sich keiner von uns hier aus der Ferne bisher ein schlüssiges Urteil erlauben. Für Sie scheint die Sache aber ausgemacht, die vermeintliche Täterin war ja diesmal eine metoo-Feministin, der man(n) jetzt mal so richtig schön revanchistisch eine reinwürgen kann. Jörg Kachelmann hätten Sie an dieser Stelle (möglicherweise auch zu Recht) vehement in Schutz genommen. Wenn es um Frauen geht, sieht das bei Ihnen aber schon wieder ganz anders aus. Das nenn ich mal eine ausgefeilte Logik. Das verleitet mich zu einer persönlichen Frage: Was halten Sie eigentlich ganz allgemein vom Frauenwahlrecht?

      3. Ohh, Schwabenpfeil, jetzt greifen Sie aber ein #metoo Grundprinzip an. Ich dachte, es geht bei der Aktion darum, grundsätzlich erstmal dem Opfer zu glauben? Oder ist tatsächlich gemeint, dass man grundsätzlich erstmal der Frau glauben soll, egal ob die mutmaßliches Opfer oder mutmaßliche Täterin ist?

        Die Unschuldsvermutung in unserem Rechtssystem sollte allgemein gelten, nicht nur selektiv für scheinheilige #metoo Pädo-Frauen. Schön, dass wir wenigstens da einer Meinung sind.

        Wie Sie jetzt aufs Frauenwahlrecht kommen, ist mir nicht ganz klar, aber grundsätzlich ist meine Auffassung dazu: Es ist niemals gut, verschiedenen Gruppen Rechte oder Privilegien einzuräumen, aber gleichzeitig bestimmte Gruppen von damit einhergehenden Pflichten auszunehmen. Wer wählt, soll auch für die Konsequenzen seiner Wahl verantwortlich sein, ohne andauernd einen Frauen-Opfer-Bonus einzufordern.

        PS: Schon die süßen Bettfotos gesehen? Besonders “genötigt” sieht die Frau Argento nicht aus, obwohl sie laut ihrer Version ja der Jugendliche zum Sex gezwungen haben soll: http://www.tmz.com/2018/08/22/asia-argento-17-year-old-boy-in-bed-photo-sex-texts/

      4. Wenn (zumindest ganz bestimmte) Frauen sogenannte Privilegien zustehen u für sie andere Regeln gelten, sie immer bevorzugt zu behandeln sind u immer alles geglaubt werden soll, ohne Beweise, ohne Überprüfung, dann wohl deshalb, weil sie nicht für voll zu nehmen sind, also nicht vollwertig mangels Zurechnungsfähigkeit, mangels Urteilsfähigkeit, mangels geistiger Reife, mangels Realitätssinn, also eh sowas wie Kleinkind- oder Behindertenstatus.

        Das deckt sich dann auch mit Erkenntnissen, dass manche Frauen (durchaus auch ab u zu Männer) nie erwachsen wurden, also unterentwickelt u unreif sind. Und wenn man das dann gleich generell allen Frauen als FrauenBonus und Opferbonus zukommen lässt, dann sollte man Frauen keine Verantwortung überlassen, sondern sie sofort entmündigen bzw als Entmündigte behandeln. Das wäre sinnvoll. Und damit wäre endlich auch den Normalen geholfen.

        Ja, das klingt sehr einleuchtend.

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