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Führungs-Umbau beim Spiegel: neues Chefredakteurs-Trio mit Steffen Klusmann als Vorsitzendem

Die neue Spiegel-Chefredaktion: Ullrich Fichtner, Steffen Klusmann (Vorsitz), Barbara Hans, (vl)

Chefredakteurswechsel beim Spiegel. Klaus Brinkbäumer gibt die Chefredaktion nach rund dreieinhalb Jahren ab. Neu installiert wird ein Chefredakteurs-Team mit Steffen Klusmann, bisher Chefredakteur des manager magazins, an der Spitze. In der neuen Spiegel-Chefredaktion sind außerdem der bisherige Reporter Ullrich Fichtner sowie Spiegel-Online-Chefin Barbara Hans.

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Der neue starke Mann beim Spiegel, Steffen Klusmann, war vor seiner Zeit beim manager magazin Chefredakteur der Financial Times Deutschland. Ullrich Fichtner ist seit 2001 beim Spiegel. Er war schon Korrespondent in New York und Leiter des Gesellschafts-Ressorts. Seit April 2016 ist er Reporter mit Dienstsitz Paris. Alle drei Mitglieder des neuen Führungsteams werden den Titel Chefredakteur, bzw. Chefredakteurin führen. Auf Wunsch der Gesellschafter wird Klusmann den Titel Vorsitzender der Chefredaktion tragen.

Trotz des gemeinsamen Titels und dem Auftritt als Trio ist eindeutig, wer in der neuen Chefredaktion wofür stehen wird: Barbara Hans wird als bisherige Online-Chefin weiter erste Anlaufstelle für digitale Themen sein und ihr Augenmerk auf die Entwicklung legen. Fichtner gilt Stimmen aus dem Verlag zufolge als “einer der besten Handwerker im Hause”. Er dürfte vorrangig ein Auge darauf haben, dass der Spiegel textlich und journalistisch auf höchstem Niveau agiert. Obwohl reinrassiger Print-Mann, gilt er als aufgeschlossen gegenüber digitalen Themen, heißt es. Klusmanns große Aufgabe wird im Anführen des Change-Managements gesehen. Für alle im Verlag hat das Wachstum von Spiegel Plus höchste Priorität. Zudem steht das Großprojekt Fusion von Online- und Print-Redaktion nach wie vor aus. Mit dem neuen Team soll es nun endlich gelingen.

Welche Funktion Klaus Brinkbäumer künftig übernimmt und ob er dem Haus erhalten bleibt, ist noch unklar. Gut möglich, dass man versuchen wird, ihn zu halten. Vor allem während seiner Zeit als Reporter in New York, hat er sich Verdienste erworben.

Der Auflagen-Niedergang des Spiegels hat sich unter Klaus Brinkbäumer weiter beschleunigt. Seit seinem Antritt als Chefredakteur verlor das Magazin über 118.000 verkaufte Exemplare pro Ausgabe (II/2015: 822.761 / II/2018: 704.656). Die nun erreichte verkaufte Auflage ist für den Spiegel der schwächste Wert seit dem Jahr 1966. Insbesondere im Einzelhandel läuft es für den Spiegel mies: 179,411 in Supermärkten, Kiosken, etc. abgesetzte Hefte entsprechen im 3-Jahres-Vergleich einem Minus von über 20%.

Eine Spiegel-Sprecherin wollte die MEEDIA-Informationen zur neuen Führungsstruktur auf Anfrage weder bestätigen, noch dementieren.

swi/ms

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