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Nach Belästigungsvorwürfen: Beschuldigter WDR-Mitarbeiter darf zum Sender zurückkehren

WDR-Intendant Tom Buhrow
WDR-Intendant Tom Buhrow

Der WDR-Mitarbeiter, gegen den vor einigen Monaten Vorwürfe wegen sexueller Belästigung laut geworden waren, darf offenbar an seinen Arbeitsplatz zurückkehren. Dies berichtete der Kölner Stadt-Anzeiger unter Berufung auf senderinterne Quellen. Demnach soll sich WDR-Intendant Tom Buhrow entschieden haben, den entsprechenden Redakteur lediglich zu ermahnen.

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Nach Angaben des Kölner Stadt-Anzeigers habe es gegen den Redakteur insgesamt vier Vorwürfe wegen sexueller Belästigung gegeben, die er allesamt vehement bestritten habe. Diese Vorwürfe hätten sich für den WDR offenbar nicht erhärten lassen, so dass der Mitarbeiter, nachdem er sich zuvor Urlaub genommen hatte, nun wieder im Sender integriert werden soll. Weiter heißt es in dem Bericht, Tom Buhrow habe den Beschuldigten lediglich ermahnt. Eine Abmahnung wurde nicht ausgesprochen. Der WDR wollte sich zu den aktuellen Entwicklungen des Falls noch nicht äußern.

Wie die Kölner Lokalzeitung weiter berichtet, handelt es sich hierbei um den Fall, in den auch der ARD-Korrespondent Arnim Stauth involviert war. Dieser hatte dem damaligen Chefredakteur und heutigen Fernsehdirektor des Senders, Jörg Schönenborn, sowie Intendantin Monika Piel bereits im Jahr 2010 Vorwürfe sexueller Belästigung gegen den Kollegen gemeldet hatte. Stauth war deshalb ermahnt worden. Dies räumte Tom Buhrow Anfang dieses Jahres rückblickend als Fehler ein und erklärte, die Ermahnung erwecke “einen völlig falschen Eindruck” und sei inzwischen aus der Personalakte gestrichen worden.

Update, 21. August 2018, 15:55 Uhr: 

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Der WDR bestätigte gegenüber MEEDIA die Medienberichte und teilte am Nachmittag mit: “Ein WDR-Mitarbeiter gegen den in den vergangenen Monaten Vorwürfe wegen sexueller Belästigung in den 90er-Jahren erhoben wurden, ist wieder im Dienst. Diese Entscheidung erfolgte auf Grundlage des Ergebnisses einer sehr sorgfältigen Prüfung.“

 

 

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Alle Kommentare

  1. Zur Strafe muss der Mitarbeiter jetzt bis zum Pensionsbeginn bei jedem öffentlich-rechtlichen Gauland-Interview am Straßenrand stehen und laut “Pfui” rufen.

  2. Irgendwie werd ich den Eindruck nicht los, dass Erwachsene zu blöd sind direkt zu sagen, wenn sie was nicht wollen bzw etwas per deutlicher Ansage sofort und ohne Geheule mal zu klären, wenn was unklar erscheint, also auch mal nachfragen als Frau wie das nun gemeint war, da ja eine sensible Dame auch durchaus mal falsch liegen kann und nicht jeder Mann gleich hinter jeder (schönen oder sexy erscheinenden) Frau her ist; also so was wie Selbstbefragung und Selbsthinterfragung machen, aber ich bin mir nicht sicher, dass wir das in den nächsten 10, 20 Jahren hinkriegen. Dazu läuft zuviel an aufgeregter Heuchlerei und manischer Sexbessessenheit, was sich wiederum in viel zu viel Echauffierung über vermeintliche Annäherung äussert, die wiederum doch gewünscht u zugleich verachtet wird.
    Jedenfalls nicht ganz dicht u nicht ganz normal.

    Wäre ich ein Mann, würde ich mit Sicherheit schwul werden, um einfach Ruhe vor dem Weibsvolk zu haben.

    1. Ja, Sie sagen es Frau Geierwalli. So einfach könnte das Zusammenleben der Geschlechter sein, wenn die aktuelle Feministengeneration es nicht aus ideologischen Gründen so kompliziert machen würde.

      1. Heißt das im Klartext:

        Die wenigsten Leute sind erwachsen und haben die psychosexuelle Entwicklung von Geburt bis zum reifen Erwachsenenalter normal vollzogen? Und sind deshalb auch so labil?

        Na bumm.

    2. schöne oder sexy erscheinende Frauen haben da offenbar weniger Schwierigkeiten, Komplimente so zu verstehen, wie sie gemeint waren

      1. Ehrlich, solch einen gewaltigen Dachschaden möcht man nicht haben, dass eine sorgfältige Prüfung wegen angeblicher Gschichteln in den 90erJahren, also eine Zeit, an die man sich nur mehr sehr, sehr vage, wenn überhaupt erinnern kann, durchgeführt werden muss. Da tät sich manche genieren. Selbst wenn damals einer wirklich goschert war, ist das heute wurscht.

  3. Solange man bei den öffentlich-rechtlichen regierungsfreundlich berichtet, darf man vermutlich machen, was man will, der Job ist sicher. Der Stuhl wackelt nur dann, wenn man zu regierungskritisch ist oder gewisse Sympathien für die einzige Oppsitionspartei zeigt. Gefährlich kann es aber bereits werden, wenn man einfach neutral berichtet und nicht seine Abscheu vor der AFD kundtut.

  4. Wie bei perversen Pfaffen, man sorgt füreinander

    Alles nich so schlimm, kann ja ma passiern …

    1. Perverse Pfaffen sind aber eine völlig andere Liga, verehrter Herr Befehlshabeck! Dass sich manche gerne über Kinder hermachen, weil die ihnen nicht so gut widersprechen können und man Kinder nicht für voll nimmt, diese sich oft nicht mal den Eltern anvertrauen, ist eine andere Sache.

      Sorge sollte einem machen, wenn irgendwelche anonymen Anzeigerinnen oder auch namentlich Genannte JETZT irgendwelche Uralt-Gschichteln drucken oder was erfinden u zurechtbiegen und zum rechten Zeitpunkt nicht fähig waren das Maul aufzumachen, da hat offensichtlich die Erziehung und Entwicklung päng – und zwar vorab schon gemacht. Steckengeblieben auf einem Kleinkindniveau, und sozial inkompetent sich wie ein reifer Erwachsener zu artikulieren und wie ein reifer Erwachsener zu reagieren u agieren.

      Wenn es zwischen Kleinkind, Kind, Jugendlichem und Erwachsenen keinen Unterschied gibt und normale zwischenmenschliche Kommunikation und Fähigkeit zur Selbstexploration nicht relevant sind, stattdessen neuerdings nur mehr lauthals alles Mögliche (Fantasie und Realität klaffen eventuell) als grausame sexuelle Belästigung denunziert wird, dann fragt man sich ob es nicht besser wäre Frauen u Männer zu trennen. Im gesellschaftlichen Bereich sowieso. Im Arbeitsbereich. Im Schulbereich. Im öffentlichen Raum.

      Es ist in der Tat so manchen unverständlich wieso sich die Gesellschaft, spätere Kollegen, spätere Partner dafür prügeln lassen soll(en), weil bei etlichen in der Kindheit was schief gelaufen ist und sich diese nun an allen rächen bzw das bekannte Spiel ewig weiterspielen wollen, weil sie sich nie von der Vergangenheit gelöst haben und ewig als verwöhnte, bemitleidenswerte Fratzerln und ewige Opfer ihre Strategie fahren.

      Emanzipierte und eigenverantwortliche, verantwortungsbewußte Menschen sind konfliktfähig und kommunikationsfähig, und heulen nicht rum u machen nicht alle verrückt.

      Irgendwann reißt dem und der Ruhigsten und Verständnisvollsten der Geduldsfaden, wenn es nur mehr um Opfergetue geht und um Armutschgerlgeheule und man weiß, dass jene, die es drauf anlegen, genau damit anderen das Leben versauen u es somit exakt nur um Macht geht u dem u der anderen eine reinzutreten, anstatt sie in Frieden leben zu lassen. Das soll gutes Miteinander sein? Hallo???? Geht’s noch????!

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