Partner von:
Anzeige

Elon Musk in der Krise: Instagram-Account gelöscht, Tesla-Investor befürwortet Apple-Einstieg

Elon-Musk-Apple.jpg
Tesla-CEO Elon Musk und Apple: Die Führungskrise könnte der iKonzern zum Einstieg nutzen

Fünf Tage nach seinem Interview mit der New York Times zieht der Elon Musk offenbar einige Konsequenzen. Knapp ein halbes Jahr nach dem Exit bei Facebook zieht der Tesla-Chef nun offenbar auch bei Instagram den Stecker. Während Analysten weiteres Abwärtspotenzial für möglich halten, rät ein früherer Investor des Elektroautobauers zu einem Schulterschluss: Tesla solle Anteile an Apple verkaufen.

Anzeige

Erste Anzeichen einer Erholung nach Elon Musks spektakulärem Interview in der New York Times vergangenen Donnerstag: Erstmals seit vier Handelstagen legte die Tesla-Aktie heute wieder um knapp 5 Prozent auf über 320 Dollar zu.

Glaubt man Analysten, ist der Elektroautobauer an der Wall Street jedoch noch nicht aus dem Gröbsten heraus. Gestern warnte JP Morgan vor weiteren Kursverlusten und strich das Kursziel drastisch von 308 auf 195 Dollar zusammen, weil die Finanzierung zum Delisting von der Börse alles andere als gesichert sei.

Heute legte Piper Jaffray nach. Der technische Analyst Craig Johnson warnte beim Finanzsender CNBC, dass sich die Korrektur bis auf 285 bzw. 243 Dollar ausdehnen  könne. Im schlimmsten Fall drohten sogar Tiefstkurse der Konsolidierung zwischen 2016 bis 2013 bei 183 Dollar.

Tesla-Investor Ross Geber: Apple sollte einsteigen

Nach Einschätzung des frühen Tesla-Investors könnte ein Tech-Gigant von der aktuellen Krise beim Elektroauto-Pionier profitieren: Apple. Nachdem Tesla wegen Apples eigenen Autoplänen in der Vergangenheit immer wieder als idealer Übernahmekandidat ins Spiel gebracht wurde, wärmt Ross Gerber die Debatte nun mit einem anderen Ansatz auf.

Anzeige

“Dies ist das Geschenk aller Geschenke für Tim Cook”, erklärt Gerber gegenüber CNBC. “Wenn man sich vergegenwärtigt, welcher Art die Probleme von Elon Musk sind – nämlich operativer Natur –, führt die Spur zu Tim Cook, der früher von Steve Jobs aus genau diesen Gründen verpflichtet wurde. Tim Cook ist perfekt für diese Rolle”, erklärt Gerber. “In der Vergangenheit hätte eine Zusammenarbeit zwischen Tesla und Apple nicht funktioniert, weil Musk nicht Apple brauchte, aber inzwischen braucht er sie”, philosophiert der  frühere Tesla-Investor über einen Einstieg des wertvollsten Konzerns beim strauchelnden Elektroautohersteller.

Nach Einschätzung von Gerber könnte Apple ein Ankerinvestment von 5 bis 10 Prozent tätigen, um iOS auf Teslas Bildschirm zu bringen. “Ein Teil der Tesla-Story ist das gigantische Display in der Mitte der Autos, und dort nicht präsent zu sein, könnte zum großen Problem für Apple werden”, mutmaßt Gerber. Aktuell ist etwa Apples Rivale Spotify als Musik-Streaming-Dienst in Tesla vorinstalliert. Dem Kultkonzern aus Cupertino werden große Ambitionen im Markt für Elektroautos nachgesagt – wenn nicht mit einem physischen Modell, dann zumindest mit Internetdiensten.

Elon Musk löscht Instagram-Konto

Um zur Normalität zurückzufinden, zog Elon Musk nach seiner Interviewbeichte in der New York Times, in der der 47-Jährige akuten Schlafmangel, Medikamenteneinnahme und Erschöpfungszustände eingestand, unterdessen banale Konsequenzen.

Nachdem Musk vor fünf Monaten bereits sein Facebook-Konto auf dem Gipfel der Cambridge Analytica-Krise gelöscht hatte, ist nun auch sein bekanntes Konto @elonmusk beim Tochter-Unternehmen Instagram, auf dem der Südafrikaner bislang 8 Millionen Follower verzeichnen konnte, seit gestern nicht mehr zu finden. Musks einzig weiter aktiv genutzte Social-Media-Plattform ist damit Twitter.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
 
Meedia

Meedia