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Egmont druckt die Welt von Instagram & Co.: Möchtegern-Influencer-Bravo für Smartphone-Girlies

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“Hello! ...OMG was ist IN, was ist OUT?”: Diese essentiellen Fragen, zumindest für Instagram, Snapchat und YouTube, beantwortet ab dem heutigen Mittwoch das neue Vlogger-Magazin #beHype. Der Neuling von Egmont Ehapa will offenbar so etwas wie eine Insta-Bravo für die Generation Influencer sein. Allerdings leistet sich der Premieren-Titel gleich einen ärgerlichen Fauxpas.

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Die Ansprache, Aufmachung und Ausstattung des magazins erinnert stark an die Jugendmarke Bravo von Bauer. Wie auch bei der Bravo bilden die Poster so etwas wie den Mittelpunkt des neuen Heftes. Statt Popstars wie Wincent Weiss, Twenty One Pilots oder Cro, die derzeit der Bravo beigeheftet sind, gibt es bei #beHype Die Lochis, Julia Beautx oder Lisa & Lena. Auch Influencer sind längst plakattauglich fürs Kinderzimmer.

Lisa & Lena sind jedoch auch ein gutes Stichwort, um auf den wohl ärgerlichsten Fauxpas des Heftes zu sprechen zu kommen. Konsequent feiert die Redaktion Musical.ly. Das ist dumm gelaufen, denn die LipSync-App heißt seit Kurzem gar nicht mehr so. Der Mutterkonzern Bytedance verschmolz Musical.ly gerade mit der Videoplattform Tik Tok.

Inhaltlich setzt #beHype auf Info-Happen zu angesagten Teenie-Influencern, Tests und DoItYourself-Anleitungen. So erklärt die Redaktion Schritt für Schritt, wie man sich eine coole Handy-Aufladestation oder auch Socken im “Soy Luna”-Style basteln kann. Die Tests klären Fragen nach den eigenen Tier-Zwillingen oder welcher Influencer “Dein BFF sein könnte”.

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Zudem will das Magazin erklären, was sich hinter Begriffen wie Unboxing, Daily Routines oder Shopping Hauls versteckt. Die Meisten aus der angepeilten Zielgruppe, dürften das freilich schon wissen.

Als Zielgruppe peilt Egmont Ehapa vorwiegend Mädchen zwischen sieben und 13 Jahren an, sowie alle Fans von Influencern, sozialen Medien und aktuellen Trends. Um für den nötigen Abverkauf am Kiosk zu sorgen, klebten die Macher zudem eine Vielzahl von Goodies wie Aufkleber, Buttons und Stifte auf die Titelseite.

Alleine die Ausstattung und der hohe Preis von 3,99 Euro zeigen, dass das Magazin vor allem dafür konzipiert scheint, dass Eltern ihren quengelnden Kindern das Heft an der Supermarkt-Kasse oder der Tankstelle mitkaufen. Tatsächlich boomt derzeit der Zeitschriftenmarkt mit Kinder und Teenie-Heften, die genau auf diesen Effekt setzen. Allerdings gelang es bislang nie wirklich nachhaltig, auf gedrucktem Papier über Menschen und Themen zu berichten, die ausschließlich im Internet stattfinden. Denn die Zielgruppe hat längst Handys und informiert sich im Zweifel digital über die Influencer-Stars – und zwar auf genau den Plattformen, auf denen sie berühmt geworden sind.

Übrigens: Falls die Ansprache und Themensetzung ein Indikator für die Frage ist, wie angesagt ein Social-Network in den jungen Zielgruppe ist, dann lässt sich jetzt schon festhalten: Facebook spielt keine Rolle.

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