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Viel Asyl und sonst fast nix: NDR-Satire “extra 3” macht zum Sommerinterview mit Horst Seehofer die ARD zur AfD

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Humor ist, wenn man trotzdem lacht - eigentlich. Vielen ARD-Journalisten dürfte hier allerdings wohl wenig zum Kichern zumute sein. Denn die NDR-Satire-Truppe von “extra 3” nimmt auf das Heftigste das ARD-Sommerinterview von Thomas Baumann mit Horst Seehofer auseinander. Vor allem die Pointe hat es in sich: Da mutiert die ARD-Buchstabenfolge zu AfD.

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Ein Vergleich mit Sprengkraft. Wenn man aus dem eigenen Haus als AfD-Sender bezeichnet wird, wenn auch nur zum Spaß, dürfte das vielen TV-Verantwortlichen wohl nicht gefallen. Genau diesen Scherz erlauben sich die Macher von “extra 3”.

Aufhänger der Kritik ist das Sommerinterview der ARD-Senders. In “Bericht aus Berlin” unterhielt sich Baumann am Sonntag gute 20 Minuten lang mit dem Innen- und Bau-Minister Horst Seehofer. Die Satiriker stören sich nun allerdings daran, dass es 18 Minuten nur um Flüchtlinge, Migration, Ankerzentren, Grenzsicherung und Asyltourismus ging.

Für alle anderen Themen blieben nur noch rund zwei Minuten. Das Gespräch war nach Meinung von “extra 3” die reinste “Sommermonotonie”. Die Logik der NDR-Satiriker: Mit dieser Themensetzung fragt der ehemalige Chefredakteur der ARD zum einen an der Lebensrealität der meisten Deutschen vorbei und spielt zum anderen noch der AfD in die Karten, die vor allem dann profitiert, wenn Flüchtlings- und Migrations-Themen die öffentliche Debatte dominieren.

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Dabei verschickte die ARD Ende vergangener Woche gerade erst eine Pressemitteilung zum eigenen Deutschland-Trend, dass für die Menschen hierzulande vor allem die Gesundheits- und Pflegepolitik Top-Priorität besitze. Der entsprechende Absatz im Wortlaut. Inklusive der Relevanz der Asyl- und Flüchtlingspolitik:

Die Gesundheitspolitik und die Pflege sind für 69 Prozent der Befragten sehr wichtig. Dieses Thema bewegt die Menschen ab 50 Jahren deutlich stärker (75 Prozent) als die jüngeren bis 34 Jahren (52 Prozent). Die Renten- und Sozialpolitik stufen 64 Prozent als sehr wichtig ein. Für 55 Prozent hat der Schutz vor Kriminalität und Verbrechen eine sehr große Bedeutung, für 52 Prozent die Klimapolitik. Bei der Schaffung bezahlbaren Wohnraums sind es 51 Prozent. Die Schaffung bezahlbaren Wohnraums ist für Menschen in Städten mit über 100.000 Einwohnern bedeutsamer (60 Prozent) als in kleineren Gemeinden mit weniger als 20.000 Einwohnern (46 Prozent). Für 39 Prozent ist die Asyl- und Flüchtlingspolitik sehr wichtig. Die Digitalisierung sehen lediglich 28 Prozent der Bürger als sehr wichtig für sich an.

 

Die Interview- und Frage-Führung von Baumann zeigt zudem, dass man bei der ARD nicht so richtig viel aus der Kritik am TV-Duell vor fast genau einem Jahr gelernt hat. Auch damals mussten die TV-Journalisten heftige Kritik einstecken, weil die Migrations-Debatte zu viel Zeit in der Diskussion mit Angela Merkel und SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz eingenommen habe.

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Alle Kommentare

  1. Öffentlich-rechtliche Merkel-Propagandajournalisten lernen es schon im Kindergarten: Wenn man sich die Augen zuhält, dann verschwinden Probleme einfach!

    Wer etwas anderes behauptet, betreibt rechte Hetze.

    1. Nur leider ist es so, dass, wenn man die Augen zumacht, keiner der Kommentare von RTL1933 verschwunden ist.

      Wer etwas anders behauptet, betreibt linksradikale Hetze.

  2. Wer wollte für ‘Hygiene im Äther’ sorgen? Nach eigenem Bekunden ein gewisser Karl-Eduard von Schnitzler (Sudel-Ede).

    Also bzgl Sommermonotonie sofort wieder auf Klimakatastrophe und fleißige Geflüchtete gleichschalten.

  3. Ob ich beim NDR auch mal eine eigene Sendung bekomme, in der ich mich über “extra 3” lustig machen kann?

    Meine Grafikprogrammkenntnisse müssten ausreichen, um bei “NDR” das “R” wegzuretuschieren.

    Ich weiß nur noch nicht, woher ich ein so frenetisches Studiopublikum bekomme.

    1. Kann man kaufen.
      Einfach mal bei der SPD oder VERDI nachfragen.
      Die schicken Leute für kleines Geld, welche auch selbstgemalte Schilder mitbringen.
      Den darauf stehenden Text können Sie selbst aussuchen.

      Grammatik egal; Hauptsache schief gekrakelt und mit bunten Buchstaben.

      1. aber dann immer noch besser, als bei der afd. da verstehen die schilderhalter nicht mal die 3 wörter, die man ihnen draufgeschrieben hat.

      2. Da Sie, Herr Ben, ja anscheinend so schlau sind und Erfahrung mit der Stellenvermittlung haben, mal eine Frage: Ich lese, auch hier übrigens immer wieder mal, wenn das Thema darauf kommt, dass Demonstranten gegen die AfD staatlich finanziert seien.

        Ich als Arbeitsloser suche nun dringend eine Tätigkeit. Wohin kann ich mich wenden, wenn ich mich als Demonstrant gegen die AfD bewerben will?

        Mit bestem Dank für Ihre Auskunft!

      3. Kostenloser Profi-Tipp: Die meisten Jobs werden tagsüber erledigt.

        Vielleicht finden Sie ja bald eine Arbeit wenn Sie nachts um 3 schlafen statt hier zu posten.

      4. PS: Was machen Sie eigentlich? Sie sind hier nämlich so ziemlich rund um die Uhr unterwegs. Hat man da noch Zeit für ein Berufsleben oder machen Sie das alles hier während der Arbeitszeit, RTE2018?

      5. Ich bin selbstständig und kann mir meine Zeit einteilen wie ich will.

        Wieso fragen Sie? Brauchen Sie einen Stempel von mir fürs Arbeitsamt? Kriegen sie nicht. Arbeitsscheue unterstütze ich nicht.

      6. Nein, danke, sehr geehrte Damen und Herren von RTE2018, brauche ich nicht.

        So oft, wie Sie hier zu erreichen sind, und das scheint fast rund um die Uhr zu sein, gibt es bei Ihnen ja zurzeit sehr wenige Aufträge, und mit einem Stempel von einer Firma, die es sowieso bald nicht mehr gibt, kann ich nichts anfangen.

        Aber vielen Dank für Ihre Bemühungen!

      7. Wenn man so viel Gewinn macht wie ich, kann man sich raussuchen ob man seine Zeit lieber in das Abarbeiten von noch mehr Aufträgen steckt oder stattdessen freche Arbeitslose ein bisschen erzieht. 🙂

  4. Ach nö. Schon wieder die linke Opferfraktion, die für sich in Anspruch nimmt für das teutsche Volk und die ganze Welt zu sprechen und hier wieder schäumend aufstampft und um ihre Deutungshoheit fürchtet.

    1. Ich fürchte, da haben Sie das Programm der Linken nicht ganz verstanden und von denen der AfD, NPD usw. noch nie gehört. Wenn jemand nämlich in „teutschen“ Kategorien denkt, sind das sicherlich nicht Erst-, sondern Letztgenannte! Um die „Deutungshoheit“ fürchten müssen, liest man die gesammelten Kommentare hier einschließlich des Ihrigen, eigentlich auch eher die von Rechts.

      Aber da es sich bei Ihnen vermutlich nur um eine Sockenpuppe eines anderen hier einschlägig bekannten Kommentatoren handelt, können Sie kaum intelligenter als das Original sein. Denn wo kämen wir hin, wenn die Socke intelligenter wäre als der Fuß! Oder, anders ausgedrückt, das Toilettenpapier intelligenter als der Hintern.

      1. Ronald, diese Paranoia ist ja fast schon psychotisch. Oder haben Sie als Kind mal schlimme Erfahrungen mit einer Sockenpuppe gemacht?

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